Großbodungen

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Großbodungen
Grobo2.jpg
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Eichsfeld
Einwohner: ca.1.428 (Stand 31.08.2008)
Höhe: 265 bis 280 m/300 bis 310 m ü. NN
Fläche: 15,5 km²
Bevölkerungsdichte: 95 Einwohner je km²
Postleitzahl: 37345
Vorwahl: 036077
Kfz-Kennzeichen: EIC
Adresse der
Verwaltung:
Bahnhofstr. 12

37345 Weißenborn-Lüderode

Website: VG-Eichsfeld-Südharz
Politik
Bürgermeister: Peter Scholz

Großbodungen ein Ort im Landkreis Eichsfeld.

Geschichte

Seit 1461 war der Ort Amtsbezirk und beherbergte das Amtsgericht bis 1933. Im Jahr 1664 erhielt Großbodungen das Marktrecht, wobei jährlich drei Kram- und Viehmärkte abgehalten wurden. Die direkte Lage an der Handelsstraße Nordhausen - Duderstadt - Göttingen begünstigte die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde. Seit der Wendezeit praktiziert Großbodungen wieder die Tradition des Marktfleckens, indem regelmäßig Warenmärkte mit Händlern aus ganz Thüringen stattfinden. Der Ortskern zeichnet sich durch einige historische Gebäude aus.

Großbodungen wurde um 842 gegründet. Schon zur Zeit des salisch - fränkischen Königs Heinrich IV. existiert die Siedlung

  • 1124 erste urkundliche Erwähnung
  • bis 1307 Bestandteil der Grafschaft Lohra, danach der Grafschaft Honstein
  • seit 1461 Amtsbezirk mit den Amtsdörfern Hauröden, Wallrode und Kraja
  • 1593 geht der Ort an die Grafen von Schwarzburg - Sondershausen
  • 1664 erhielt der Ort das Marktrecht, jährlich wurden 3 Kram- u. Viehmärkte abgehalten
  • 1815 bis 1945 gehörte der Ort zu Preußen (Provinz Sachsen, Regierungsbezirk Erfurt)
  • 1894 ist es Sitz eines Amtsgerichts
  • 1911 Anschluss an das Eisenbahnnetz
  • 1912 Einweihung der neuen Schule als 5-Klassenschule
  • 1918 Eröffnung des 1. Kindergartens
  • 1939 30 Zwangsarbeitskräfte aus Polen und der Ukraine müssen im Sägewerk Krause und bei Bauern arbeiten. Mehr als 20 Frauen und Männer müssen in Wallrode Zwangsarbeit leisten[1]
  • 1961 Erweiterung der Schule zur zehnklassigen Polytechnischen Oberschule
  • 1983–1984 Bau einer neuen Turnhalle und Schulanbau, Unterricht für Schüler aus Neustadt, Neubleicherode, Steinrode I und II, Wallrode und Großbodungen

Ortsteile

Sehenswürdigkeiten

  • ehemaliges Amtsgericht, heute Sitz der Gemeindeverwaltung, des Heimatzimmers und der Bibliothek
  • Handelshaus Schötensack neben dem früheren Amtsgericht
  • Haus Kemnot, zugehörig zum damaligen Amt Schwarzburg/Sondershausen, ehemals auch Wohnhaus des Heimatschriftstellers Carl Duval
  • Handelshaus Reuter, gegenüber der Kemnot
  • Schloß mit historischem Vorplatz
  • Kanone der Schützenkompanie, ein Geschenk des Königs Wilhelm von Preußen im Jahr 1871
  • evangelische "St. Petrikirche"
  • Bonifatiuskreuz in der Kirchstraße
  • ehemaliges Kornhaus, heute Dorfgemeinschaftshaus
  • Naherholungszentrum Kirchgrund


Vereine und Verbände

Freiwillige Feuerwehr

Handels- und Gewerbeverein Bodetal

Spielmannszug Großbodungen e. V.

Taubenzüchterverein

TSV Großbodungen e.V.

Verein Schützenkompanie von 1859 e.V.

Großbodunger Carneval Club 1880 e.V.]

Männergesangsverein "Gemütlichkeit" e. V

Kirchenchor Großbodungen / Hauröden e.V.

Verein für Rasse-Geflügelzucht

Weblinks



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  1. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933-1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945, Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, S. 35, ISBN 3-88864-343-0