Gimte

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Kirche in Gimte

Gimte (mit Hilwartshausen) ist ein Ortsteil der Stadt Hann. Münden in Südniedersachsen.

Das Dorf liegt rechts der Weser zwischen dem Bramwald im Osten und dem Reinhardswald im Westen und über die Bundesstrasse B 3 nur wenige Autominuten von Hann. Münden im Süden entfernt.

Durch den Ort führt der Weser-Radweg.

Der Spitzname der Dorfbewohner lautet "Hechtsköppe".

Geschichte

Aus der Ortsgeschichte

Wappen vom Gimte

In einer Urkunde des Klosters Hilwartshausen wurde der Ort im Jahre 970 erstmals urkundlich erwähnt. Gimte war ein königlicher Hof, der in sechs Einzelhöfe aufgeteilt war und dem Stift Hilwartshausen in diesem Jahr geschenkt wurde.

Auf eine inzwischen mehr als 1000-jährige Geschichte blickt auch die Marien-Kirche in Gimte zurück. In Teilen stammt die Marienkirche - mit heute barocker Ausstattung - aus dem frühen 11. Jahrhundert.

Haupterwerbszweig der Bevölkerung war im 18. und 19. Jahrhundert neben der Flößerei und dem Holzhandel auch die Fischerei und die Leineweberei.

Seit dem Jahre 1973 ist der ehemals selbständige Ort ein Stadtteil von Hann. Münden.

Fischer- und Flößerdorf

An das ehemalige Fischer- und Flößerdorf Gimte erinnert auch das Wappen des Orts.

Kirche

Marienkirche in Gimte:

Auf eine inzwischen mehr als 1000-jährige Geschichte blickt die Marien-Kirche in Gimte zurück. In Teilen stammt die Kirche - mit heute barocker Ausstattung - aus dem frühen 11. Jahrhundert.

Die in 1006 entstandene Kirche ist Radwegekirche am Weserradweg. [1] [2]

Sie besteht heute aus zwei, in ihrer Höhe und Breite, unterschiedlichen Teilen. Im niedrigeren Teil ist der Chor untergebracht, ein Abschnitt der alten Marien-Kapelle, im Jahr 1006 durch das Kloster Hilwartshausen erbaut wurde. Der steinerne Altar, der an drei Seiten die Inschrift Hanc aram fecit Hermann de Neste parari; Munus ei petimus Christe, perenne dari! trägt, verweist auf den Namen des Stifters, Hermann von Nyste, in 1289 ein Ratsherr von Münden.

Kloster Hilwartshausen

Klostergut Hilwartshausen an der Weser
Hilwartshausen - gotische Klosterscheune
Die Weser bei Hilwartshausen

Das Klostergut Hilwartshausen an der Weser gehört zu Gimte. Es wurde im Jahre 960 von König Otto I. als Augustinerinnenstift Hilwartshausen gegründet und verfügte ursprünglich über eine dem heiligen Stephanus geweihte Klosterkirche. Durch Stiftungen und Rodungen erhielt das Reichskloster in den Folgejahren auch umfangreichen Grundbesitz im oberen Wesertal, der beispielsweise im Jahre 1003 im nahegelegenen Vaake urkundlich festgehalten worden ist.

Heute ist das Gut Hilwartshausen im Besitz der hannoverschen Klosterkammer und der landwirtschaftliche Betrieb verpachtet. Die kleine Petruskirche kann besichtigt werden.

Partnerschaft

Zwischen Gimte und der Ortschaft Sannois (bei Paris/Frankreich) besteht eine Partnerschaft.

Persönlichkeiten

siehe auch

Weser-Radweg

Aus Richtung Hann. Münden (Start) verläuft der Weser-Radweg entlang der Weser durch Gimte bis nach Oberweser (25,0 km) und von dort weiter nach Lippoldsberg (30,0 km), Bodenfelde-Wahmbeck (35,0 km) und Bad Karlshafen (45,0 km). Von dort schließt sich eine mehr als 400 km lange Strecke bis nach Bremen, Bremerhaven und Cuxhaven an.

Die 1000 Jahre alte Marienkirche in Gimte, direkt am Weser-Radweg gelegen, ist seit dem 11. Mai 2008 offiziell Radfahrerkirche. Von April bis Oktober steht sie den Radlern offen als Rastplatz für die Seele. Kleine Texte zum Nachdenken liegen aus, ebenso Gebete und Reisesegen. Einladungen zu kirchlichen und kulturellen Veranstaltungen, Radwanderkarten und Hinweise auf örtliche Gasthäuser sowie auf Unternehmen, die mit Fahrrädern zu tun haben, vervollständigen das Angebot.

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Jörn Barke: Kirche für Radler. Radfahrerkirche in Gimte. Göttinger Tageblatt vom 5. September 2011, Seite 11. Webfassung vom 4. September 2011, abgerufen am 5. September 2011.
  2. Antje Ibbeken-Henn, Bernd Vogel: Ev.-luth. Kirchengemeinde Gimte-Hilwartshausen.

Weblinks