Heinrich-Sohnrey-Realschule

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Die vormalige Heinrich-Sohnrey-Realschule, die derzeit Realschule II heißt, befindet sich in Hann. Münden und besteht seit 1957. Sie ist zunächst als Landkreisschule des Altkreises Münden gegründet worden.[1]

Umbenennung der Schule

Der Schulausschuss des Göttinger Kreistags hat am 24. November 2011 einstimmig beschlossen, den Namen Heinrich-Sohnrey-Realschule in Hann. Münden aufzuheben.

Das Gremium war der Auffassung, dass der Sollingdichter Sohnrey durch seine Verstrickung in den Nationalsozialismus kein Vorbild sein kann für junge Leute in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft. Vor allem die Quellenanalyse des Göttinger Literaturwissenschaftlers Prof. Frank Möbus habe gezeigt, dass Sohnrey ein Wegbereiter des Nationalsozialismus gewesen ist.[2]

Einzugsbereich

Zu ihrem Einzugsbereich gehören derzeit die Ortsteile Bonaforth, Gimte, Hedemünden, Hemeln einschließlich Glashütte und Bursfelde, Laubach, Lippoldshausen, Mielenhausen, Oberode, Volkmarshausen und Wiershausen sowie der Stadtteil Neumünden der Stadt Hann. Münden, der Ortsteil Speele der Gemeinde Staufenberg und die Gemeinde Reinhardshagen.

Schulbetrieb

Zur Zeit besuchen rund 400 Schüler die Schule. Unterrichtet werden sie von 29 Lehrkräften unter der Leitung von Rektor Rudolf Selke und Konrektor Hartmut Lau.

Namensgeber

Die Schule wurde nach Heinrich Sohnrey benannt. Er kam 1859 in Jühnde zur Welt und wirkte zunächst als Lehrer im Solling. Er war Sprachforscher, Agrarpolitiker und Dichter. Er setzte sich als Sozialreformer vor allem für die ländliche Bevölkerung ein, veröffentlichte zahlreiche Schriften und erhielt Ehrentitel von mehreren Universitäten verliehen.

Quellen und Links

  1. Homepage der Realschule II
  2. Aus HNA.de vom 24. November 2011: Sohnrey nicht mehr Namensgeber der Schule in hann. Münden