Heimatmuseum Northeim

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Das Heimatmuseum Northeim befindet sich heute in Northeim im Haus Am Münster 32/ 33.

Geöffnet ist das Museum dienstags bis sonntags von 10 bis 12 Uhr sowie dienstags, donnerstags und freitags von 14 bis 17 Uhr.

Ausstellung

Eingang des Heimatmuseums Northeim
Die Dauerausstellung zur Stadtgeschichte bietet Informationen zu den Themen "Die Grafen von Northeim", "das Kloster St. Blasien", "Rat und Bürgerschaft, Gilden und Zünfte", die "Geschichte des Northeimer Bahnhofs" oder "Northeim 1848 bis 1948" und im historischen Gewölbekeller zum "Höckelheimer Münzfund". Mit über 17.000 Silbermünzen und zwei Silberbarren ist er der größte erhaltene mittelalterliche Münzfund Niedersachsens.

Gegenüber dem Museum liegt das "Reddersen-Haus", in dem die Wohnverhältnisse in einem Ackerbürgerhaus des ausgehenden 19. Jahrhunderts dargestellt werden.

Geschichte

Hervorgegangen aus einem fränkischen Herrenhof an der Kreuzung zweier Handelswege entstand auf Wunsch des Grafen Otto von Northeim um 1100 das Kloster Sankt Blasien. In dessen Schutz entwickelte sich die Marktsiedlung Northeim.

Im Jahre 1252 erfolgte die Verleihung der Stadtrechte. Von 1384 bis 1554 war Northeim sogar Hansestadt. Die Stadt erwarb Markt und Münzrechte.

1539 wurde die vom Reformator Anton Corvin aufgestellte "Northeimer Kirchenordnung" von Rat und Bürgerschaft angenommen. Die Stadt wurde protestantisch, die neue Stadtkirche St. Sixti geistlicher Mittelpunkt, nicht mehr das Kloster.

Mit dem 30-jährigen Krieg, in dem Northeim mehrfach belagert und geplündert wurde, begann der wirtschaftliche Niedergang der Stadt. Erst mit dem Bau der Eisenbahn erfolgte eine neue Blütezeit. 1854 erhielt Northeim einen Eisenbahnanschluss, seit 1878 ist die Stadt Eisenbahnknotenpunkt, denn hier kreuzen sich die Nord-Süd-Trasse (Hamburg-Hannover-Kassel) mit der West-Ost-Linie (Halle-Nordhausen-Bodenfelde-Ottbergen-Ruhrgebiet). Industrieunternehmen und immer mehr Behörden siedelten sich an. Aus der Ackerbürgerstadt entwickelte sich eine moderne Verwaltungs- und Dienstleistungsstadt.

Als Ende der 1960-er Jahre der Northeimer Stadtkern wurde neu gestaltet wurde, bestand auch an Haus und Grundstück in der Stubenstraße, dem Standort des ehemaligen Heimatmuseums, großes Intersse. Die Mitglieder des Heimat- und Museumsvereins schenkten der Stadt das Grundstück und bekamen im Gegenzug 1978 ein Museum im Haus St. Spiritus – mit der Stadt als Träger. Seitdem betätigt sich der Verein noch als Förderer des Museums. Zur 100-Jahr-Feier des Vereins im Jahre 2010 wurde gemeinsam mit dem Stadtarchiv Northeim eine Ausstellung zur Vereinsgeschichte gestaltet.

siehe auch

Weblinks