Harun Farocki

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Harun Farocki

Harun Farocki ist ein Filmemacher, der an der documenta X und der documenta 12 teilgenommen hat. Seine Frühen Werke aus den 1960er-Jahren sorgten für Aufsehen. Seit 1972 betätigt sich Farocki auch als Autor.

Leben und Werk

Farocki wurde 1944 in der damals von den Deutschen annektierten Tschechoslowakei geboren. Er studierte an der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin. Sein filmisches Werk umfasst 90 Produktionen, zu denen Spielfilme ebenso gehören wie Essay- oder Dokumentarfilme. Obwohl er dem Film stark verbunden ist, hat er auch eine Nähe zur Kunst.

Catherine David hatte Farocki 1997 zur documenta X eingeladen. Während der Ausstellung lief im Bali-Kino sein Film "Stillleben", der sich mit der Werbebranche auseinander setzt. Er zeigt, mit welchem Aufwand die Fotografie und der Film in Ablösung der Malerei heute Stillleben inszenieren. Es wird offenbar, dass der wahre Glanz auf falschem Schein beruht.

Zur documenta 12 hatte Harun Farocki eine 12-teilige Video-Installation im Fridericianum geschaffen. Die Arbeit "Deep Play" simulierte eine statistisch-mathematische Analyse des WM-Endspiels von 2006: Der Spielverlauf wird aus allen denkbaren Perspektiven gezeigt. Die digital bearbeiteten Aufnahmen werden zudem durch einen Animationsfilm, der das Spielgeschehen auf die Second-Live-Ebene überträgt, ergänzt.

siehe auch

Weblinks und Quellen