Heimbach (Gilserberg)

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Heimbach
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Schwalm-Eder-Kreis
Gemeinde: Gilserberg
Einwohner: ca. 80
Postleitzahl: 34630
Vorwahl: 06696
Kfz-Kennzeichen: HR
Gemeindeverwaltung: Bahnhofstraße 40
34630 Gilserberg
Bürgermeister: Rainer Barth
Ortsvorsteher:

Heimbach ist ein Ortsteil der nordhessischen Gemeinde Gilserberg im Schwalm-Eder-Kreis mit ca. 80 Einwohnern.

In Heimbach gab es eine legendäre Dorfkneipe. Sie wurde von Heinrich Kuche bis zu seinem Tode geführt.

Lage und Gemarkung

Heimbach liegt an einem auslaufenden Nordhang des Burgbergs der rund 300 m südlich gelegenen "Raubenburg" oder "Heimburg", von der nur noch Reste der ehemaligen Befestigungsanlage erhalten sind. Der Ort zieht sich bis in eine Talniederung des Heimbachs. Auf einem Geländeabsatz im Oberdorf befindet sich die Dorfkirche.

Von Westen kommt die Landesstraße 3342 von Gemünden (Wohra)|Gemünden über Schiffelbach nach Heimbach und führt dann weiter Richtung Osten, wo sie schließlich auf die Bundesstraße 3, die alten Landstraße von Frankfurt nach Kassel, trifft.

Die Gemarkung Heimbach hat ein Fläche von ca. 394 Hektar.

Geschichte

Heimbach wird erstmals als "Hembach" im Jahr 1243 in einer Urkunde des Klosters Haina erwähnt, in der Widukind von Naumburg auf alle Ansprüche gegen das Kloster aus seinen Gütern in Heimbach verzichtet. Das Kloster Haina erwirbt 1268 weitere Güter in Heimbach, als Ritter Rudolf genannt von Marburg seine sämtlichen Güter in Heimbach an das Kloster verkauft. Ab 1269 ist auch der Zehnte zu Heimbach im Besitz des Klosters. Die Besitzungen werden dem Kloster 1276 von den Grafen von Ziegenhain bestätigt.

Im Jahr 1312 wird in Heimbach erstmals ein Pfarrer erwähnt. Im gleichen Jahr ist auch ein Gericht Heimbach erwähnt, das sich die von Heimbach, nach dem Verkauf des größten Teils ihres örtlichen Besitzes an das Kloster Haina, vorbehalten. 1358 wird Heimbach von Graf Gottfried von Ziegenhain als "sein Dorf" bezeichnet. Ab 1364 gehört Heimbach dann zum Amt Gemünden.

1424 wird das Dorf an die Adligen von Schutzbar verpfändet.

1556 hat der Landgraf das Patronat über die Kirche inne. Das Dorf gehört nun zum Amt Schönstein. Während Heimbach 1557 noch als eigene Pfarrei erwähnt ist, ist die Heimbacher Kirche ab 1569 als Filiale von Sachsenhausen erwähnt. 1585 werden in Heimbach 20 Hausgesesse verzeichnet.

Ab 1624 ist die Kirche von Heimbach eine Filiale von Josbach. Im Jahr 1630 hat das Dorf Heimbach an den Landgraf Frondienste in Form von 1 1/2 Wagenfuhren zu leisten. Ab 1673 wird die Kirche wieder nach Sachsenhausen eingepfarrt. 1681 hat Heimbach nur noch 7 Hausgesesse.

Im Jahr 1747 ist das Dorf wieder auf 26 Hausgesesse angewachsen.

Im Königreich Westphalen bilden die Franzosen von 1807 bis 1813 das Kanton und Friedensgericht Gemünden, das zum Distrikt Marburg zählt. Hierzu gehört auch Heimbach. Nach der Wiedererrichtung des Kurfürstentums werden 1814 die bisherigen Ämter neu eingerichtet und Heimbach gehört zum Amt Treysa. Im Jahr 1819 wird die baufällige Fachwerkkirche abgerissen und durch die noch heute bestehende Kirche ersetzt. 1821 wird im Rahmen der Kurhessischen Verwaltungsreform in Treysa ein Justizamt eingerichtet, zu dem auch Heimbach gehört. Außerdem ist das Dorf seitdem Teil des neuen Kreises Ziegenhain. Da der Friedhof um die Kirche zu klein geworden ist, wird 1829 auf der so genannten "Mahle" ein neuer Friedhof angelegt. 1838 hat das Dorf 166 Einwohner. Ab 1867 gehört Heimbach zum Amtsgericht Treysa. Im Jahr 1885 leben in Heimbach 134 Menschen.

Seit 1903 ist die Kirche eine Filiale von Lischeid.

Im Jahr 1925 hat Heimbach 138 Einwohner.

1933 bis 1943 gehört Heimbach zum Amtsgericht Gemünden, ab 1943 dann zum Amtsgericht Kirchhain. 1939 leben in Heimbach 131 Menschen.

Das Dorf hat 1961 126 Einwohner. Seit 1968 ist Heimbach dem Amtsgericht Treysa zugeordnet.

Seit dem 31. Dezember 1971 ist Heimbach ein Ortsteil der Gemeinde Gilserberg. Am 1. Januar 1974 wird Heimbach, zusammen mit der Gemeinde Gilserberg, Teil des neu gebildeten Schwalm-Eder-Kreises.

Sehenswürdigkeiten

  • Dorflinde

Weblinks


Ortsteile der Gemeinde Gilserberg

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