Gustav Henkel

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Gustav Henkel wurde am 22. Juni 1856 in Hemeln an der Weser geboren. Seine Vorfahren betrieben dort seit Generationen eine Mahl- und Ölmühle.

Leben und Wirken

Im Jahre 1870 kam Gustav Henkel nach Kassel, wo er 1878 die Firma Beck & Henkel gründete, die vor allem Dampfmaschinen und Kraftanlagen baute.

Der Fabrikant hat weiterhin mit der Henkelschen Gebirgsbahn zum Transport von Kohle aus den Zechen im Habichtswald den Vorläufer der legendären Herkulesbahn geschaffen. Die Kohle brauchte er für den Betrieb seines Elektrizitätswerks am Palmenbad.

Im Jahre 1892 war in Wilhelmshöhe das Henkelsche Elektrizitätswerk an der Hunrodstrasse entstanden. Gustav Henkel nutzte den Grus als Brennstoff und trieb über Dampfmaschinen Dynamos an, die den Strom erzeugten. Und ganz nebenbei entstand zwischen den Villen an der Hunrodstraße auch das erste Kasseler Hallenbad. Die Abwärme der mit Heißdampf betriebenen Dampfmaschinen diente zur Beheizung des Palmenbads und des Gewächshauses. Das Wasser im Palmenbad wurde durch ständigen Zulauf erneuert und zum Bad gehörte ein Palmengarten mit exotischen Gewächsen.

Gunstav Henkel verband eine Freundschaft mit Wilhelm Schmidt, dem »Schöpfer der Heißdampf- und Hochdrucktechnik«. In den Jahren 1891 bis 1894 wurden grundlegende Erfindungen von Wilhelm Schmidt in den Werken der Fa. Beck und Henkel ausprobiert. Besonders der von Schmidt entwickelte Überhitzer sorgte damals für deutlich leistungsfähigere Maschinen.

Der Elektro-Henkel, wie er genannt wurde, wirkte auch als Stadtverordneter, Beigeordneter und als ehrenamtlicher Vertreter des damaligen Kasseler Oberbürgermeisters und hatte zahlreiche weitere Ämter inne. Zu dieser Zeit entstanden das Lossekraftwerk, die Christuskirche und die Lutherkirche, an deren Bau er maßgeblich mitwirkte.

Gustav Henkel starb im Alter von 85 Jahren am 29. Dezember 1941. Sein Grab auf dem Wahlershausener Friedhof hat der Magistrat der Stadt Kassel im Juli 2007 zum Ehrengrab erklärt.

siehe auch

Quellen und Weblinks