Gestaltungskonzept des Landart-Künstlers Hans-Joachim Bauer

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Hans-Joachim Bauer (* 1942) ist Landart-Künstler und lebt und arbeitet in Mardorf bei Homberg/ Efze.

Gestaltungskonzept des Landart-Künstlers Hans-Joachim Bauer

Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts beschäftigen sich Künstler mit Landart. Hinaus aus Galerien und Museen, hinein in die Natur. Es entstehen Kunstwerke gestaltet aus Naturmaterialien in der Landschaft.

Ausgehend von den USA kreieren europäische Künstler die Naturkunst. Hier „wird ein Reflexionsprozeß in Gang gesetzt der eine philosophische Dimension annimmt. Er geht über die Konzeption hinaus, die, etwa im Werk von meist amerikanischen Künstlern der Landart wie Robert Smithon, Michael Heizer...mit Hilfe oder unter Einbeziehung der Natur und ihrer Materialien, in Analogien zu ihr, Mechanismen der Wahrnehmung und des Denkens phänomenologisch veranschaulichen und bewusst machen wollen.“ (M.Lauber)

Hans-Joachim Bauer beschäftigt sich seit 1993 mit Landart/Naturkunst. In den Projekten des Künstlers geht es um die Visualisierung zivilisatorischer Prozesse. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit erwächst aus der persönlich gelebten Spannung zwischen Euphorie und Schuldbewusstsein in bezug auf die Aneignung der Natur durch den Menschen. Die Aneignung von Zeit, Raum, Erkenntnis und Herrschaft wird in die Natur zurück projeziert, in eine Natur als Bestandteil des „globalen Innenraumes“ (T.Assheuer)

Als Gestaltungselemente verwendet der Künstler Naturmaterialien (Erde, Wasser/Eis, Feuer/Licht, Luft), Pflanzen, Tiere, Menschen, grafische Elemente, Schrift und Teile der Infrastruktur (Straßen).

Als Werkzeuge dienen: GPS-Vermessungstechnik, einfache Vermessungsinstrumente, Traktoren und andere landwirtschaftliche Maschinen, andere Werkzeuge.

Weblinks

Beispiele, siehe auch Werkverzeichnis unter http://www.bauer-landart.de (Landart,Performances)