Großalmerode

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Großalmerode
Grossalmerode Marktplatz.jpg
Großalmerode - Marktplatz
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Werra-Meißner-Kreis
Höhe: 421 - 643 m
Fläche: 37,62 qkm
Einwohner: 6.807 (31. Dezember 2011)
Postleitzahl: 37247
Vorwahl: 05604
Kfz-Kennzeichen: ESW
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 11
Website: www.grossalmerode.de
Bürgermeister: Andreas Nickel (SPD)

Großalmerode ist eine Kleinstadt im Werra-Meißner-Kreis in Nordhessen mit etwa 7.500 Einwohnern.

Der Ort gilt historisch als Stadt der Tonproduktion, verfügt heute aber auch über spektakuläre Mountainbike-Routen.

Geografie

Lage

Die Kleinstadt liegt östlich von Kassel im Naturpark Meißner-Kaufunger Wald an der Gelster in einem Hochtal des Kaufunger Waldes. Südöstlich liegt der Hohe Meißner.

Stadtteile

Geschichte

Aus der Ortsgeschichte

Großalmerode wurde als "Almerodde" erstmals im Jahr 1386 urkundlich erwähnt und erhielt im Jahre 1775 Stadtrechte.

Im Mittelalter war neben der Töpferei die Glasherstellung ein wichtiger Produktionsfaktor und die Stadt war Zentrum der regionalen Glashütten. Die erste Glashütte im Kaufunger Wald wurde bereits 1446 erwähnt.

In Großalmerode sind neben klassizistischen Bauwerken am Marktplatz auch noch Fachwerkhäuser aus der mittelalterlichen Glashüttenzeit erhalten geblieben. Ab 1537 war die Stadt Zunftort des hessischen Gläsnerbundes.

Mit dem Beginn der Industrialisierung Ende des 18. Jahrhunderts gewannen die ausgedehnten Tonvorkommen an Bedeutung.

Besonders die Arbeit mit Ton, Sand und auch Kohle prägten seither über Jahrhunderte das Leben der Stadt mit der Produktion von Schmelztiegeln, Pfeifenköpfen, Dachziegeln und anderen keramischen Produkten.

Auch die Almeröder Tontage Anfang Juni gehen auf diese Tradition zurück.

Zahlreiche weitere Informationen zur Ortsgeschichte unter:

Jubiläumsjahr 2011

Stadtansicht

Quelle: HNA-online vom 8.8.2011

Bei einem Festakt im Rathaussaal in Großalmerode erinnerte Bürgermeister Andreas Nickel Anfang August 2011 an die erste Erwähnung von „Almerote“ im Jahr 1386. Als Festredner berichtete der Historiker Dr. Thilo Warneke detailliert von der Geschichte des Ortes.

In seinem Vortrag erwähnte Dr. Warneke Aufzeichnungen von einem Ort namens Niederalmerode, die darauf schließen lassen, dass es bereits vor 1386 ein Oberalmerode gegeben haben muss.

Wahrscheinlich ist nach seiner Darstellung, dass Großalmerode bereits um das Jahr 1150 von Töpfern gegründet wurde und sich bereits vor 1386 Gläsner niederließen. Ihnen ist eine Hochphase für den Ort im 16. Jahrhundert zu verdanken, der seinerzeit mit dem Sitz des Gläsnerbundes das „Zentrum der Gläsnerei in Hessen“ war.

Nachdem die Gläsner den Kaufunger Wald verlassen mussten, wandelte sich Großalmerode zum Töpferdorf.

Im Zuge der Industrialisierung, etwa ab 1860, prägten dann der Bergbau und das Ton verarbeitende Gewerbe die Stadt.

Freizeit und Tourismus

Beliebte Ausflugsziele sind der Elsbeer-Eiben-Pfad, das Naturschutzgebiet "Bühlchen", der Bilstein, das Waldschlösschen am Mäuseborn, der Himmelroder Teich und der Epteröder See.

Kirchen

Evangelische Kirche Großalmerode

Museum

Panoramabad

Das solar- und gasbeheizte Panoramabad - in der Heinrich-Koch-Straße (Schwarzenberg) in Großalmerode - liegt in etwa 500 m Höhe, mitten im Naturpark Meißner-Kaufunger Wald.

Es verfügt über eine Wasserfläche von knapp 1.000 m2, mit 2 Kinderplanschbecken, einem Nichtschwimmerbecken und einem Schwimmerbecken mit einer Ein- und Dreimetersprunganlage.

Persönlichkeiten

  • Wilhelm Speck; bekannt ist eine Erzählung des Gefängnispfarrers Wilhelm Speck aus Großalmerode, dessen Held "Joggli" sich am Dohlsbrunnen von Orferode verliebt, heiratet, auswandert und letztlich ins Werratal zurückkehrt.

Politik

Bürgermeister und Stadtverordnetenversammlung

Bürgermeister der Stadt Großalmerode ist seit 2000 Andreas Nickel (SPD).

Bei der Kommunalwahl am 27. März 2011 errang die SPD 56,0 % der Stimmen und 18 Sitze in der Stadtverordnetenversammlung, die CDU 23,5% und 7 Sitze und die WG (Wählergemeinschaft Großalmerode) 20,5% und 6 Sitze.

Parteien

Städtepartnerschaft

Großalmerode unterhält seit 1974 eine Städtepartnerschaft mit Royston in England.

Stadtwappen

Das Wappen zeigt drei Schmelztiegel mit daneben liegenden Tonkugeln, sog. „Üllern“.

Wahlkreise

Bundestag

Michael ist Bundestagsabgeordneter (SPD) für den Wahlkreis 170

Michael Roth (SPD) ist Mitglied des Deutschen Bundestages für den Wahlkreis 170. Seit dem 17. Dezember 2013 ist er zudem Staatsminister im Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland im Kabinett Merkel III.

Im Wahlkreis 170 leben rund 232.000 Menschen in den Städte und Gemeinden des Werra-Meißner-Kreis und im Landkreis Hersfeld-Rotenburg.

Weitere Informationen HIER und auf der Internetseite des Abgeordneten: Michael Roth (MdB)


Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten am Ort

Museum
  • Im Glas- und Keramikmuseum erhalten Besucher einen Einblick in die Geschichte der Glasherstellung im Gebiet des Kaufunger Waldes. Im Mittelalter war neben der Töpferei die Glasherstellung ein wichtiger Produktionsfaktor und die Arbeit mit Ton, Sand und auch Kohle prägten über Jahrhunderte das Leben der Stadt.

Sehenswürdigkeiten im Werra-Meißner-Kreis

Sehenswürdigkeiten in der Region

siehe auch

Rathaus

Vereine

  • FC Großalmerode 1920; der Fußball Club Großalmerorde wurde im Jahre 1920 gegründet. Besonders eine im Jahre 1919 eröffnete Fensterglasfabrik in Großalmerode half bei der Gründung des Vereins. Denn mit der Fabrik kamen Glasfacharbeiter und unter ihnen befanden sich Fußballer, die ihrem Sport treu bleiben wollten. Es dauerte dann noch bis zum 1.2.1920 ehe der FC Großalmerode - im Gasthaus “Kickelhahn” aus der Taufe gehoben wurde. | Link | Chronik
  • Schützenverein Großalmerode; der Schützenverein 1863 Großalmerode ist ein Schießsportverein im Werra-Meißner-Kreis. Am 20. Juni 1863 wurde der Verein gegründet. Er gehört damit zu den ältesten Vereinen im Kreisteil Witzenhausen. Seit der Vereinsgründung wurde alljährlich ein Schützenkönig ermittelt.

Wandern

Beliebte Wanderziele

Beliebte Wanderziele sind der Elsbeer-Eiben-Pfad im Stadtteil Trubenhausen, das NSG Bühlchen mit seltenen Orchideen auf dem Premiumwanderweg P8 im Stadtteil Weißenbach, der Basaltkegel des Bilsteins mit Aussichtsturm und Waldgaststätte, die Exberghütte im Stadtteil Epterode und das Waldschlösschen am Mäuseborn im Fahrbachtal.

Weitere Wandertipps

Weblinks

siehe auch:
Kreiskarte


Stadtteile der Stadt Großalmerode

Epterode | Großalmerode | Laudenbach | Rommerode | Trubenhausen | Uengsterode | Weißenbach

Städte und Gemeinden im Werra-Meißner-Kreis
WappenWerraMeißner.jpg

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