Heimeradskapelle

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Älteste Kirche Kirchditmolds

Sie befand sich im mittleren östlichen Bereich auf dem Terrain des heutigen "Oberen Schulhofes" der Friedrich-List-Schule neben einem dort früher befindlichen Brunnen. Die Heimeradskapelle in Kirchditmold dürfte im 8. Jhdt. auf einer vorchristlichen bzw. frühchristlichen geweihten Stätte neben "Thiethmali", der "Gerichtsstätte des Volkes" errichtet worden sein.

1019 wird in der "Vita Sancti Haimeradi Presbiteri, Auctore Ekkeberto" (MG SS 10,601) erwähnt, dass Kirchditmold zwei Kirchen habe, eine alte halb verfallene Kapelle und eine Taufkirche ("Post haec venit in Diethmelle; ubi cum essent duae ecclesiae, una baptismalis et una vetus neglecta, hanc sibi Haimeradus a presbitero loci istius impetravit ad celebranda ibidem divina mysteria.")

Als der Heilige Heimerad, geboren um 970 zu Meßkirch im Allgäu, gestorben und begraben 1019 zu (Burg)-Hasungen, Anfang des 2. Jahrtausends n. Chr. (vor etwa Tausend Jahren) in Kirchditmold eintraf, wies ihm der Archipresbyter, der Erzpriester zu Diethmelle (Thiethmali), die alte, wahrscheinlich schon über 250 Jahre bestehende "Alte Kapelle" als Wirkungsbereich zu.

Im Gedenken an den außergewöhnlichen, asketischen aber auch exzentrischen Heiligen (er wurde aus Kirchditmold vertrieben) benannte man die später wegen Baufälligkeit abgebrochene Kapelle "Heimeradskapelle".

siehe auch