Henschel-Lok

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Eisenbahnen von Henschel

Der Wohlstand eines Landstrichs, darüber ist sich Carl Anton Henschel früh im Klaren, steht und fällt mit seinen Verkehrsverbindungen.

Die Nachteile, die einem wenig erschlossenen Land entstehen, kann der Kasseler vor der eigenen Haustür studieren. Kurhessen liegt geografisch mitten im zersplitterten Deutschland, wirtschaftlich aber an der Peripherie. Diese Erkenntnis Henschels bildet die Grundlage für einen revolutionären Vorschlag, mit dem der gelernte Baumeister und Fabrikbesitzer 1822 weit über die Grenzen seiner Heimat hinaus für Aufsehen sorgt.

13 Jahre, bevor die erste deutsche Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth dampft, schlägt Henschel den Bau einer Pferdebahn von Bremen nach Frankfurt am Main vor. Die Strecke soll über Kassel führen.

Aus dem Projekt wird zwar nichts, doch die aus England stammende Dampftechnik lässt den Unternehmer nicht mehr los. Sie ist es vor allem, die aus dem Handwerksbetrieb peu à peu eine Maschinenfabrik macht. Carl Anton Henschel legt den Grundstein für ein Großunternehmen, dessen Produkte den Namen Henschel und Kassel in aller Welt bekannt machen sollten.

Mit der neuen Henschel-Fabrik am Möncheberg beginnt die Geschichte Kassels als Industriestadt. Im Revolutionsjahr 1848 wird mit dem Drache die erste Henschel-Lok ausgeliefert. Viele tausende folgten.