Goldhausen

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Goldhausen ist ein Stadtteil der Kreisstadt Korbach im Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Geografie

Hier liegt der Korbacher Hausberg, der Eisenberg (562 m hoch).

Vom Georg-Viktor-Turm (benannt nach Fürst Georg Victor) hat man einen großartigen Blick bis hin zum Kellerwald und zum Habichtswald.

Bekannt ist der Eisenberg aber auch wegen seiner - wenn auch nur mäßig gehaltvollen - Goldader und dem historischen Goldbergbau.

Geschichte

Burg und Schloss Eisenberg

Auf der bewaldeten Kuppe des Eisenbergs, oberhalb der Korbacher Hochebene, stand ehemals eine Burg der Waldecker Grafen, die später zu einem Schloss ausgebaut wurde.

Erstmals wurde eine Burg 1367 erwähnt, die 1621 durch den Landgraf von Hessen zerstört und danach wieder errichtet wurde. Später entstand das Schloss, das Anfang des 18. Jahrhunderts noch existierte, dann aber verfiel und dessen Steine eine anderweitige Verwendung fanden. Inzwischen wurden Grundmauern freigelegt.

Goldbergbau

Ansicht in Korbach von der "Korbacher Goldspur"

Der Ort entstand um 1426 als Bergarbeitersiedlung. Schon sehr viel früher, in der Mitte des 13. Jahrhunderts, wurde ein Goldbergwerk genannt. In Goldhausen wurde mehrere Jahrhunderte lang Gold abgebaut. Die ehemalige Bergmannsiedlung ist klein, rund 300 Leute leben dort. Am Ort sind die Häuser an den Berg gebaut, die Straßen gehen kreuz und quer durch den Ort. Abgeriegelte Schachteingänge und Schutthalden, über die inzwischen Gras gewachsen ist und mit Steinen gefüllte Loren erinnern heute noch an die Zeit des Goldabbaus.

Am 19.2.2008 berichtete die Zeitschrift „Wirtschaftswoche“ davon, dass im nordhessischen Eisenberg noch über eine Tonne des Edelmetalls Gold vermutet werden. Der Berg gilt als die grösste Goldlagerstätte Deutschlands und auch ein Großteil des „Edergolds“ stammt hierher. Im Ortsteil Mehlen der Gemeinde Edertal wird auch heute allen Interessierten die Möglichkeit gegeben, an der Eder Gold aus dem Schottern der Flussaue zu waschen.

Der Goldabbau am Eisenberg ist mühsam und hat sich zuletzt wirtschaftlich nicht mehr gelohnt. Anders war dies in früheren Jahrhunderten, als die Arbeitskräfte noch billig waren.

Aus der Zeit um das Jahr 1300 stammt der erste Schacht, mit dem der Tiefbau nach dem Gold begonnen wurde und erst im 17. Jahrhundert ging es mit dem Bergbau in Goldhausen zu Ende. Vergeblich war der Versuch des Bergbauexperten Karl-Theodor Rauschenbusch, die Mine in der 1930-er Jahren wieder in Betrieb zu nehmen. Über drei Jahren hinweg wurde damals vergeblich nach Gold gesucht.

Gold-Bergwerk

Heute werden regelmäßige Führungen von Mai bis Oktober nach vorheriger Anmeldung angeboten.

Ausgestattet mit Schutzhelm, Schutzjacke, Gummistiefel und Grubenleuchte kann die Welt im Inneren des Eisenbergs (nach Anmeldung) erkundet werden. Treffpunkt ist das "Zechenhaus" am Dorfgemeinschaftshaus Goldhausen.

Goldspur

Informationen zum Goldbergbau bietet auch der Goldlehrpfad Goldspur Eisenberg, der eindrucksvoll die montanhistorischen Spuren in Deutschlands reichster Goldlagerstätte dokumentiert (www.goldspureisenberg.de).

Schloss Eisenberg und Georg-Viktor-Aussichtsturm

Auf der bewaldeten Kuppe des Eisenbergs, oberhalb der Korbacher Hochebene, stand ehemals die Burg Eisenberg der Waldecker Grafen, die später zu einem Schloss ausgebaut wurde.

Im Jahre 1905 wurde hier zum Gedächtnis an den Fürst Georg Victor von Waldeck der Georg-Viktor-Aussichtsturm errrichtet.

Vom Georg-Viktor-Turm hat man einen großartigen Blick bis hin zum Kellerwald und zum Habichtswald. Der Turm ermöglicht aber auch einen Überblick auf den zwischen 1974 und 1985 restaurierten Grundriss der Burg aus dem 13. Jahrhundert.

siehe auch

Weblinks


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