Graf Wolrad I. von Waldeck

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Graf Wolrad I. von Waldeck (Graf zu Waldeck in Waldeck), geboren um 1399 und verstorben nach dem 1. Februar 1475, war ein Sohn Heinrichs VI.. In der Regierung folgte er seinem Vater ab 1442.

Er war verheiratet mit Barbara von Wertheim.

Zeitweilig wurde Wolrad von dem Mainzer Erzbischof Konrad III. zum obersten Amtmann und Landvogt über die damals mainzischen Städte und Burgen im heutigen Nordhessen bestellt, darunter Battenberg, Rosenthal, Hausen, Fritzlar, Jesberg, Hofgeismar, Naumburg und Rhoden sowie den dazu gehörenden Dörfern und Gerichten.

Im Jahre 1424 verpfändete sein Vater und er dem hessischen Landgrafen Ludwig I. auf Lebenszeit die Hälfte seiner Grafschaft, bevor ein Treffen Wolrads und seiner Mutter Margaretha mit Erzbischof Konrad von Mainz und dem Kölner Erzbischof Dietrich II. von Moers (der als Verweser des Bistums Paderborn ebenfalls erhebliche Interessen im Grenzraum zwischen Hessen, Waldeck und Paderborn hatte), zu einer Kehrtwende führte. Unter Berufung auf ein dem Erzbischof von Mainz früher gegebenes Versprechen widerriefen Heinrich und Wolrad 1426 ihren Vertrag mit Landgraf Ludwig I. und verpfändeten nunmehr dem Erzbischof die Hälfte ihrer Grafschaft, was letztlich ein entscheidender Anlass für den Mainzisch-Hessischen Krieg von 1427 war.

Nach seinem Tode teilten seine Söhne die Grafschaft Waldeck auf. Philipp I. bekam die südliche Hälfte Waldeck-Wildungen, sein Bruder Philipp II. den nördlichen Teil Waldeck-Eisenberg.

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