Heini Weber

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Heini Webers Tochter Marianne Kern hat unter anderem aus der sportlichen Laufbahn ihres Vaters unzählige Bilder. Auf den Foto ist Weber (links) am 15. April 1928 in Bern auf einen Spaziergang mit seinen Nationalmannschafts-Kameraden vor dem Spiel gegen die Schweiz zu sehen, das Deutschland 3:2 gewann. Weber kam nicht zum Einsatz.
Heini Weber (2. von rechts) im Trikot des SV Kurhessen

Heinrich "Heini" Weber (* 21. Juni 1900 in Kassel; † 22. Januar 1977 in Kassel) war ein deutscher Fußballspieler.

Heini Weber kam von 1928 bis 1931 zu zwölf Einsätzen in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und nahm dabei auch an den Olympischen Spielen 1928 in Amsterdam teil. Beim olympischen Turnier kam er beim 4:0 gegen die Schweiz (28. Mai) und beim 1:4 gegen Uruguay (3. Juni) zum Einsatz.

Zunächst aber turnte Weber beim TV 1860 Marburg, bevor er den Fußball für sich entdeckte. Seine vier Schwestern versteckten gegen den Willen der Eltern seine Spielkleidung in der Gartenlaube, wo Weber sie holte und sich klammheimlich in Richtung Sportplatz davonstahl.

Mit 16 Jahren stürmte er bei Marburg 1917, mit 21 wechselte er zum VfB Leipzig. Der Stürmer wurde zum Verteidiger umgeschult, kam 1923 nach Kassel. Für den SV Kurhessen spielte er 22 Mal in der westdeutschen Auswahl und lief ab 1928 zwölf Mal für die Nationalmannschaft auf, zwei Mal als Kapitän. Am 28. Mai 1928 gab er sein Debüt beim 4:0 gegen die Schweiz, beim 0:6 gegen Österreich trug er zum letzten Mal den Adler; Knieprobleme beendeten seine Fußballerkarriere.

Nach dem Zweiten Weltkrieg betätigte er sich beim KSV Hessen Kassel; er war dort unter anderem auch Leiter der Fußballabteilung und stand dem Verein beratend zur Seite.

Der Augenoptikermeister gründete bereits 1930 in der Hohenzollernstraße, der heutigen Friedrich-Ebert-Straße, ein Optik-, Foto- und Radiofachgeschäft, das 1949 in die Wilhelmsstraße umsiedelte und heute noch als Optik- und Akustikfachgeschäft besteht.

Historische Sportfotos

Weitere Bilder zu den Kasseler Nationalspielern Hensel, Metzner und Weber unter: Historische Sportfotos

siehe auch

Weblinks