Germanischer Garten von Schloss Windhausen

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Der Germanische Garten von Schloss und Gut Windhausen war ein englischer Landschaftsgarten bei Heiligenrode östlich von Kassel in Nordhessen.

Geografie

Die Überbleibsel des Landschaftsgartens befinden sich im Landkreis Kassel östlich von Niestetal-Heiligenrode etwa 1,5 km südlich des 352 m hohen Mühlenbergs, einem westlichen Ausläufer des Kaufunger Walds, und nur wenige Meter südöstlich von Gut Windhausen.

Zu erreichen ist die heutige Parkanlage über die von Heiligenrode in Richtung Osten verlaufende Kreisstraße K 4, die im Ort von der zum Beispiel nach Nieste führenden Landesstraße L 3237 abzweigt und unter anderen zum Sensenstein führt.

Geschichte

Der im englischen Gartenstil angelegte Garten wurde ab 1781 vom preußischen und später hessischen General und Staatsminister Martin Ernst von Schlieffen als gartenarchitektonische Ergänzung und Abrundung von Schloss Windhausen angelegt.

In der Gartenanlage befanden sich eine Vielzahl gartenarchitektonischer Bauwerke, die sich in die natürlich belassene Gartenanlage eingefügt hatten. Zum Garten gehörten ein Altar, ein Freundschaftsdenkmal, eine Teufelsbrücke und das so genannte Arminiusgrab, das dem Garten seinen Namen Germanischer Garten verlieh. Die Bauwerke im Garten wurden durch natürlich verwundene Wege verbunden.

In einer Menagerie wurde eine Horde Affen gehalten, bis diese bösartig wurden, Menschen anfielen und erschossen wurden. General von Schlieffen setzte ihnen zur Erinnerung am kleinen Teich eine Säule. Die Darstellungen auf der Affensäule inspirierte später Wilhelm Busch zu seiner bekannten Humoreske Fips der Affe.

In einer mit Schilf bedeckten Einsiedelei verbrachte der wissenschaftlich interessierte und zurückgezogen lebende General von Schlieffen seine Pensionszeit. Im hiesigen Mausoleum, das er sich schon vor seinem Tod errichten ließ, wurde er begraben.

Heutiger Park

Der Germanische Garten vom Schloss Windhausen ist heute in seiner Gesamtheit nicht mehr erhalten, sondern als natürlich belassener, verwilderter Park vorhanden. Es erinnern nur noch das Mausoleum, das Arminiusgrab und die Affensäule an seine Existenz.

Literatur

  • Eduard Brauns, Wanderführer durch Oberhessen und Waldeck, Bernecker Verlag Melsungen, 1971

siehe auch