Helmut Eichenlaub

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Helmut Eichenlaub, Foto: Fischer/HNA

Helmut Eichenlaub (CDU), geboren am 17. April 1955, war von 1998 bis Ende 2009 Landrat des Landkreis Waldeck-Frankenberg in Nordhessen[1]. Im März 2016 wurde er vom Landgericht Kassel wegen Untreue, Vorteilsnahme, Versicherungsbetrug und Steuerhinterziehung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt[2].

Biografie

Helmut Eichenlaub wurde am 17. April 1955 in Landau/Pfalz geboren. Er ist verheiratet, hat einen Sohn und eine Tochter. Eichenlaub machte eine Ausbildung zum Diplom-Verwaltungswirt (FH) und verbrachte seine ersten Berufsjahre bei der Verwaltung an der Weinstraße in Landau und Bad Bergzabern.

1981 wechselte er als persönlicher Referent des geschäftsführenden Direktors des Hessischen Landkreistages, Dr. Wilhelm Wallmann, nach Wiesbaden. 1984 wurde Eichenlaub mit 29 Jahren zum Bürgermeister in Frankenberg gewählt.

1997 gewann er als CDU-Kandidat die Landrats-Direktwahl und wurde zum 1. Januar 1998 Verwaltungschef im Korbacher Kreishaus. Im Sommer 2003 gewann Eichenlaub erneut die Direktwahl als Landrat. Sechs Jahre später trat Eichenlaub nicht mehr zur Wiederwahl an und schied Ende 2009 mit nur 54 Jahren als Landrat aus.[1] Sein Amts-Nachfolger wurde Dr. Reinhard Kubat (SPD).

Prozess wegen Untreue

Ein Akteneinsichtsausschuss brachte 2010 nach Eichenlaubs Abschied auf den Tisch, dass der Ex-Landrat ab 2007 überbordende Reisekosten und Spesen verursacht hatte. 2008 und 2009 war Eichenlaub 38-mal im Ausland unterwegs, für Handys und mobiles Fax verursachte Eichenlaub allein 2009 fast 15.000 Euro Kosten.

Anfang 2010 kam zugleich der Verdacht auf, dass der Ex-Landrat für öffentliche Kapitalanlagen bei der Schweizer „LB Swiss“ private Provisionen kassiert haben sollte.[1]

Nach einem Prozess im Landgericht Kassel wurde Eichenlaub im März 2016 schließlich wegen Untreue, Vorteilsnahme, Steuerhinterziehung und Betrug zu einer Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Zusätzlich muss er eine Geldstrafe von 18.000 Euro zahlen. Zudem verliert er seine Pensionsansprüche[2]. Wenige Tage nach der Urteilsverkündung wurde bekannt, dass Eichenlaub offenbar in Revision gehen will[3].

Quellen und Links

  1. 1,0 1,1 1,2 HNA.de 03. März 2016: Urteil im Eichenlaub-Prozess: Fluchtartig aus dem Gerichtssaal
  2. 2,0 2,1 HNA.de 02. März 2016: Bewährungsstrafe: Eichenlaub verliert Pensionsansprüche
  3. http://www.hna.de/lokales/frankenberg/korbach-ort55370/nach-verurteilung-ex-landrat-eichenlaub-will-revision-gehen-6198233.html HNA.de 10. März 2016: http://www.hna.de/lokales/frankenberg/korbach-ort55370/nach-verurteilung-ex-landrat-eichenlaub-will-revision-gehen-6198233.html