Graf Heinrich VI. von Waldeck

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Graf Heinrich VI. von Waldeck - nach anderer Zählweise auch Heinrich VII. - war von 1397 bis zu seinem Tod Graf zu Waldeck und mehrfach Kurmainzer Oberamtmann in Ober- und Niederhessen. Er folgte seinem Vater Heinrich V. und er starb nach 1442 (wahrscheinlich: 1444) .

Leben

Blick von Burg Waldeck in das Waldecker Land

Er war der zweite Sohne des Grafen Graf Heinrich V. von Waldeck und seiner Frau Elisabeth von Berg.

Bereits zu Lebzeiten seines Vaters fiel er in das Gebiet des Fürstbistums Paderborn ein und musste im Jahr 1395 schwören, nie wieder in Paderborner Gebiet einzufallen, wobei der Waldecker Anteil an der Stadt und Burg Liebenau an Paderborn abgetreten wurden.

Nach dem Tod des Vaters wurde die Grafschaft Waldeck unter den beiden Söhnen Adolf und Heinrich in eine Landauer und in eine Waldecker Linie geteilt. Heinrich war damit der Begründer der neueren Linie Waldeck. Er residierte auf Burg Waldeck.

Verheiratet war er seit 1398 mit Margarethe von Nassau-Wiesbaden-Idstein, Nichte des Mainzer Erzbischofs Johann II. von Nassau-Wiesbaden-Idstein. Mit dieser hatte er den Sohn Wolrad und die Töchter Elisabeth und Margarethe.

Graf Heinrich VII. von Waldeck war als Mainzer Lehnsmann im Juni 1400 für die Ermordung von Herzog Friedrich von Braunschweig und Lüneburg verantwortlich.

Im Jahre 1424 verpfändete er, gemeinsam mit seinem Sohn Wolrad I., dem hessischen Landgrafen Ludwig I. auf Lebenszeit die Hälfte seiner Grafschaft, bevor ein Treffen Wolrads und seiner Mutter Margaretha mit Erzbischof Konrad von Mainz und dem Kölner Erzbischof Dietrich II. von Moers (der als Verweser des Bistums Paderborn ebenfalls erhebliche Interessen im Grenzraum zwischen Hessen, Waldeck und Paderborn hatte), zu einer Kehrtwende führte. Unter Berufung auf ein dem Erzbischof von Mainz früher gegebenes Versprechen widerriefen Heinrich und Wolrad 1426 ihren Vertrag mit Landgraf Ludwig I. und verpfändeten nunmehr dem Erzbischof die Hälfte ihrer Grafschaft, was letztlich ein entscheidender Anlass für den Mainzisch-Hessischen Krieg von 1427 war.

siehe auch

Wussten Sie schon ...

  • ... dass im Juni 1400 Herzog Friedrich von Braunschweig auf der Durchreise bei Kleinenglis von Kriegern des Grafen Heinrich von Waldeck ermordet wurde? Friedrich war ein Kandidat für den Königsthron. An die Tat erinnert das Kaiserkreuz. (Hans Bickell, Kleinenglis)

Weblinks