Haueda
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Haueda ist ein Stadtteil der nordhessischen Stadt Liebenau.
In dem Dorf wohnen etwa 380 Einwohner.
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Gemarkung und Lage
Der Ort liegt unmittelbar an der Grenze zwischen Hessen und Nordrhein-Westfalen im Landkreis Kassel.
Die Gemarkung hat eine Fläche von 669 Hektar.
Geschichte
Aus der Ortsgeschichte
In Steinbrüchen bei Lamerden und Haueda befindet sich die größte fossile Fundstelle in Nordhessen. Unter anderem wurden hier im Muschelkalk die Überreste von Nothosauriern und von fossilen Seelilien gefunden.
Die Gegend um Haueda ist seit langer Zeit besiedelt, wie die Hügelgräber "Auf der Lied" oder das Gräberfeld "Auf dem Grundberg" belegen.
Zwischen 850 und 870 wird der Ort als "Hawide" oder auch "Houwede" erstmals urkundlich erwähnt. Nach dem Lehnsregister des Stifts Neuenherse aus dem Jahr 1403 hatte Johann von Houwede das Amt zu Haueda inne, nach seinem Tode Burchardt von Pappenheim aus Liebenau, in dessen Familie es lange Zeit blieb.
Schon 1309 wird Herbold von Pappenheim zu Liebenau urkundlich erwähnt, der zahlreiche Ländereien in Haueda erwarb, ebenso dessen Söhne Burchard von Pappenheim (Probst von Bustorf bei Paderborn) und sein Bruder, der Knappe Herbold von Pappenheim sowie deren Nachkommen. Auch die Ländereien, die das Kloster Bödicken in Haueda besaß, gingen im 14. Jahrhundert zumeist in den Lehnsbesitz der Familie von Pappenheim über.
Im 14. und 15. Jahrhundert war der Ort in ständige Fehden zwischen den hessischen Landgrafen und den Herren Spiegel von Desenberg verstrickt.
Kirchengemeinden
Die heutige evangelische Kirche wurde im Jahre 1887 im neugotischen Baustil erbaut und 2005 restauriert, der romanische Turm ist älteren Datums und ist mit dem Kirchenschiff durch einen Rundbogen verbunden. Schon im Mittelalter bestand eine Kirche in Haueda und noch im 18. Jahrhundert wurden hier Mitglieder der Familie von Pappenheim beigesetzt. Zur Kirchengemeinde gehörte seinerzeit auch der nahe gelegene Ort Grimelsheim.
Als nach der Reformation die am 21. Oktober 1521 beschlossene hessische Kirchenordnung auch in Haueda eingeführt wurde, gehörten zu den ersten protestantischen Pfarrern Johann Kommel und Bartholomäus Meltzer.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde im Jahre 1957 das katholische Gotteshaus "St. Albert" in Haueda errichtet. Zahlreiche Heimatvertriebene mit zumeist katholischer Konfession fanden nach dem Krieg im ehemaligen Kreis Hofgeismar auf Dauer eine neue Heimat.
In den 1950er und 1960er Jahren entstanden auch in anderen Orten im ehemaligen Kreis Hofgeismar zahlreiche neue katholische Gotteshäuser in dem seit der Reformation stark protestantisch geprägten Kreisgebiet.
Eisenbahnverbindung
Seit Mitte des 19. Jahrhundert besteht eine Anbindung des Orts an die Eisenbahn. Am 6. Februar 1851 wurde die Eisenbahnverbindung von Haueda nach Warburg durch die Friedrich-Wilhelms-Nordbahn fertiggestellt.
Seit Mai 2005 verkehrt die RegioTram auf der Strecke Kassel – Hofgeismar – Warburg.
Literatur
- Kreis Hofgeismar, Handbuch des Heimatbundes für Kurhessen, Waldeck und Oberhessen III, Marburg/Lahn 1966, S. 113 ff.
- Gustav Rabe von Pappenheim, Beiträge zur älteren Geschichte Hauedas von 1360 - 1577, in: Heimatjahrbuch für den Kreis Hofgeismar 1970, S. 41 ff.
Radwandern und Wandern
Diemel-Radweg
Der Diemel-Radweg verläuft aus Richtung Warburg an der Diemelmühle entlang in Richtung Haueda und von dort weiter über Liebenau bis zur Wesermündung in Bad Karlshafen.
Eco-Pfad
Sehenswürdigkeiten
Sehenswürdigkeiten am Ort
Sehenswürdigkeiten in der Umgebung
siehe auch
Vereine
- Freiwillige Feuerwehr Haueda; im Jahr 2008 wurde das 75-jährige Bestehen gefeiert.
- Schützenverein 1864 Haueda e.V.
- SPD Liebenau
Wandern
Grenzstein-Wanderung
Interessante Eindrücke verspricht dem anspruchsvollen Wanderer die Grenzstein-Wanderung zwischen Hessen und Westfalen.
Weblinks
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