Gieselwerder

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gieselwerder - Rathaus

Der ehemals selbständige Luftkurort Gieselwerder an der Weser ist heute ein Ortsteil der Gemeinde Oberweser.

Der Spitzname der Einwohner ist “Grimpen” (kleine Fische, Stichlinge).

Im Jahr 2018 feiert der Ort sein 925-jähriges Jubiläum.

Geografie

Gieselwerder liegt an der Weser im oberen Wesertal nahe des Reinhardswalds. Auf der anderen Seite der Weser erstreckt sich der Höhenzug Kiffing, an den sich südlich der Bramwald und nördlich der Solling anschließen.

Durch den Ort verläuft die Bundesstraße B 80. Die Weserbrücke verbindet den Ort mit dem linken Weserufer und die Landesstraße 561, die in Richtung Süden nach Hann. Münden und in Richtung Norden nach Wahlsburg führt.

Geschichte

Aus der Ortsgeschichte

Gieselwerder feiert im Jahr 2018 sein 925-jähriges Jubiläum. Herzstück der Feierlichkeiten sind die Weserbeleuchtung am Samstag, dem 21. Juli 2018, und das Dorffest am Sonntag, dem 22. Juli 2018. Die Ausstellung zum Ortsjubiläum „925 Jahre Gieselwerder“ in der Geschichtswerkstatt kann von Mai bis September 2018 immer sonntags in der Zeit von 14.00 bis 17.00 Uhr besichtigt werden (Geschichtswerkstatt, In der Klappe 11).

Schneewittchen-Skulptur am Gelände der ehemaligen Wasserburg in Gieselwerder

Gieselwerder wurde im Jahre 1093 bei der Gründung des Klosters Bursfelde erstmals urkundlich erwähnt. Ein Edler Albert de insula (von Werder) ist als Vorbesitzer des Hofgutes "Miminde" vermerkt. Da dessen Bruder Ludolf, Domherr zu Magdeburg, beim Verkauf des Landgutes Miminde zunächst widersprach, ist der Vorgang mit Einblick in die Genealogie der Grafen von Werder (de Inusla) urkundlich überliefert.

Die Lage der damaligen Siedlung auf einer langgestreckten schmalen Insel, einem sogenannten Werder, lässt sich heute noch erahnen. Erst Anfang des 19. Jh. wurde der sumpfige, trennende Kanal endgültig trockengelegt. Der Straßenname "In der Laake" erinnert an ihn. [1]

Um das Jahr 1250 entstand zunächst auf dieser Weserinsel eine Siedlung mit zwei Burgen der Spitzenburg und der Wasserburg. Der Ort an der Oberweser entstand somit auf der früheren Flussinsel, die zunächst am nördlichen Ende und später am südlichen Ende durch eine Burg begrenzt wurde (vgl. dazu: Informationsschrift des Vereins Heimat und Kultur Gieselwerder e.V.: Stadt Gieselwerder um 1250/1300 auf einer Weserinsel).

Auf der Spitzenburg haben die Grafen von Werder im 11. und 12. Jahrhundert gelebt, denen man zu Beginn des 12. Jahrhunderts in alten Urkunden begegnet. Zu dem völlig zerstörten Bauwerk der Spitzenburg konnte nach Untersuchungen, u.a. mit Bodenradar eine Rekonstruktionszeichnung erstellt werden. Ferner ließ sich die Stelle der mittelalterlichen Kirche St. Johannis mit Friedhof bestimmen. Auch einige Bodenfunde konnten geborgen werden.

Im 13. Jahrhundert ändern sich die Besitzverhältnisse und im Jahre 1231 befindet sich Gieselwerder im Besitz des Erzbischofs von Mainz. Lange Fehde schlossen sich an. Das Erzbistum Mainz verlor die Burg bereits 1257 an den Welfen Albrecht den Großen. Auch danach war der Besitz der Burg mehrmals umstritten, bevor Gieselwerder dann im Jahre 1462 unter Landgraf Ludwig II. hessisch wurde.

Ev. Christuskirche in Gieselwerder

Die Burg in Gieselwerder war vorübergehend Amtssitz (bis zur Verlegung nach Sababurg), bevor ihr im 16. Jahrhundert eine neue Rolle als Zolleinnahmestelle zukam.

Von der ehemals an der Weser gelegenen Wasserburg sind heute nur noch Reste der ursprünglichen Anlage vorhanden. Auf dem Gelände wurde im 20. Jahrhundert das heutige Fachwerk-Rathaus errichtet.

Bis zum 16. Jahrhundert stand den Gläubigen am Ort die ehemalige Johanniskirche (einst Pfarrkirche mit Friedhof) zur Verfügung. Es wird vermutet, dass die Kirche St. Johannis in dem Bereich gestanden hat, der heute vom Wendeplatz der Krämerstraße und dem Schifferplatz überbaut ist.

Die heutige evangelische Christuskirche enstand erst im Jahre 1813 in der Ortsmitte und wurde im damals üblichen klassizistischen Stil mit einem Walmdach errichtet, aus dem sich der Kirchturm erhebt. Das heutige vierstimmige Bronzeglockengeläut stammt aus dem Jahr 1956.

Stromabwärts am rechten Weserufer lagen zeitweise zwei Schiffswerften. Die erste wurde um 1782 gegründet, die zweite arbeitete ab Mitte des 19. Jh. Beide Werften bauten Schiffe aus Holz, die jedoch später von eisernen Schiffen verdrängt wurden. Das letzte Lattenschiff ging 1956 zu Wasser. Bis dahin waren die Werften bedeutende Arbeitgeber des Ortes. [2]

Inschrift am Rathaus in Gieselwerder

Bevor die Gemeindeverwaltung in das ehemalige Forstamt im Burghof umzog, war sie im heutigen Haus Steinweg 1 untergebracht. Hier betreute der ehemalige Bürgermeister Fritz Volle auch das Standesamt und Meldeamt.

Die Gemeinde schloss sich Zuge der Gebietsreform in Hessen zum 1. Februar 1971 mit den Gemeinden Arenborn, Gewissenruh, Gottstreu und Oedelsheim zur neuen Gesamtgemeinde Oberweser zusammen. Am 1. August 1972 kam Heisebeck hinzu.

Oberweser liegt mit seinen Ortsteilen zu beiden Seiten der Weser zwischen Hann. Münden (im Süden) und Bad Karlshafen. Im Süden grenzt Oberweser an die Gemeinde Reinhardshagen im Norden an die Gemeinde Wahlsburg.

Burg Gieselwerder

Noch heute ist in Gieselwerder, dort wo das Rathaus der Gemeinde Oberweser steht, die Umfriedung der früheren Burg Gieselwerder zu sehen.

Vor dem Rathaus: Modell der ehemaligen Burg Gieselwerder

Der Sage nach lebte hier einst die Riesin Giesela, neben Drenta, Saba, Trendula, Lippolda und Brama eine der Töchter des Riesen Kruko (von der Krukenburg), die einst im Reinhardswald und im Bramwald auf der anderen Seite der Weser wohnten. Und so verläuft hier auch eine Etappe des Märchenlandwegs.

Weniger phantasievolle Zeitgenossen vermuten, dass die damalige Flussinsel am nördlichen Ende und später am südlichen Ende durch eine Burg begrenzt wurde (die Spitzenburg und die Wasserburg), wovon heute nur noch Fragmente der mittelalterlichen Ummauerung erhalten geblieben sind. Im ehemaligen Burghof - vor dem heutigen Rathaus - finden sich Informationen und ein Modell, wie die Wasserburg im 15. Jahrhundert einmal ausgesehen haben könnte.

Während nach einer Darstellung die ehemalige Wasserburg hier erstmals im Jahre 1240 durch das Erzbistum Mainz errichtet wurde, ist sie nach anderer Darstellung nach der Übernahme durch das Erzbistum Mainz lediglich umfassend renoviert worden.

Lange Fehde schlossen sich an, bevor die Burg im Jahre 1462 hessisch wurde und nach der Verlegung des Amtssitzes von Gieselwerder nach Sababurg im 16. Jahrhundert eine neue Funktion als Zolleinnahmestelle erhielt.

An der Stelle der verfallenen Burg wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts ein Fachwerkhaus errichtet, in dem sich seit 1851 die Renterei befand. Himmelfahrt 1913 brannte dieses Gebäude ab und nur ein Jahr später entstand das Gebäude, in dem sich das heutige Rathaus von Gieselwerder befindet.

Flößerei und Schifffahrt

Eine große Bedeutung für den Ort an der Weser hatten die Flößerei, die Schifffahrt und der Schiffsbau, der bis 1956 am Ort betrieben wurde.

Artikel aus HNA-online vom 19.11.2009

Holzschiffe für die Region

Etwa 150 Jahre lang gaben Werften in Gieselwerder den Menschen Arbeit

von Antje Thon

Gieselwerder. Die Flut kam mit einem lauten Grollen und vernichtete alles, was sich ihr in den Weg stellte. Die Werft in Gieselwerder lag über einhundert Kilometer entfernt von der Edertalstaumauer, die von britischen Kampffliegern in der Nacht zum 17. Mai 1943 zerstört worden war. Aber auch sie war in Folge der Bombardierung von einer gewaltigen Welle erfasst worden. Sie spülte eine 150-jährige Schiffsbautradition die Weser hinab.

Gertrud Volle kann sich gut erinnern an den Untergang der Werft, die einst vielen Familien Arbeit gab. Ihr Vater, Heinrich Henne, hatte die Fabrik zuletzt geführt. Die Bilder von damals haben sich ihr ins Gedächtnis gebrannt. In den letzten Kriegstagen hatte die Wehrmacht die Brücke gesprengt, die das Dorf mit der Werft am anderen Ufer verband. "Alles war dahin", sagt die 80-jährige Volle. Von dem Schicksalsschlag sollte sich die Fabrik nicht wieder richtig erholen. Das letzte Lattenschiff baute Heinrich Henne 1956.

Holz gab es genug
Gertrud Volles Sohn, Hans-Georg, nimmt an, dass Ende des 18.Jahrhunderts mit dem Bau von Schiffen in Gieselwerder begonnen worden war. Allerdings hatte dieses Unternehmen nur wenig mit dem seiner Vorfahren zu tun. Als Tutenwerft taucht sie in den Annalen des Dorfes auf und gibt noch heute Hinweis auf die Namen der Firmenbesitzer. Neben der Familie Tute waren dies die Herren Storck (Werftgründer) und Arensburg. Etwa einhundert Jahre lang verabeiteten sie das Holz der umliegenden Wälder zu Schiffen.

Die Zeit für den Schiffsbau konnte günstiger nicht sein - die Flüsse waren damals Transportweg Nummer eins. Wer mit Waren handelte, verlud sie aufs Schiff. Der Kreis der Werft-Kunden erstreckte sich von Minden an der Weser bis Bad Wildungen nahe der Eder und von Treffurt an der Werra bis ins Leinetal nach Salzderhelden.

Gebaut wurden in Gieselwerder ausschließlich Holzschiffe. Bis zum Schluss. Volle geht davon aus, dass es sein Großvater Heinrich und dessen Bruder Georg, die Inhaber der zweiten Werft, versäumt hatten, Eisenschiffe zu fertigen, die von Kunden zunehmend mehr gefragt waren. Damit hatten sie wohl einen Anteil am wirtschaftlichen Niedergang des Betriebes. Die Geschichte der Werft, die nur wenige Meter neben der Tutewerft errichtet worden war, hatte Ende des 19. Jahrhunderts begonnen.

Fähren, Lastenschiffe, Personenschiffe und Lattenschiffe für die Fischerei wurden in Gieselwerder vom Stapel gelassen. Ihr Bau war zeitaufwändig. Allein 20 Jahre musste das Holz lagern, ehe es verarbeitet werden konnte. Da bot es sich an, zudem mit Holz zu handeln. Eine Dampfmaschine, so Hans-Georg Volle, habe die großen Sägen angetrieben. Bis zu 50 Mitarbeiter waren hier beschäftigt. Die Hennes bauten nicht nur Schiffe, sie reparierten diese auch. In den letzten Jahren der Werft nahm die Reparatur einen weitaus größeren Raum ein als der Schiffsbau. Für ein weiteres Standbein sorgte der Bau der Eisenbahn: Die Werft lieferte die Schwellen für die Hessische Nordbahn.


Traglast bis 500 Tonnen
Vor allem die Fertigung der Stevenbock, ein für das Ende des 19. Jahrhunderts innovativer Schiffstyp, forderte jeden Einzelnen der Belegschaft. Der Kahn konnte bis zu 500 Tonnen Güter transportieren. Aber auch kleine Schiffe mit einer Traglast von 100 Tonnen, wie die so genannten Bullen, fanden Absatz. Für die Firma Oppermann in Hedemünden wurden Kiesschiffe gebaut. Stolz muss die Mitarbeiterschaft auch auf den Bau eines Schwimmbaggers gewesen sein, der auf dem Landweg unter Zuhilfenahme einer Dampfmaschine an den Diemelsee gebracht wurde. Denn Bagger gehörten nicht ins Standardprogramm in der Produktpalette. (ant)


Stichwort: Lattenschiffe
Lattenschiffe waren der gängigste Schiffstyp, den die beiden Werften vom Stapel ließen. Ein letztes Exemplar hat Hans-Georg Volle in seinem Garten aufgestellt. Er hat es von Karl Ebel aus Gimte (Hann. Münden). Lattenschiffe haben sich vermutlich aus den Einbäumen entwickelt, mit denen seit dem 9. Jahrhundert die Flüsse befahren wurden. Die Lattenschiffe wurden gerudert oder gestakt. Als Volle das Schiff allerdings nach Gieselwerder holen wollte, war niemand mehr in der Lage, es zu steuern. So wurde es auf einem Lkw transportiert. (ant)

Kirchen

Kath. Kirche "Zum guten Hirten", Meierhofstrasse

Literatur

  • Reiseführer: Gastliches Weserbergland, Bautz-Verlag 2007
  • Hans-Georg Stephan: Der Solling im Mittelalter - Archäologie, Landschaft, Geschichte im Weser- und Leinebergland, archaeotopos-Verlag Dormagen 2011
  • Region Kassel Land e.V. (Hrsg.), Unterwegs im Reinhardswald - 52 Wege und Ziele, Wolfhagen 2011
  • 900 Jahre Gieselwerder, Gemeindevorstand der Gemeinde Oberweser, 1993
  • "Und immer stromab an Kuhlbaum und Schnepper." - Flöße von der Oberweser, Hrsg. vom Gemeindevorstand der Gemeinde Oberweser, 2005

Zum Jubiläumsjahr 2018 - Informationen des Vereins Heimat und Kultur Gieselwerder e.V.:

Märchenhaftes

Schneewittchen: Deutsche Bundespost - 10. Oktober 1962

Einst gab es hier Bergbau an der Schnittstelle von Weserbergland und Solling und so bedarf es nicht allzu viel an Fantasie, dass hier Schneewittchen mit seinen sieben Zwergen zuhause gewesen sein könnte. Eine Vorstellung die allerdings auch andernorts für möglich gehalten wird, etwa in dem kleinen Ort Bergfreiheit, nahe der Stadt Bad Wildungen.

Immerhin spricht für Gieselwerder, dass nicht weniger als sieben Bergspitzen den Ort einrahmen. Und so ist man sich in Gieselwerder hinter den sieben Bergen - zwischen Reinhardswald und Solling sowie an einer schönen Schleife der Oberweser gelegen - seiner Sache sicher und nennt sich heute auch das "Schneewittchendorf".

Am Ort findet sich nicht nur ein Schneewittchenplatz sondern auch der Schneewittchenstein, eine Skulptur des Bildhauers Wienhold Gernemann vor dem Rathaus, der die Geschichte von Schneewittchen und den sieben Zwergen in abstrakter Form darstellt.

Märchenhaft geht es im Norden von Hessen auch in der Nachbarschaft weiter. In kurzem Abstand von Gieselwerder liegen das Dornröschenschloss Sababurg oder die Burg Trendelburg. Die Deutsche Märchenstraße folgt hier den Pfaden der Gebrüder Grimm und lässt in Trendelburg das Märchen von Rapunzel lebendig werden.

Sehenswürdigkeiten

  • Sehenswert ist die "Christuskirche" in Gieselwerder aus dem Jahre 1813. Die heute offen liegende Fachwerkkonstruktion der Kirche war anfangs verputzt. Erst bei einer grundlegenden Restaurierung im 20. Jahrhundert wurde der Putz entfernt. Auffällig im Innern der Kirche sind die besondere Farbgebung und das Farbenspiel der Fenster hinter dem Altar sowie das Altar-Kruzifix und das Taufbecken, beides Arbeiten des Bildhauers Wilhelm Hugues aus Hümme.
  • Eine Skulptur des Hofgeismarer Bildhauers Wienhold Gernemann vor dem Rathaus (Burghof der ehemaligen Wasserburg) stellt in abstrakter Form die Geschichte von Schneewittchen und den sieben Zwergen dar, deren "Pate" Gieselwerder ist. Der Schneewittchenstein zeigt in abstrakter Form eines Hochreliefs neben Schneewittchen und ihrer bösen Stiefmutter Kunigunde auch Abbildungen der sieben Zwerge.
  • Im ehemaligen Stadtbereich (Brückenstraße, Steinweg und Krämerstraße) befinden sich zahlreiche Fachwerkhäuser, die ältesten aus dem 17. und frühen 18. Jahrhundert.
  • Der Schifferplatz am Weserufer (Krämerstraße) erinnert an Liegeplätze für Schiffe und Flöße.
  • In der Neustadtstraße wurden einst diverse Quellen eingefasst, der Tönjesborn, der Bischofsborn und der Kuhborn (am Waldrand zur Zeit der Waldhute).
  • Die Freilichtausstellung am Mühlenplatz zeigt im Maßstab 1 : 25 und 1 : 40 nachgebildete Wassermühlen, Burgen, Schlösser, Kirchen und Rathäuser.
  • Der Geschichte der Schifffahrt in Gieselwerder widmet sich das Schiffermuseum Gieselwerder in der ehemaligen Schule "In der Klappe 11" (nahe dem Freibad "An der Klappe"). Anstelle der ehemaligen Grundschule entstand 1993 ein Neubau für die heutige Grundschule in Gieselwerder.
  • In den Räumlichkeiten der Geschichtswerkstatt Gieselwerder (in der ehemaligen Schule) sind Wandtafeln mit Zeichnungen der mainzische Wasserburg, der ehemaligen Spitzenburg (1303 bis auf die Grundmauern geschleift) und der mittelalterlichen St. Johannis-Kirche (bestand bis zur Reformation) zu besichtigen sowie ein Merianstich der Wasserburg aus der Zeit um 1600.

siehe auch

Mühlenplatz in Gieselwerder

Übernachtungsmöglichkeiten

Vereine

Schifferplatz an der Weser in Gieselwerder

Schifferverein Gieselwerder

Der Schifferverein Gieselwerder engagiert sich beim Aufbau des Schiffermuseums am Ort (In der Klappe 11 - www.schiffermuseum.de).

Auch am Schifferplatz zeugen Anker und Schiffschrauben von der Zeit, als noch viele Gieselwerderer als Schiffer im Haupterwerb die Weser befuhren.

TSV 07 Gieselwerder

Auf sein 100-jähriges Bestehen blickte im Jahr 2007 der TSV Gieselwerder zurück. 26 junge Männer gründeten damals den Turnverein, dem auch ein Spielmannzug angegliedert wurde.

Bis zum Zweiten Weltkrieg stand der Turnsport im Vordergrund. Ab 1946 nahm dann der Handballsport seinen großen Aufschwung.

Verein Heimat und Kultur

Wandern und Radwandern

Radwandern

Wandern

Informationstafel

Eco-Pfade

  • Aus Richtung Gottsbüren verläuft ein historischer Pilgerpfad, der Werdersche Weg, über Gieselwerder bis nach Oedelsheim und zurück. Von der Arbeitsgemeinschaft Heimatgeschichte Gottsbüren wurden historische Pilgerwege als Rundwanderwege angelegt und diese "Eco-Pfade" mit Hinweistafeln zu geschichtlichen Ereignissen ausgestattet.
  • In 2013 eröffnet wurde der Eco-Pfad Burgen-Museen-Wasser Gieselwerder, der den Bogen von den mittelalterlichen Burgen Gieselwerders über die Schifffahrt und Flößerei bis hin zum Weserfachwerk im Ortskern spannt.

Weitere Wanderwege

Wasser bergauf

"Wasser-bergauf" im Herbst

"Wasser bergauf": An der Strasse nach Gottsbüren beschreibt ein Gedicht den vermeintlich wundersamen Anblick des Trumbachs (der in Gieselwerder auch Lumbach heißt), eines Wasserlaufs im Reinhardswald:
Beim Wandern durch den Reinhardswald
macht man an einem Bächlein halt.
Ein Wunder nimmt hier seinen Lauf,
es fließt tatsächlich das "Wasser bergauf ...".

Tatsächlich fließt der kleine Bach hier nur scheinbar bergauf und das Phänomen beruht auf einer sehenswerten optischen Täuschung. Der nahezu waagerechte Mühlengraben, der hier für den Betrachter hangaufwärts zu fließen scheint, führt zur Mühle Quentin. Nachdem die Besitzer der Mühle das Wasserrecht für die Stromerzeugung aufgegeben hatten, nahmen sich die Gemeinde Oberweser und der Heimat- und Verkehrsverein der Sache an und nach einer umfangreichen Abstimmung mit der Oberen Wasserbehörde beim Regierungspräsidium Kassel (wegen des Wasserrechts), dem Landesbetrieb Hessen-Forst und dem Amt für Straßen- und Verkehrswesen Kassel sowie der Kreisverwaltung konnte die Gemeinde Oberweser das Wasserrecht für 500 Meter Mühlengraben beidseits der L 763 übernehmen.

Weserbrücke

Am 22. November 2011 wurde die neue Weserbrücke in Gieselwerder getauft. Mit einer Sektflasche taufte Wolfgang Stremmel aus Frankfurt vor zahlreichen Gästen die Weserbrücke in Gieselwerder. Nach einem Artikel in HNA-online bedankte sich das Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen mit diesem seltenen und ungewöhnlichen Geschenk bei dem Brückenfachmann, der 46 Jahre lang für die Straßenbauverwaltung arbeitete und lange Zeit verantwortlich für die Brückenprüfungen in Hessen war.

Weserflößer

Weserfloß bei Gieselwerder (2008)

Im Jahre 2008 veranstalteten das „Büro am Fluss - Lebendige Weser e.V.“ und die „Flößerfreunde Reinhardshagen“ eine Floßfahrt auf der Weser von Reinhardshagen nach Bremen.

Damit wurde an das uralte Gewerbe der Weserflößer erinnert und eine historische Flusslandschaft neu entdeckt.

Der erste Haltepunkt - nach dem Start in Veckerhagen - lag am 12. Juli 2008 in Gieselwerder.

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Informationen auf www.eco-pfade.de
  2. Informationen auf www.eco-pfade.de

Weblinks