Grafen von Ziegenhain

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Am Wallgraben von Ziegenhain:
Stolz steht die Kanone am ehemaligen Festungseingang. Sie erinnert an die kriegerischen Zeiten, als die Grafen von Ziegenhain im politischen Geschehen mitmischten.
Foto: Andreas Lages
Die Klosterkirche in Haina
Graf Johann II. von Ziegenhain - Grabplatte in der Klosterkriche von Haina

In Ziegenhain entstand offenkundig bereits im Hochmittelalter eine Burganlage zur Sicherung des Schwalmüberganges. Der Ort erscheint erstmals 1144 in einer Urkunde, in der die "Grafen de Cigenhagen" erwähnt werden. Die Grafen waren ein Zweig der Grafen von Reichenbach und Wegebach und benannten sich seither nach ihrer Burg in Ziegenhain.

Geschichte

Grafschaft Ziegenhain

Eine Siedlung "Zigenhagen" in der Nähe der Burg wird erst um 1230 erstmals bezeugt. Diese wird in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts zu einer Stadt ausgebaut und erhält im Jahr 1274 Stadtrechte. Durch den Ausbau der Burg zu einem repräsentativen Residenzschloss wurde die Entwicklung Ziegenhains stark vorangetrieben.

Besonders im 12. Jahrhundert bauten die Grafen von Ziegenhain ein grosses Herrschaftsgebiet zwischen Burgwald und Knüll auf.

Nach dem Tod des letzten Grafen im Jahre 1450 fiel die Grafschaft Ziegenhain an die Landgrafen von Hessen. 1470 wurde die Burg in Ziegenhain zu einem Schloss umgebaut. Im gleichen Jahr begannen Planungen Ziegenhain zu einer Wasserfestung umzubauen. Diese Pläne wurden aber erst von Landgraf Philipp I. von 1537 bis 1545 verwirklicht.

Klostergründung in Haina

Graf Poppo von Reichenbach-Ziegenhain gründete 1144 in Löhlbach ein Benediktinerkloster. Das Kloster wurde 1150 dem Zisterzienserkloster Altenkamp im Rheinland übergeben. Die Mönche versuchten vergeblich in Löhlbach ein Kloster anzulegen und verlegten 1214 ihre Niederlassung in den milderen Talkessel an der Wohra vor dem Hainaer Gebirge, wo das Kloster Haina entstand.

Graf Johann II. von Ziegenhain (* 1392, + 1450) war der letzte derer von Ziegenhain. Er wurde - wie viele aus seiner Familie in der Klosterkirche in Haina beigesetzt.

siehe auch

Weblinks