Grafen von Wallenstein

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Die Grafen von Wallenstein entstammen dem Grafengeschlecht der Schauenburger. Die kleine Grafschaft Schauenburg, benannt nach dem Stammsitz der Grafen auf der Schauenburg im Landkreis Kassel, bestand von etwa 1089 bis in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts hinein.

Geschichte

Vermutlich ist die Schauenburg schon in fränkischer Zeit entstanden. Urkundlich erwähnt wird die Burg in den Jahren 1143 (als Scowenburch), 1184 (als Schowinburc) und 1240 (als Scoenburc). Im Jahre 1089 waren die Schauenburger im Besitz des Obergerichtes „Ditmelle“ (der Name ist in den Ortsnamen Kirchditmold und Rothenditmold erhalten geblieben) und wahrscheinlich waren sie auch die Vögte von Kirchditmold und von den Klöstern Weißenstein und Kaufungen. Auf Dauer konnte sich die kleine Grafschaft aber im damaligen Interessenkonflikt zwischen der Landgrafschaft Thüringen, später der Landgrafschaft Hessen, und dem Erzbistum Mainz nicht behaupten. Jedenfalls nahm Graf Albert I. von Schauenburg im Jahr 1223 die Burg Wallenstein im Knüllgebirge als Lehen von der Abtei Hersfeld an und nannte sich fortan „von Wallenstein“. Im Jahre 1250 ist die Verpfändung von Burg Schauenburg durch das Erzbistum Mainz an den Ritter Hund von Holzhausen beurkundet.

Als Graf Albert II. von Wallenstein mit seiner Gattin Adelheid von Elben kinderlos blieb, schenkte er im Jahre 1257 den Klosterfrauen des Zisterzienser-Ordens die Kirche in Oberzwehren und die dazugehörige Kapelle in Nordshausen (1207 erstmals erwähnt) samt den dazugehörigen Patronatsrechten.

1271 wird urkundlich noch ein Albert von Schauenburg erwähnt, dem in diesem Jahr vom hessischen Landgrafen die Landrichterstelle am alten Gaugericht Maden (Gudensberg übertragen wurde und der dort die Grafengewalt als „vicecomes“ (Vizegraf) ausübte.

siehe auch