Hengstenberg

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Ein Teil der Produktpalette, die Hengstenberg anbietet.
Seit 1961 befindet sich ein Standort des Lebensmittelherstellers Hengstenberg in Fritzlar. Hergestellt werden Sauer-, Weinessig- und Feinkostartikel wie zum Beispiel Sauerkraut. Die Rich. Hengstenberg GmbH & Co. KG ist ein 1876 gegründetes Familienunternehmen mit Sitz in Esslingen am Neckar.[1]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Standort Fritzlar

Heute wie damals vor 50 Jahren schneiden Mitarbeiterinnen die Kohlköpfe von Hand an. Foto: Hengstenberg
Das Werk in Fritzlar hat sich zur weltweit größten Sauerkrautfabrik entwickelt.[2] Heute werden am Standort jährlich 33.000 Tonnen Weißkraut und 6.000 Tonnen Rotkraut verarbeitet. Die Lieferungen stammen von Landwirten aus der Region. 5.000 Tonnen Gurken werden pro Saison verarbeitet.

Im Chattengau liegen große Ländereien. Die Bauern bauen hauptsächlich Kohl für Hengstenberg an.

Anschrift

Pappelallee 4-16

34560 Fritzlar

Tel. 05622 / 804 - 0

Fax 05622 / 804 - 103

Mitarbeiter

Die Stammbelegschaft umfasst in Fritzlar 85 Mitarbeiter, in der Produktionszeit sind es mit Saisonarbeitern etwa 230. Vor 30 bis 40 Jahren waren es noch 500 bis 700 Mitarbeiter.

Produkte

Die Produktion wurde immer effizienter und die Produktpalette in Fritzlar immer umfangreicher. Gab es vor 50 Jahren nur ein einziges Sauerkraut, so gibt es inzwischen Kraut verfeinert mit Champagner, Riesling, Zwiebeln und Speck, Cidre, Ananas und Paprika.

Die Nachfrage nach Sauerkraut ist ungebrochen, besonders, seit die Diätbranche und Frauenzeitschriften mit Krautsuppen, Drinks und Salaten das vitaminreiche Nahrungsmittel für sich entdeckt haben.

Kritik der Anwohner

Die Menschen in der Domstadt wissen immer, wann in der Pappelallee wieder produziert wird. Es liegt sozusagen in der Luft. Durch die Sauerkrautproduktion treten aber nicht nur Gärgerüche aus: Der Betrieb bringt auch Lärm und Verkehr mit sich. Das hat in den vergangen Jahrzehnten auch immer wieder für Unmut bei den Anwohnern gesorgt.

Arbeitsschritte

Krautstampfen im Gärraum oder Kraut in Dosen stopfen, das sind Arbeitsschritte, die der Vergangenheit angehören. Der Großteil wird heute von Maschinen erledigt. Dennoch muss auch heute noch vor der Verarbeitung jeder einzelne Kohlkopf angeschnitten werden. Ähnlich ist es bei den Gurkengläsern: Auch sie werden von den Mitarbeiterinnen immer noch von Hand gefüllt.

Pasteurisierungsbereich wird Beutelhalle

Seit 2004 wird das Sauerkraut von Hengstenberg neben Dosen auch in Beutel gefüllt. Dieser Trend wird sich fortsetzen. Deswegen wird nun auch der Rotkohl in Beuteln verpackt. 2007 wurde aus diesem Grund der Fritzlarer Pasteurisierungsbereich umgestellt und eine Beutelhalle gebaut.


siehe auch

Weblinks und Quellen

  1. Homepage der Firma Hengstenberg
  2. Aus HNA.de vom 26. Juli 2011: Sauerkraut, Rotkraut und Gurken – Hengstenberg-Standort in Fritzlar wird 50 Jahre alt
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