Grebenstein

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Grebenstein
Grebenstein-Ansicht 1347.jpg
Turm der Stadtkirche
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Kassel
Höhe: 193 - 249
Fläche: 49,85 qkm
Einwohner: 5.907 (31. Dezember 2011)
Postleitzahl: 34393
Vorwahl: 05674
Kfz-Kennzeichen: KS
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
34393 Grebenstein
Bürgermeister: Danny Sutor (parteilos)
Website: www.stadt-grebenstein.de

Grebenstein ist eine Stadt im Landkreis Kassel in Nordhessen mit mehr als 6.000 Einwohnern.

Geografie

Lage

Grebenstein liegt westlich des Reinhardswalds - zwischen Kassel im Südem und Hofgeismar in Norden - an der Esse und an der Bahnstrecke zwischen Kassel und Warburg.

Über der Stadt erhebt sich auf dem Burgberg die Ruine der Burg Grebenstein.

Stadtteile

siehe dazu: Die Stadtteile von Grebenstein

Weiterhin entstand zur Zeit des Landgrafen Friedrich II. in den Jahren 1776/ 77 in der Gemarkung Rixen die Kolonie Friedrichsthal, die sich aber zu keinem selbständigen Dorf ausgebildet hat, anders als die etwa zur selben Zeit gegründeten Dörfer Friedrichsdorf (heute ein Stadtteil von Hofgeismar) oder Friedrichsfeld (heute ein Stadtteil von Trendelburg).

Geschichte

Aus der Stadtgeschichte

Der Ort lag im Mittelalter an der "Königsstraße", einer alten Handelsstrasse, die von der Fulda im Süden, über Grebenstein, Hombressen und Gottsbüren zur Weser führte. In einer Urkunde des Bischofs von Münster wird die Stadt im Jahre 1311 erwähnt, die im Verlaufe von etwa 300 Jahren aus einem Marktflecken entstanden war.

Bereits um das Jahr 1265 zur Zeit des Grafen Ludolph von Dassel wurde auf einem Berg südlich der Stadt eine Burg errichtet, auf der später - im Jahre 1341 - Landgraf Hermann II. von Hessen geboren wurde und von der heute noch die Ruine erhalten ist.

Erstmals urkundlich erwähnt wird die Stadt im Jahre 1311 als „noua municio“ Greuenstein. Der Besiedelung und Bebauung der Altstadt (Oberstadt) folgte im 14. Jahrhundert die Bebauung der Neustadt zwischen Altstadt und Burg. Offenbar zogen Bauern aus den umliegenden Dörfern wegen andauernder kriegerischer Auseinandersetzungen um die nahegelegene Burg Haldessen in die Stadt.

Die einst starke Befestigung der Stadt Grebenstein zeugt von den damaligen kriegerischen Auseinandersetzungen um Gebietsansprüche zwischen dem Erzbistum Mainz und der Landgrafschaft Hessen. Den "mainzischen Riegel" bildeten auf der anderen Seite die Burg Haldessen, Calden und Hofgeismar.

Besonders die Burg Haldessen im Besitz des Erzbistums Mainz lag nahe der Grebensteiner Landwehr auf halbem Weg zwischen Carlsdorf und Udenhausen.

Burg Grebenstein

Am 1. Oktober 1370 zur Zeit der Herrschaft des Landgrafen Heinrich II. wurden die Grebensteiner Alt- und Neustadt dann unter einem Rat vereinigt und ein starker Mauerring um die Stadt angelegt.

Die bis heute teilweise erhaltene Stadtmauer haben zeitweilig bis zu 13 Türme überragt. Mit dem Jungfernturm, Eulenturm, Pulverturm, Burgtorturm und Lindenturm sind bis heute noch 5 Türme erhalten geblieben, zumindest Reste sind im Stadtgebiet vom Schinderturm und vom Ketzerturm zu finden.

Nicht mehr erhalten sind die Grebensteiner Warttürme, wie die Hohe Warte (auch: Westuffelsche Warte genannt), die Linder Warte, die Langenberg-Warte (auch: Grebensteiner-, Rixer- oder Ronds(z)horner Warte), die Hohe Warte (auch: Udenhäuser Warte) oder die Hombresser Warte (auch: Geismarsche-, Alte Warte oder Warte am Radebusch).

Die Stadtkirche ("St. Katharina und Elisabeth") wurde als dreischiffige, spätgotische Kirche konstruiert, mit einem Turm aus behauenen Quadersteinen. Sie wurde zwischen 1320 und 1340 als Hallenkirche mit Kreuzrippengewölbe erbaut. Auf Achteckpfeilern ruht das Kreuzgewölbe des Kirchenschiffs. Mit Chor und Sakristei wurde der Kirchbau offenbar 1350 beendet.

Als letzter katholischer Pfarrer an dieser Kirche gilt Curdt Ansorge, dessen Amtszeit urkundlich vom 8. September 1498 bis zum 21. März 1519 belegt ist. Unter der Herrschaft von Landgraf Philipp I. von Hessen wurde die Landgrafschaft Hessen nach der Homberger Synode im Jahre 1521 protestantisch.

Stadtansicht

Der Turm der heute evangelischen Kirche in Grebenstein ist als Wehrturm angelegt und erhielt erst nach einem verheerenden Brand im Jahre 1637 eine schiefergedeckte „welsche Haube“. Bis heute erhalten geblieben sind zwei Sakramentshäuschen aus dem 14. und 15. Jahrhundert.

Feuersbrünste, Epidemien und Wasserfluten (von der Esse her) haben der Stadt in den nachfolgenden Jahrhunderten immer wieder geschadet.

Die Unterstadt ist in unmittelbarer Nähe der Esse auf sumpfigen Grund entstanden. Hier wohnten überwiegend die ärmeren Leute, Hirten, Schäfer und Tagelöhner.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die eroberte Stadt geplündert und weit mehr als 200 Bürgerhäuser aber auch die Kirche, das Rathaus und die Schule wurden niedergebrannt. Hatte die Stadt bis zum Beginn des Dreißigjährigen Kriegs etwa 2000 Einwohner, waren es nach dem Ende des Kriegs noch etwa 600 Bewohner. Noch zu Beginn des Siebenjährigen Kriegs im Jahre 1756 liegen viele Brandstätten unbebaut.

Die zahlreichen historischen Fachwerkgebäude der Stadt stammen zu einem Großteil aus der Wiederaufbauphase nach dem Dreißigjährigen Krieg in der Mitte des 17. Jahrhunderts und sind vorwiegend diemelsächsische Bauernhäuser. Auch das Ackerbürgermuseum in Grebenstein ist in einem restaurierten diemelsächsischen Fachwerkhaus untergebracht, das allerdings aus dem frühen 15. Jahrhundert stammt.

Blick zur Stadtkirche

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gehörte Grebenstein einige Jahre als „Canton Grebenstein“ zum „District Kassel“ im Königreich Westphalen das mit König Jérôme, dem jüngsten Bruder von Napoléon Bonaparte, an der Spitze errichtet wurde. Nach dem Frieden von Tilsit im Jahre (1807) entstand aus dem ehemaligen Herzogtum Braunschweig, Kurhessen und vormals hannoverschen und preußischen Gebietsteilen das Königreich Westphalen mit der Hauptstadt Kassel.

Nach der Völkerschlacht bei Leipzig löste sich das Königreich Westfalen auf. Durch den Wiener Kongress 1814/1815 wurden die alten Regierungsstrukturen weitestgehend wiederhergestellt und Veränderungen aus der Zeit des Königreichs Westphalen abgeschafft, die unter anderem in der Einführung der Gewerbefreiheit und des Code Civil zum Ausdruck gekommen waren.

Bereits seit dem Ende des 17. Jahrhunderts war Grebenstein eine Garnisonsstadt. Die Soldaten lebten jedoch nicht in einer Garnison im üblichen Sinne, also in einer Kaserne, sondern waren in Bürgerquartieren bei den Familien Grebensteins untergebracht. Eine lesenswerte Übersicht zu den einzelnen Regimentern findet sich unter Die Stadt Grebenstein und ihre Geschichte (grebenstein.topcities.com).

Unter Kurfürst Wilhelm II. und dessen Sohn Friedrich Wilhelm I. wurde ab 1844 im Kurfürstentum Hessen mit dem Bau der Friedrich-Wilhelms–Nordbahn von Karlshafen über Kassel bis nach Bebra begonnen.

Die Friedrich-Wilhelms-Nordbahn war die erste kurhessische Eisenbahnstrecke. Der erste eröffnete Streckenabschnitt war die Strecke Grebenstein–Hümme am 30. März 1848.


Das Meyersche Konversationslexikon (Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892) beschreibt die Stadt Grebenstein als „Stadt im preuß. Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hofgeismar, 182 m ü. M., an der Esse und an der Linie Schwerte-Warburg-Kassel der Preußischen Staatsbahn, hat ein Amtsgericht, eine schöne Kirche aus dem 14. Jahrh. und (1885) 2140 meist evang. Einwohner. Dabei auf einem Basaltfelsen die Ruinen der Burg G. ."


Ackerbürgermuseum in Grebenstein

Elektrisches Licht erhielt die Stadt erst im Jahre 1914, wobei sich die Installation durch den Ersten Weltkrieg noch bis zum Jahresende verzögerte.

Nach der Machtergreifung Hitlers wurden auch in Grebenstein jüdische Bürger und politisch Andersdenkende verhaftet, nach Hofgeismar zum Verhör gebracht und dort oft schwer mißhandelt. Auch im übrigen Gau Kurhessen wurden Sozialdemokraten und Kommunisten von den neuen Machthabern verfolgt, besonders aber Juden. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die Grebensteiner Synagoge innen verwüstet.

Im Stadtmuseum Hofgeismar wird an 453 jüdische Opfer der Nazi-Zeit erinnert, die aus den Städten und Gemeinden der früheren Landkreise Hofgeismar, Kassel und Wolfhagen stammen (siehe dazu: Sammlung jüdische Kultur im Stadtmuseum Hofgeismar).

Der Zweite Weltkrieg endete für die Grebensteiner Bevölkerung im Jahre 1945 mit dem Einmarsch amerikanischer Soldaten, die von Schachten her weiter in Richtung Hofgeismar marschierten.

Der Anteil der katholischen Bevölkerung in dem bis dahin stark protestantisch geprägten Norden von Hessen stieg nach dem Zweiten Weltkrieg stark an, im ehemaligen Kreis Hofgeismar auf mehr als 22.000 Personen. Heimatvertriebene – zum Beispiel aus dem sog. Sudetenland – mit zumeist katholischer Konfession kamen im Kreisgebiet an und fanden hier auf Dauer eine neue Heimat. In den 1950-er Jahren entstanden zahlreiche neue katholische Gotteshäuser im ehemaligen Kreisgebiet, darunter auch die Kirchen in Immenhausen (1952) und Grebenstein (1955 - Kirche Hl. Geist).

Grebenstein gehörte nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst zu den Städten und Gemeinden im ehemaligen Kreis Hofgeismar, später im Zuge der hessischen Gebietsreform zum Landkreis Kassel. Durch die hessische Gebietsreform kam es am 01. Oktober 1970 auch zum Zusammenschluss von Grebenstein mit den umliegenden Dörfern Burguffeln, Schachten und Udenhausen.


Unter einer Haut aus Steinen

Von den einst 13 Türmen Grebensteins existieren noch fünf, doch nur der Pulverturm ist begehbar

von Antje Thon (in HNA vom 22.5.2007):

Die Stadt Grebenstein war schon früher eine Gemeinde mit Weitblick. Von den 13 Wehrtürmen, die das Örtchen an der Esse Mitte des 14. Jahrhunderts umgaben, konnten die Wächter weit in alle Himmelsrichtungen spähen und Feinde früh erkennen. Geblieben aus jener Zeit sind fünf Türme: Jungfernturm, Eulenturm, Pulverturm, Burgtorturm und Lindenturm.

Jungfernturm

Während so ziemlich jeder Grebensteiner mindestens einmal in seinem Leben den Jungfernturm bestiegen hat, dürfte die Bilanz für die anderen baulichen Überbleibsel aus dem Mittelalter eher mager ausfallen. Und wen die Neugier treibt, wie es im Bauch vom Pulverturm aussieht und wie der Ausblick wohl vom Eulenturm sein mag, hat kaum Chancen, dem auf den Grund zu gehen.

Denn bis auf den Jungfernturm ist keines der Bauwerke begehbar. Ihnen fehlen die Treppen, sagt Herbert Gebert, der früher den Bauhof geleitet hat und heute Gäste durch den Jungfernturm begleitet. Anders als Eulen- und Burgtorturm verfügen Linden- und Pulverturm über mehrere Plattformen im Inneren. Sie lassen sich zumindest mit einer Leiter erklimmen. Gebert hat dies auch schon das ein oder andere Mal getan, um der Vergangenheit Grebensteins unter die steinerne Haut zu schauen. Ursprünglich habe es in den meisten Türmen Zwischenebenen gegeben, weiß der historisch bewanderte Rentner. Die allerdings seien aus Holz gewesen und im Laufe der Zeit verwittert. Spuren ihrer Existenz gibt es aber noch heute: Löcher in den Mauern und Vorsprünge, auf denen die Balken ruhten.

Nahezu allen der 13 Türme gemein war das Vorhandensein von Verliesen. Prominentester Insasse dürfte Bartholomäus Rieseburg, Pfarrer in Immenhausen, gewesen sein. Er hatte in seinen Predigten zu großes Gefallen an den Thesen Luthers bekundet und wurde 1523 als einer der ersten evangelischen Prediger in Hessen durch den Landgrafen Philipp im Jungfernturm gefangen gehalten.

Wer sich vom einstigen Reichtum an Wehrtürmen ein Bild verschaffen möchte, kann sich noch heute auf eine spannende Spurensuche begeben. Vom Schinderturm etwa, im Südosten der Oberstadt, steht nur noch ein Stumpf. Mit seinen Steinen wurde die Schule in der Marktstraße gebaut. Reste des Ketzerturms finden sich nahe der Unteren Strohstraße. Im Westen, wo die Esse in die Stadt fließt, ragte einst der Hildenturm auf. Heute rattern dir Züge über seine Bestandteile, den seine Steine wurden beim Bau des Bahndamms verwendet. Überbleibsel eines Gefängnisses am Essenaustritt zeugen von einem weiteren Turm. Heute heißt die Stelle Dreimännchen.


Wappen

Das Wappen der Stadt zeigt einen bewaffneten Reiter - vermutlich das landgräfliche Siegel, dass der Ort spätestens 1311 mit den Stadtrechten erhielt. Laut Sage bekamen die Grebensteiner das Bild des drachentötenden St. Georg wegen der erfolgreichen Verteidigung der Stadt im Jahre 1385.

Weitere Informationen zur Stadtgeschichte

Sehr ausführliche Darstellungen und zahlreiche Informationen zur Grebensteiner Stadtgeschichte präsentiert Achim Hähnert auf seiner Website unter dem Titel: "Meine Stadt Grebenstein und ihre Geschichte" [1].

Grebensteiner Türme

Von 13 Wehrtürmen konnten die Wächter in der Stadt Grebenstein einst weit in alle Himmelsrichtungen spähen und Feinde früh erkennen. Erhalten geblieben sind aus jener Zeit fünf Türme: Burgtorturm, Eulenturm, Lindenturm, Pulverturm sowie Jungfernturm (auch: Ketzer-Turm, weil hier angeblich der Reformator Riseberg inhaftiert war).

Kirchen und Glaubensgemeinschaften

Kultur und Museen

Blick vom Jungfernturm in die Grebensteiner Altstadt
Heinrich-Grupe-Schule

Kultur und Geschichte

Kunst und Kultur

Etwa ein Dutzend Privatpersonen stehen in Grebenstein für die Arbeitsgruppe Kunst und Kultur. Ihre Mitglieder planen und organisieren kulturelle Ereignisse in der historischen Kernstadt, etwa den Markt "Kunst & Handwerk", den Grebensteiner Kreativmarkt unter freiem Himmel. Für ihr Jahresprojekt 2012 „Mythen und Märchen - Grebensteiner Kellerkultur“ ist die Gruppe Kunst und Kultur vom hessischen Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung als Landessiegerin prämiert worden.

Feste und Theater

Literatur

  • Kreis Hofgeismar, Handbuch des Heimatbundes für Kurhessen, Waldeck und Oberhessen III, Marburg/ Lahn 1966, S. 102 ff.
  • Gottfried Gansauge, Die kirchliche Baukunst im Landkreis Kassel, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 1978, S. 59 ff.
  • Region Kassel Land e.V. (Hrsg.), Unterwegs im Reinhardswald - 52 Wege und Ziele, Wolfhagen 2011
  • Gero Lenhardt, Mein Reinhardswald, Wandern - Kultur - Freizeit, 1. Auflage, Calden 2013

siehe auch:

Persönlichkeiten

Rathaus - rückwärtige Ansicht
Partnerschaftsdenkmal

Grebenstein und Ortsteile

Herren auf Burg Grebenstein

Politik

Bürgermeister

Mit 57,6 Prozent der Stimmen wurde der parteilose Danny Sutor am 30. Mai 2010 zum neuen Bürgermeister von Grebenstein gewählt. Gegenkandidat Cornelius Turrey (SPD) erreichte 42,4 Prozent der Stimmen.

Danny Sutor folgte auf Armin Kölling (SPD), der 18 Jahre Bürgermeister von Grebenstein war und am 16.9.2010 verabschiedet wurde.

Ergebnis der Kommunalwahl 27. März 2011 % Sitze
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands] 30,57 9
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 53,44 17
FDP Freie Demokratische Partei Deutschlands 8,86 3
BWA Bürger Wahl Alternative 7,13 2

Kommunalparlament

Die Kommunalwahl am 27.3.2011 brachte für die Stadtverordnetenversammlung eine Mehrheit für die SPD von 53,44 % (gegenüber 57,2 % bei der Kommunalwahl am 26.3.2006).

Landrat

Landrat im Landkreis Kassel ist Uwe Schmidt, SPD.

Parteien

Städtepartnerschaften

Grebenstein unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:

Wahlkreise

Bundestag

Hessischer Landtag

  • Bei der Landtagswahl am 18.01.2009 wurde Brigitte Hofmeyer (SPD) als Direktkandidatin im Wahlkreis I - Kassel-Land gewählt.

Sagen

Die Sage von der weißen Jungfrau auf der Burg zu Grebenstein, vom Kreuzstein zu Grebenstein und vom nächtlichen Schäfer am Wassergraben finden sich bei Heinrich Rohde, Weserwellen und Diemelgrand - Geschichten und Sagen aus dem Gebiete der oberen Weser, der Diemel und der Esse, 5. Auflage aus Anlaß seines 50. Todestages, herausgegeben und mit Anmerkungen versehen von Micha Röhring, Hofgeismar 1995, S. 56 ff.

Schulen

Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten am Ort

Rathaus

Sehenswert ist insbesondere die historische Altstadt in Grebenstein mit zahlreichen historischen Fachwerkhäusern. An erster Stelle sind die Stadtkirche und das historische Rathaus der Stadt zu nennen, ebenso die Ruine der Burg aus dem 13. Jahrhundert.

Auffällig im Stadtbild ist ein Bau gegenüber dem Rathaus, die alte Renterei, die im Jahre 1715 vom landgräflichen Baumeister Paul du Ry als Amtshaus des fürstlichen Rentmeisters zu Grebenstein erbaut wurde. Der jetzige Bau entstand nach dem Abriß des Vorgängerbaus in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Bis heute sind in Grebenstein Reste der ehemaligen Stadtbefestigung erhalten geblieben, darunter der Jungfernturm, früher: "Roter Turm" (ein 40 m hoher Turm der ehemaligen Stadbefestigung mit achteckigem Dach und ehemals Gefängnis), der Lindenturm (Obere Strohstrasse), der Pulverturm (ein Rundturm mit Brüstungsmauer) oder in Richtung Burgruine das Burgtor mit Turm (das einzige noch erhaltenes Stadttor).

Alte Renterei

Die Burgruine oberhalb der Stadt auf dem Burgberg erinnert an die ehemalige Residenz hessischer Landgrafen oberhalb der Altstadt, die rund 190 Fachwerkhäuser umfasst und wo sich noch Teile der ehemaligen Stadtbefestigung mit ihren Stadttürmen finden.

Das ursprünglich gotische Rathaus der Stadt - neben der evangelischen Stadtkirche gelegen - wurde im 17. Jahrhundert erneuert.

Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören auch das Ackerbürgermuseum in einem restaurierten diemelsächsischen Fachwerkhaus aus dem frühen 15. Jahrhundert oder das Hochzeitshaus, ein klassizistisches Fachwerkhaus in der Unteren Schnurstraße 2 (erbaut um 1800), dessen Eingangsbereich 1982/ 1983 mit einem Glasskelettvorbau neu gestaltet wurde.

siehe dazu auch:

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

Stadtrundgang in Grebenstein

Ein Stadtrundgang (auf http://grebenstein.topcities.com - mit Stadtplan) führt zu den wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt:

Rathausportal
Seitenportal der Stadtkirche
Bank am Pfad der Philosophen
  • der Jungfernturm,
  • der Seniorentreff in einem ehemaligen Bauernhaus, in dessen Eingangsbereich sich die Figur eines steinernen Affen (früherer Wasserspeier) befindet,
  • dahinter der Lindenturm,
  • der Ketzer-Turm, wo angeblich der Reformator Riseberg inhaftiert war,
  • das Haus Untere Hofstrasse 8, ein zweischiffiges Längsdielenhaus mit einem alten Brunnen mit Sandsteineinfassung,
  • das Haus Bahnhofstrasse 14, ein barockes Längsdielenhaus mit Schnitzornamentik,
  • daneben das Steinhaus, ein ehemaliger Fruchtspeicher mit gotischen Bauteilen,
  • der Pulverturm,
  • die Hagenmühle,
  • das Hospital,
  • Dreimännchen, ein flacher rechteckiger Turm, der den Esseauslauf sicherte,
  • die Kulturwerkstatt Grebenstein in einem Renaissance-Bauernhaus erbaut 1571,
  • das Haus Hochzeitsberg 5, ein zweischiffiges spätgotisches Längsdielenhaus (eines der ältesten Fachwerkhäuser Hessens, erbaut um 1429),
  • das Haus Steinweg 6, ein ehemaliges Bauernhaus mit rückwärtigem Anbau,
  • Burgtor und Burgturm,
  • das Haus Schachtener Strasse 11 (Ackerbürgermuseum "Haus Leck"), erbaut 1431 als dreigeschossiger spätgotischer und diemelsächsischer Fachwerkbau mit Dachdeckung aus Wesersandsteinplatten,
  • gegenüber die ehemalige Meierei, das ehemalige Hofgut des Landgrafen aus dem Jahre 1780 (gehört heute zum Museum),
  • der Eulenberg mit Blick auf den Eulenturm, die alte gepflasterte Treppenstrasse verbindet die Ober- mit der Unterstadt,
  • das Haus Obere Schnurstrasse 1,
  • die Evangelische Stadtkirche,
  • das Rathaus,
  • das Haus Obere Hofstrasse 15, ehemals Rentamt, erneuert um 1700,
  • das Haus Obere Hofstrasse 13, ehemalige Zehntscheune, Wirtschaftsgebäude aus dem 18. Jahrhundert,
  • das Haus Bahnhofstrasse 1, ein barockes Längsdielenhaus,
  • das Haxthausen-Haus, ein schön restauriertes, dreigeschossiges Fachwerkhaus mit Ranken- und Beschlagwerkornamentik,
  • das Hochzeitshaus, ein klassizistisches Fachwerkgebäude aus der Zeit um 1800 auf altem Kellergewölbe (ehemaliges Amtgericht)
  • das Burgtor mit Turm (auf dem Weg zur Burgruine), das einzige erhaltene Stadttor mit 24 m hohem Tor diente einst als Gefängnis,
  • und schließlich die Burg, zu erreichen auf dem Pfad der Philosophen.

siehe auch

Katholische Kirche Hl. Geist

Spitzname

Der Bahnhof in Grebenstein

Der Spitzname der Grebensteiner ist “Amtmänner”; besonders die Immenhäuser nannten die Grebensteiner so, da sich in Grebenstein früher das für Immenhausen zuständige Amtsgericht befand.

Sport

Veranstaltungen

  • Vieh- und Jahrmarkt Grebenstein | Link: jedes Jahr zur Viehmarktzeit laden im Sauertal unterschiedlichste Fahrgeschäfte zum Einsteigen ein, warten kulinarische Köstlichkeiten auf den Verzehr und es gibt allerhand zu bestaunen beim bunten Programm rund um das Festzelt. Höhepunkt des Vieh- und Jahrmarkts ist der farbenfrohe und fantasievolle Festzug am Sonntagnachmittag.
  • Nicolaimarkt - Historischer Weihnachtsmarkt in Grebenstein: im Jahre 1732 wurde den Grebensteinern zusätzlich zum Viehmark ein weiterer Markt, und zwar für den Nikolaustag genehmigt. Die Bürger sollten sich für den Winter eindecken. Der Markt wurde ab Mitte des 19. Jahrhunderts nicht mehr abgehalten. Mittlerweile hat sich der Nicolaimarkt als Weihnachtsmarkt mit besonderem Flair etabliert, der durch regionale weihnachtliche Spezialitäten und kunsthandwerkliche Produkte ergänzt wird.

Vereine

Stadtansicht

Verkehrsanbindung

Grebenstein liegt an der Bundesstraße B 83 und an der Bahnstrecke Warburg - Kassel. Die Stadt wird von der RegioTram und von Regional-Express-Zügen der DB angefahren.

Wandern und Radwandern

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Meine Stadt Grebenstein und ihre Geschichte

Weblinks


Städte und Gemeinden im Landkreis Kassel
WappenLkKassel.jpg

Ahnatal | Bad Emstal | Bad Karlshafen | Baunatal | Breuna | Calden | Espenau | Fuldabrück | Fuldatal | Grebenstein | Habichtswald | Helsa | Hofgeismar | Immenhausen | Kaufungen | Liebenau | Lohfelden | Naumburg | Nieste | Niestetal | Oberweser | Reinhardshagen | Schauenburg | Söhrewald | Trendelburg | Vellmar | Wahlsburg | Wolfhagen | Zierenberg