Grauer Turm Fritzlar

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Grauer Turm mit Stadtbefestigung

Eine Rundwanderung mit Start und Ziel in Fritzlar beginnt sinnvollerweise am Parkplatz Allee/ Ecke Kasseler Straße, direkt an der Stadtmauer.

Hier befindet sich der Graue Turm, mit 38 m Höhe der höchste erhaltene Wehrturm Deuschlands mit einem beachtlichen Teil der ehemaligen Stadtbefestigung.

Etagen zur Stadtgeschichte

Nachdem der Kulturverein Fritzlar bereits zwei Etagen gestaltet hatte, kam in der dritten Etage die Wigand Gerstenberg-Etage hinzu.

Die Bonifatius-Etage (in der 4. Etage mit einem Gipsmodell des Bonifatius-Denkmals von Ubbo Enninga) erinnert an die Missionierung durch Bonifatius im nordhessischen Raum.

Die Folter-Etage (in der ersten Etage) zeigt u.a. eine Ausstellung zur Hexenverfolgung.

In der weiteren Etage wird an ein dramatisches Ereignis der Stadtgeschichte erinnert, die Zerstörung des Stadt durch Konrad von Thüringen im Jahre 1232. Konrad übte als Graf von Gudensberg von 1231 bis 1234 die Herrschaft über den hessischen Teil der Landgrafschaft Thüringen aus und führte bis 1233 verschiedene Feldzüge gegen den Erzbischof Siegfried III. von Mainz. Im Jahre 1232 eroberte Konrad die damals mainzische Stadt Fritzlar. Die Stadt wurde dabei zerstört und die Stiftskirche St. Peter geplündert und verwüstet. In späteren Jahren setzte sich Konrad - zeitweilig mit dem päpstlichen Bann belegt - für den Wiederaufbau der Stiftskirche ein.

Geschichte(n)

Grauer Turm

Überliefert ist bei Wigand Gerstenberg ein Ereignis, das zur Eroberung Fritzlars durch Landgraf Konrad von Thüringen führte. Da liefen die gemeinen Weiber auf die Mauern, hoben ihre Röcke und "hingen ere nackeden arsche uwer die cynnen", so beschrieb der Frankenberger Chronist in der Sprache des 15. Jahrhunderts jenes Schlüsselereignis.

Die gut befestigte Stadt Fritzlar hatte sich zunächst als harte Nuss erwiesen, so dass Konrad bereits das Zeichen zum Abzug gegeben hatte. Als die Fritzlarer das merkten, wurden sie übermütig und präsentierten dem Landgrafen ihre nackten Tatsachen. Dieser kehrte nach der Überlieferung darauf hin wutentbrannt mit seinen Soldaten zurück und nahm die Stadt im Sturm. [1]

Rundgang

Empfehlenswert ist vom Grauen Turm ein Rundgang entlang der Stadtmauer in östlicher Richtung, vorbei am Edermühlengraben, dann weiter zum Domplatz, Marktplatz und wieder zum Ausgangspunkt zurück.

siehe auch

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Informationen auf domstadt-nachrichten.de

Weblinks