Habichtswald (Gemeinde)

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Habichtswald
Kirche-Dörnberg.JPG
Kirche im Ortsteil Dörnberg
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Kassel
Einwohner: ca. 5.300
Adresse der
Stadtverwaltung:
Breiter Weg 4
34317 Habichtswald
Website: www.habichtswald.de

siehe auch: Naturpark Habichtswald


Habichtswald ist eine Gemeinde im Landkreis Kassel in Nordhessen mit etwa 5.300 Einwohnern.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Lage

Die Gemeinde liegt im Naturpark Habichtswald.

Nördlich des Ortsteils Dörnberg liegt der gleichnamige Dörnberg (auch: Hoher Dörnberg) mit 579 m Höhe, südlich der Essigberg im Naturpark Habichtswald mit 595 m.

Östlich von Dörnberg liegen die Burgruine Igelsburg und zwei Seen: der Silbersee und das Höllchen.

Durch das Gemeindegebiet fliessen die Warme und der Laubach.

Ortsteile

Ortsteile von Habichtswald sind Dörnberg (Sitz der Gemeindeverwaltung) und Ehlen.

Geschichte

Die beiden Ortsteile Dörnberg und Ehlen wurden bereits im Jahre 1074 in einer Schenkungsurkunde des Klosters Hasungen erwähnt. So stellte im Jahre 1074 Siegfried, der Erzbischof von Mainz, eine Schenkungsurkunde für das Kloster Hasungen aus, mit der auch die Pfarrkirche von Ehlen mit ihrem Besitz dem Kloster zugesprochen wurde.

Die Kirche in Dörnberg stammt vermutlich aus dem 12. Jahrhundert. Zunächst wurde der Wehrturm genannt, in dem sich eine Kapelle befand. Daran anschließend entstand im Laufe der Jahrhunderte die heutige Kirche mit sehenswerten Wandbildern im Chorraum aus dem frühen 16. Jahrhundert.

Im elften Jahrhundert standen vermutlich nur wenige Häuser am Nordabhang des Habichtswaldes, da das untere Gebiet wohl versumpft und nicht bewohnbar war, weiß der Heimat- und Geschichtsverein zu berichten. Später wurde dieser Teil trockengelegt und die Erlenbüsche gerodet.

Blick auf den Ortsteil Dörnberg

Bis zur Gründung der Stadt Zierenberg im Jahr 1298 gehörte Dörnberg kirchlich zu Lutwardessen, das zwischen Dörnberg und Zierenberg lag. Mit Auflösung des heute als Leutzewarden bezeichneten Ortes wurde Dörnberg Pfarrdorf und übernahm die Rechte von Lutwardessen. Hierdurch stieg wohl auch die Bedeutung des Ortes, was sich im Kirchenbau niederschlug und seinen Höhepunkt in den Fresken und Gemälden in der Kirche von 1509 fand.

Der älteste noch erhaltene Kirchenbau im ehemaligen Landkreis Wolfhagen ist allerdings der Sandsteinbau aus dem 11. Jahrhundert am Kirchplatz im Ortsteil Ehlen, der später als Zehntscheune genutzt wurde.

Ehlen war schon im 11. Jahrhundert ein bedeutendes Kirchdorf und wurde auf einer Anhöhe zwischen den beiden Bächen Warme und Erle errichtet. Mittelpunkt der Dorfes ist bis heute die Kirche mit ihrem mächtigen Kirchturm aus dem 12. Jahrhundert.

Bis zur Auflösung des Klosters Hasungen im Zuge der Reformation war das Dorf eng mit dem Kloster verbunden. Im Hasunger Salbuch aus dem Jahre 1510 sind auch die Abgabepflichten der Ehlener Bewohner an das Kloster beschrieben, ebenso in welchen Flurbereichen die Ländereien der Dorfbewohner lagen.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Ehlener Kirche mehrfach, zuletzt im Jahre 1646, zerstört. Die durch den Krieg stark belastete Bevölkerung von Ehlen hat das Gotteshaus unter schwierigsten Bedingungen immer wieder aufgebaut.

Dörnberg und Ehlen waren Dörfer der Landgrafschaft Hessen-Kassel (später: des Kurfürstentums Hessen) und ab 1866 der preußischen Provinz Hessen-Nassau.

Im Zuge der hessischen Gebietsreform schlossen sich zum 1. Januar 1972 die bis dahin eigenständigen Gemeinden Dörnberg und Ehlen zur neuen Gemeinde Habichtswald zusammen.

Kirchen

Ehlener Kirche

Dörnberg

Die Kirche in Dörnberg stammt vermutlich aus dem 12. Jahrhundert. Zunächst wird der Wehrturm genannt, in dem sich eine Kapelle befand. Daran anschließend entstand im Laufe der Jahrhunderte die heutige Kirche mit sehenswerten Wandbildern im Chorraum aus dem frühen 16. Jahrhundert.

Ehlen

Ehlen war schon im 11. Jahrhundert ein bedeutendes Kirchdorf. Der älteste noch erhaltene Kirchenbau im ehemaligen Landkreis Wolfhagen ist das Steinhaus „Steinscheuer“, ein Sandsteinbau aus dem 11. Jahrhundert am Ehlener Kirchplatz, das später als Zehntscheune genutzt wurde. Auf der Rückseite der ehemaligen Kapelle ist ein Flachrelief aus dem 11. Jahrhundert erhalten geblieben.

Danach entstand im 12. Jahrhundert die Dorfkirche mit ihrem mächtigen Kirchturm, die bis heute Mittelpunkt der Dorfes ist.

Kultur

Auf der Waldwiese am Höllchen (einem Natursee nahe dem Ortsteil Dörnberg im Naturpark Habichtswald) findet alljährlich das „Fest der leisen Töne“ statt.

Jedes Jahr im August kommen Liedermacher, Musiker, Poeten, bildende Künstler und andere, um am Höllchen in Dörnberg das Fest zu gestalten. Festivalgelände ist die Wiese oberhalb des Sees.

Literatur

Museen

Persönlichkeiten

Politik

Bürgermeister

Bürgermeister der Gemeinde Habichtswald ist Thomas Raue.

Gemeindevertretung

Ergebnis der Kommunalwahl 27. März 2011 % Sitze
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 26,4 6
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 73,6 17


Partnerschaft

Partnergmeinde von Habichtswald ist Solt in Ungarn.

Politische Parteien

Wahlkreise

Bundestag

Michael ist Bundestagsabgeordneter (SPD) für den Wahlkreis 168

Ullrich Meßmer ist Mitglied des Deutschen Bundestages (SPD) für den Wahlkreis 168

Im Wahlkreis 168 leben rund 243.000 Menschen in 29 Städte und Gemeinden des Landkreises Kassel und im Landkreis Waldeck-Frankenberg

Weitere Informationen auf der Internetseite des Abgeordneten: Ullrich Meßmer (MdB)


Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten am Ort

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

siehe auch

Künstlernekropole im Habichtswald

Vereine

Freiwillige Feuerwehr Habichtswald-Ehlen e.V.

Die Freiwilligen Feuerwehr Habichtswald-Ehlen übt als öffentliche Einrichtung der Gemeinde die Aufgaben des Brandschutzes und der Technischen Hilfeleistung aus.

(Kontakt: Freiwillige Feuerwehr Habichtswald – Ehlen, Oderweg 1, 34317 Habichtswald)

Sport

Weitere Vereine

Wandern

Märchenlandweg

Von Dörnberg bis nach Harleshausen

Ein Wandervorschlag des Rhönklubs Kassel

Wandertipp

Die Wanderung beginnt in Habichtswald-Dörnberg. Von der Bushaltestelle wenden wir uns zur Kirche hin. Wir laufen in die Zierenberger Straße und gehen in der Abbiegung geradeaus, um dem ersten Weg rechts Richtung Kressenbom vor dem Wald zu folgen. In der Feldmarkung vor dem Katzenstein führt uns der Weg aufwärts und vereinigt sich mit dem Weg Nr. II, auf dem wir bis zur Wegkreuzung bleiben. Hier gehen wir rechts auf dem Märchenlandweg und F-Weg unterhalb des Hohlesteins entlang, eines alten Ringwalles.

Teilweise am Waldrand Richtung Osten kommen wir bald an die Schleife der B 251, die wir mit Vorsicht queren. Am Gasthaus Ahnetal halten wir uns links der Straße und gehen nach der Kurve auf dem F-Weg, der alten Wolfhager Straße, eine längere Strecke durch den Wald bis zum Mosthof. Hier biegt links ein Zuweg zum Blindenpfad ab, den wir abwärtsgehend benutzen. Wir queren die Rasenallee und kommen in das Quellgebiet des Geilebaches. Unser Weg führt jetzt durch die Hilgenbergstraße bis Falkenstraße. Hier rechts zur Eschebergstraße bis zur Wolfhager Straße. Dort beenden wir unsere Wanderung, können aber noch bei Papen Änne einkehren. Von Harleshausen kommen wir mit dem Buslinien 10 und 24 in die Stadt zurück.

Rhönklub: Andreas Koch, Telefon/Fax 05 61-87 11 80. Wanderungen jeden Dienstag und alle 14 Tage sonntags.

Habichtswaldsteig

Zum Vergrößern anklicken: Streckenverlauf des Habichtswaldsteiges

Der Habichtswaldsteig ist ein 85 Kilometer langer Wanderweg in Nordhessen. Der Premium-Wanderweg führt vom Edersee vorbei an Naumburg, Wolfhagen, Bad Emstal, Niedenstein und Schauenburg, vorbei am Kasseler Herkules nach Habichtswald und Zierenberg. Er kann aber auch andersherum gelaufen werden.

Auf ihrer Tour werden Wanderer vom scharfen Blick des Habichts begleitet. Der Greifvogel, der in der Region zu Hause ist, ist das Symbol für den neuen Habichtswaldsteig. Passend dazu lautet das Motto: "Auf den Schwingen des Habichts".

Der zweite Charakter des Habichtswaldsteiges ist der Bezug zur Grimmheimat und damit zu Märchen. Um den Berg der Fee läuft der Wanderer bei Breuna, im Land der Riesen befindet er sich bei Wolfhagen und im Tal der Quellen bei Naumburg. Auf der Burgruine der Schauenburg kann der Wanderer von vier überdimensionalen Thronen aus Eichenholz den Blick herrschaftlich über die weite Landschaft schweifen lassen.

Auf vier Etappen lässt sich der Habichtswaldsteig erwandern.

Weblinks




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WappenLkKassel.jpg

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