Hatzfeld

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Hatzfeld (Eder)
Burgruinehatzfeld.jpg
Die Burgruine in Hatzfeld
(Foto: Klaus Jungheim, Copyright: HNA)
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Waldeck-Frankenberg
Höhe: 330 - 430 m
Fläche: 58,51 km²
Einwohner: 3.164 (31. Dezember 2011)
Postleitzahl: 35116
Vorwahl: 06452
Kfz-Kennzeichen: KB
Adresse der
Stadtverwaltung:
Im Hain 1
Website: www.hatzfeld-eder.de
Bürgermeister: Uwe Ermisch (SPD)

Die Stadt Hatzfeld mit etwa 3.500 Einwohnern liegt im Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Burgruine Hatzfeld

Die im 13. Jahrhundert erbaute Stammburg der Herren von Hatzfeld, um das Jahr 1138 als de Hepisvelt erstmals urkundlich erwähnt, liegt an einem Berghang über dem Edertal.

Sehenswert ist auch der Schneitelwald an der Burg. Auf dem Burgberg und in den Ederauen von Hatzfeld sind verschiedene Blumen- und Kräuteroasen entstanden. Zwischen Sträuchern und Bäumen sind mehr als 70 Heilkräuter zu finden.

Geografie

Lage

Hatzfeld liegt in Hessen im oberen Edertal nordwestlich von Marburg und nördlich der Sackpfeife (674 m) im Tal der Eder.

Die Gemarkungsgröße von Hatzfeld beträgt 33.537.755 m².

Gliederung

Die Stadt besteht seit der kommunalen Gebietsreform in den 1970-er Jahren neben der Kernstadt aus den Stadtteilen Biebighausen (1971), Holzhausen (1972), Reddighausen und Eifa (1974). Zum Stadtbereich gehören außerdem die Weiler Ebenfeld, Lindenhof, Hof Roda, Oberndorf und Hof Schafhort.

Von den ca. 3.500 Einwohnern lebt etwa die Hälfte in der Kernstadt. (Einwohner am 28.01.2004: 1750 (Kernstadt) und 3487 insgesamt).

Geschichte

Das Stadtbild bestimmen zahlreiche Fachwerkbauten, teilweise aus 18. Jahrhundert, darunter auch das Museumshaus aus dem Jahre 1769.

Die evangelisch-lutherische Kirche, ein verschieferter Fachwerkbau, stammt aus dem 17. Jahrhundert.

Auf halber Höhe des Burgbergs liegt die Emmauskapelle mit Wehrturm aus dem 12. Jahrhundert, einst die Kirche des Orts Nieder-Hatzfeld.

Deutlich jünger ist die katholische Kirche, die auf der Grundlage der ehemaligen Hubertuskapelle entstand, erweitert und umgebaut wurde.

Kirche

Evangelische Kirche

In dem südlich von Hatzfeld gelegenem Weiler Lindenhof entstand 1991/92 aus einer Jahrhunderte alten Hochscheune eine Fachwerkkirche, das kleinste Gotteshaus in Hessen.

Hessens kleinste Kirche ist der zweitschönste Kirchenbau in Hessen. Das zumindest haben die Zuschauer des Hessenfernsehens entschieden. [1]

Eine weitere Besonderheit ist die Emmaus-Kapelle (ehem. St. Cyriakus) mit heute flach gedecktem Westturm, die als dreischiffige, spätromanische Pfeilerbasilika mit quadratischem Chor errichtet wurde und mit der barocken Rindt-Orgel eines der ältesten bespielbaren Instrumente in Nordhessen birgt.

Katholische Kirche

Die St. Hubertus-Kapelle „Auf dem Rath" gehört zur katholischen Kirchengemeinde St. Marien, Battenberg. 1898 von dem damaligen Forstmeister Alfred Graf Korff Schmising-Kerssenbrock als private Grabkapelle erbaut, wurde sie nach dem Zweiten Weltkrieg der - durch Zuzug von Flüchtlingen aus dem Sudetenland und Schlesien - entstandenen katholischen Gemeinde als Geschenk übereignet und 1959 erweitert.

Museum

  • Museum in Ammes Haus: mit einer Ausstellung zum bäuerlichen Leben und Hebammenwesen; in einem Raum wird an die frühere Hatzfelder Hebamme Wilhelmine Schmitt erinnert.

Politik

Bürgermeister

  • Bürgermeister der Stadt Hatzfeld ist Uwe Ermisch (SPD).

Wahlkreise

MdB: Dr. Edgar Franke

MdL: Günter Rudolph

siehe auch

Tourismus und Freizeit

Hatzfeld bietet eine der kleinsten Kirchen und eine der ältesten Kirchenorgeln in Hessen.

Direkt an der Grenze des Stadtgebiets liegt einer der höchsten Berge Hessens - die Sackpfeife (674 m) mit Aussichtsturm.

Wussten Sie schon ...

  • ...dass Hatzfeld-Eder bereits im Jahr 968 in Verbindung mit einer Urkunde des Erzbischofs von Köln dokumentiert wird? Der darin enthaltene Ortsname „Hepisvelt“ bedeutet „Feld des Scheiterhaufens“. Es bestand hier wohl eine Begräbnisstätte, worauf auch das heutige Stadtwappen von Hatzfeld hinweist: zwei schwarze Haken im goldenen Felde. 1950 erhielt Hatzfeld übrigens seine alten Stadtrechte zurück.
    Arndt Böttcher, Frankenberg
  • ...dass in Hatzfeld der „Fürstliche Eisenhammer“ bestand? Im Salbuch von Hatzfeld wird 1675 ein Hammerwerk genannt, dass zur Ludwigshütte gehörte. 1687 wurde der Betrieb durch einen „so genannten Stahlhammer“ erweitert. Das von der Ludwigshütte bezogene Eisen wurde vorwiegend von Nagel- und Pinn-Schmieden im Edertal verarbeitet. 1740 nahm die fürstliche Regierung den Hammer wieder in Besitz. Infolge der technischen Verbesserung im Hüttenwesen wurde der „Hammer“ unrentabel, 1870 stillgelegt und Ende 1870 abgerissen.
    Robert Wolf, Battenberg

siehe dazu auch:

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. HNA-online vom 24.4.2011: Nur Limburger Dom ist schöner, als die kleine Kirche in Lindenhof

Weblinks


Städte und Gemeinden im Landkreis Waldeck-Frankenberg
WappenWaldeckFrankenberg.jpg

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