Georg Winter

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Georg Winter
Georg Winter, geboren am 28. August 1927, ist ein Kasseler Musiker und Unterhaltungskünstler. Freunde nannten ihn auch Schorsche Winter.

Werdegang

Ab 1941 genoss Winter eine rivate Musikausbildung (Klavier). Danach war er einige Jahre Gitarrist in einem Orchester in Estland. Zudem wurde Winter in Frankfurt bei Prof. Siebel in Frankfurt in Harmonielehre, Komponieren und Texten ausgebildet.

Winter komponierte und textete unzählige Lieder mit nordhessischem Lokalkolorit. Außerdem sammelte er leidenschaftlich gern alte Kassleler Witze. "Der ahle Witz hotten Bart, der geht schon bis zur Hedwigstroße". Gemeint war, der Witz hat einen langen Bart bis zur Hedwigstraße, weil sich dort bis zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg das Stoffhaus Barth an der Ecke Martinsplatz befand, und der Bart des Witzes eben bis dahin reichte.

Werke

SCHLITTENFAHRT IN DEN ADVENT

Das ganze Haus voll Tannenduft, es hat heut Nacht geschneit. Am Frühstückstisch das erste Licht, es kommt die schöne Zeit. Der Schlitten steht schon vor dem Tor, geputzt und fein geblänkt, wir spannen unseren Schimmel vor, und fahr'n in den Advent.

Ein wunderschöner Wintertag, er öffnet uns das Herz. Vorbei ist aller Sorg und Leid, vorbei ist aller Schmerz. Am Horizont ein roter Schein, Ihr wißt woher er rührt, beim Backen haben Engelein das Feuer gut geschürt.

Ein Schneemann steht am Wegesrand, er rührt sich nicht vom Fleck. Unser Schimmel sagt ihm guten Tag, dann ist die Nase weg. Die Kinder aber jubeln, denn nun daurt's nicht mehr lang, dann hält an dieser Stelle ein gar strahlendes Schlittengespann.

Von fern erklingt ein Glöckelein, es ruft, kommt nicht zu spät. Es mahnt grad jetzt zur Weihnachtszeit, zur Einkehr, zum Gebet. Wir fahren hin zur Andacht, in den herrlichen Advent, und danken unserm Herrn für alle Liebe, die er uns schenkt.


FELDPOSTBRIEF AN PAPA

Flocken fallen hoch vom Himmel, es ist wieder mal soweit, und das Christkind steht schon bald vor unsrer Tür. Nah und fern, die Glocken klingen,läuten ein die Weihnachtszeit, doch lieber Papi, Du bist weit, bist nicht bei mir.

Mußt in ferne fremde Lande, irgendwo auf dieser Welt, weil die Menschheit einfach keinen Frieden hält. Mama sagt, wir müssen tapfer sein, so wie es Papa ist, doch heimlich seh ich ihre Tränen in Gesicht.

Heiligabend zünden wir ein kleines Lichtlein für Dich an, stelln's ins Fenster und denken fest an Dich. Vielleicht siehst Du es als ein Sternlein dort in tiefer, dunkler Nacht, gib auf Dich acht, und denk an Mama und an mich. Lieber Papi, einen einz'gen Wunsch hab ich zum Weihnachtsfest: Daß man Dich gesund und heil nach Hause läßt.


KASSEL HELLAU

Von Bad Wilhelmshöhe, bis ruß nach Zwehren, von Bettenhusen bis ins schöne Fulletal Am 11.11. hör'n mä uff zu mähren, dann gibbet's bi uns nur noch Hellau, Prost und Alaaf.

Mä feiern Fasching uff dem Land un in der Citty, mä feiern Karneval und machen einen druff. Der Opa, de Oma, der Vatter und de Mutti, heut fangen mä an, am Aschermittwoch hören mä uff.

Um elwe nach elwe, de Korken knallen, um elwe nach elwe, dann ist's widder mo soweit. De ganzen Sorjen lossen mä schön fallen, denn dann beginnt für uns de schönste Jahreszeit.

Mä feiern Fasching uff dem Land un in der Citty, mä feiern Karneval und machen einen druff. Der Opa, de Oma, der Vatter und de Mutti, heut fangen mä an, am Aschermittwoch hören mä uff.

Bi uns in Kassel, gibbets vähle Vereine, von denen möchte gerne jeder annerst sein. Am 11.11. do sinnn se sich einig, um 11.Uhr 11 fallen alle fröhlich ein


ZWEI KLEINE KASSELANER

Ein kleiner Kasselaner, und eine kleine Kasselanerin, die beiden trafen sich zu einem Gläschen Wein. Der kleine Kasselaner und die kleine Kasselanerin, die beiden wollten einmal richtig glücklich sein. Sie tanzten in den Abend, sie tanzten in die Nacht, sie tanzten in den Morgen, bis daß der Tag erwacht. Sie tanzten viele Wochen, Aschermittwoch war vorbei. Die beiden Kasselaner blieben sich treu.

Das war vor vielen Jahren, die Zeit, sie war nicht immer gut, doch ihre Liebe, ihre Treue gaben Mut. Und sitzen sie auch heute, gemeinsam vor 'ner Bütt, geh'n die Gedanken heimlich an den Tag zurück. Als sie tanzten in den Abend, als sie tanzten in die Nacht, als sie tanzten in den Morgen, bis daß der Tag erwacht. Die beiden Kasselaner denken an ihr Glück: es war die große Liebe auf den ersten Blick.


UNSRE ALTE TANTE TRUDEL

Unsre alte Tante Trudel, das war ne lust'ge Nudel, wenn eine Freundin Sorgen hat, gab sie ihr diesen Rat:

Knusper, knusper, kneußchen, mit Speck fängst Du ein Mäuschen, Du fängst auch dann und wann, mit Bratkartoffeln einen Mann.

Guter Rat, ja der muß wandern, die eine sagt's der andern. heut singt die ganze Damenwelt, das Lied, das so gefällt:

Knusper, knusper, kneußchen, mit Speck fängst Du ein Mäuschen, Du fängst auch dann und wann, mit Bratkartoffeln einen Mann.

Feine Pinkels heute sagen, Liebe, die geht durch den Magen, und wenn die Tanta Trudel noch wär, Kartoffeln müßten her.

Knusper, knusper, kneußchen, mit Speck fängst Du ein Mäuschen, Du fängst auch dann und wann, mit Bratkartoffeln einen Mann.

Unsre alte Tante Trudel, war fröhlich, wie ein Pudel. Sie war kein Kind von Traurigkeit, zu Späßchen stets bereit.


HALLO SUSEN, MIT DEM TOLLEN BUSEN

Hallo Susen, mit dem tollen Busen, ich wollt nur fragen, wie's Dir geht. Hallo Susen, möchte gerne mit Dir schmusen, drum steh ich vor der Diskothek.

Ich stehe mir die Beine krumm, warte abends nur auf Dich, nun frag ich mich, weshalb, warum, was hast Du gegen mich.

Hallo Susen, mit dem tollen Busen, ich wollt nur fragen, wie's Dir geht. Hallo Susen, möchte gerne mit Dir schmusen, drum steh ich vor der Diskothek.

Mir fehlt schon langsam die Geduld, ich rufe täglich bei Dir an. Doch einmal ist die Frau Mama, und dann die Automatik dran.

Hallo Susen, mit dem tollen Busen, ich wollt nur fragen, wie's Dir geht. Hallo Susen, möchte gerne mit Dir schmusen, drum steh ich vor der Diskothek.

Was sagst Du, Du bist nicht allein, und Deine Mama ist nicht da. Das kann doch wohl Dein Ernst nicht sein, das ist doch bestimmt blabla.

siehe auch

Weblinks und Quellen