Guxhagen

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Guxhagen ist eine nordhessische Gemeinde südlich von Kassel im Schwalm-Eder-Kreis.

Guxhagen
Guxhagen mit Benediktinerkloster Breitenau
(Foto: Günther Pöpperl )
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Schwalm-Eder-Kreis
Einwohner: 5.345 (2007)
Postleitzahl: 34302
Vorwahl: 05665
Kfz-Kennzeichen: HR
Gemeindeverwaltung: Zum Ehrenhain 2
Website: www.guxhagen.de
Bürgermeister: Edgar Slawik (parteilos)

Inhaltsverzeichnis

Gemeinde Guxhagen

Lage

Guxhagen, die Großgemeinde im nördlichen Teil des Schwalm-Eder-Kreises an der Fulda und Grenzgemeinde zum Landkreis Kassel verfügt über eine gute Verkehrsanbindung. Mit der Bundesautobahn A 7 und der Eisenbahnstrecke Kassel – Bebra ist Guxhagen wesentlich zur Stadt Kassel orientiert.

Die Sportstätten, ein beheiztes Schwimmbad und gut ausgebaute Wander- und Radwege im Gemeindebereich sowie in den nahen Staatswäldern (Söhre und Quiller) bieten ein breites Erholungsspektrum.

Ortsteile

Über 30 Jahre ist es her, dass sich die ehemals selbständigen Gemeinden Guxhagen, Albshausen, Büchenwerra, Ellenberg, Grebenau und Wollrode zu einer Großgemeinde zusammenschlossen. Eine vom Gesetzgeber gewollte Gebietsreform auf freiwilliger Basis.

Geschichte

Aus der Ortsgeschichte

Der Ort blickt auf eine lange Siedlungsgeschichte zurück, was jungsteinzeitliche Fundstücke, zwei vorchristliche verzierte Menhire aus der Zeit 1800 v. Chr. belegen.

Guxhagen stand stets im Schatten des direkt in der Nähe liegenden Klosters Breitenau, das 1113 von Graf Werner von Grüningen gegründet wurde und das im Jahre 1119 von den ersten 12 Benediktinermönche aus dem schwäbischen Kloster Hirsau mit ihrem Abt Drutwin bezogen wurde.

1352 wurde der Ort Guxhagen erstmals als Kukushayn urkundlich erwähnt.

Eine Fuldabrücke verbindet seit 1883/84 die Ortsteile Guxhagen und Breitenau, die bis dahin nur durch einen Fährbetrieb und eine Furt verbunden waren.

Die heutige Großgemeinde entstand im Zuge der hessischen Gebietsreform in den 1970-er Jahren aus den Gemeinden Guxhagen, Albshausen, Büchenwerra, Ellenberg, Grebenau und Wollrode.

Klosteranlage in Breitenau

Kloster Breitenau

Das ehemalige Benediktinerkloster liegt gegenüber von Guxhagen und gilt als dessen "Keimzelle".

  • Das im Jahre 1113 von Graf Werner von Grüningen in der "breiten Aue" ehemalige Benediktinerkloster liegt gegenüber dem Ort am anderen Ufer der Fulda.
  • Die Klosterkirche, einst der Heiligen Maria geweiht, ist das wichtigste Beispiel der Hirsauer Bauschule in Hessen. Die dreischiffige, flachgedeckte Basilika im romanischen Stil hat eine Länge von 54 Metern und ist 18 Meter breit. Chor und Querschiff wurden im Jahr 1145 fertiggestellt. Im Bereich des Mittelschiffes wurde die Kirche mit aufwändigen Ornamenten ausgestattet, die sich zum Teil bis heute erhalten haben.
  • Nach der Einführung der Reformation in Hessen (1526) durch Landgraf Philipp I. (1509 - 1567) wurde das Kloster aufgehoben. Guxhagen wurde 1527 evangelisch.
  • Das Konzentrationslager Breitenau wurde am 15. Juni 1933 im Bereich des Klosters Breitenau für sogenannte politische Gefangene eingerichtet.
  • Der Fördervereins "Ehemalige Synagoge" e. V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieses bedeutsame Kulturgut zu erhalten.

siehe auch:

Ehemalige jüdische Synagoge

Die Synagoge der ehemaligen jüdischen Gemeinde in Guxhagen wurde Anfang des 19. Jahrhunderts in der Untergasse errichtet und erinnert heute an die jüdische Gemeinde und einen bedeutsamen Teil der Geschichte Guxhagens.

Kirchen

Kilianskapelle am 19.10. 2009

Museen und Gedenkstätten

Gedenkstätte Breitenau

Schmiedemuseum

Das Schmiedemuseum in Guxhagen (Sellestraße) zeigt die Arbeitsmittel und Werkzeuge aus einer ehemaligen Eisenschmiede.

Das Museum wird vom Heimat- und Verkehrsverein Guxhagen unterhalten.

Politik

Gemeindevertretung

Kommunalwahl 2006 Gemeindeverband Guxhagen % Sitze
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 48,0 15
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 20,9 7
GL Gemeinschaftsliste Guxhagen 23,6 7
GÜNE Bündnis 90/Die Grünen 7,5 2

MdB: Dr. Edgar Franke

Ortsbeirat

  • Bätzing, Gerd (Gemeindevertreter SPD)
  • Bornmann, Ulrich (Gemeindevertreter CDU)
  • Brandenstein, Ulrich (Ortsbeiratsmitglied SPD)
  • Günther, Bettina (Ortsbeiratsmitglied GL)
  • Rysiewski, Konrad (Ortsbeiratsmitglied SPD)
  • Siebert, Thorsten (Ortsbeiratsmitglied GL)
  • Stuhlmann, Rolf (Ortsvorsteher GL)
  • Wölfert, Markus (Gemeindevertreter CDU)
  • Zernikel, Peter (Ortsbeiratsmitglied SPD)

Schule und Kinder

  • Grundschule, integrierte Gesamtschule
  • zwei Kindergärten
  • 13 Kinderspielplätze

Sportstätten

  • zwei Turnhallen
  • sechs Sportplätze
  • ein Campingplatz
  • Tennisplätze
  • zwei Kegelbahnen
  • Schießsportanlagen mit Schützenhäusern
  • beheiztes Schwimmbad
  • gut ausgebaute Wander- und Radwege

siehe auch

Vereine

TuSpo Guxhagen 1888 e.V.

Der Sportverein TuSpo Guxhagen 1888 e.V. setzt sich heute aus 7 Abteilungen zusammen und hat über 900 Mitglieder.

SPD Gemeindeverband-Guxhagen

Verlauf der Fulda

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Wandern und Radwandern

Wer sich die Umgebung Guxhagens nicht zu Fuß erschließen möchte, kann auch das Netz der ausgewiesenen Radwege nutzen.

Wandern

In der waldreichen Umgebung von Guxhagen erschließen zahlreiche gut markierte und ausgebaute Wanderwege die Umgebung und die angrenzenden Waldgebieten von „Kaufunger Wald“, „Riedforst“ und „Söhre“. Die Söhre und der Kaufunger Wald sind zwei große zusammenhängenden Waldgebiete, die im Westen bis zum Fuldatal und im Osten bis zum Tal der Losse und im Süden bis zum Mülmischgrund reichen.

Daneben führen auch der Ederhöhenweg und der Fuldahöhenweg über Guxhagen.

Eine Teilstrecke des "Quiller-Stölzinger-Wegs" führt von Guxhagen über Büchenwerra in Richtung Melsungen.

Radwandern

Wirtschaft

Handels- und Dienstleistungsbetriebe

Zahlreiche Handwerksbetriebe , Handels- und Dienstleistungsbetriebe versorgen die Bürger. leistungsfähige Handels-, Gewerbe-, Handwerksbetriebe, Gaststätten, Pensionen, ein Hotel, Autobahnrasthaus mit Tankstelle

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Wirtschaftsbetriebe in Guxhagen

Weblinks



Ortsteile der Gemeinde Guxhagen

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