Georg Lewandowski

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Georg Lewandowski
Georg Lewandowski (* 19. August 1944 in Schmidtsdorf in Ostpreußen) ist ein Kasseler Politiker (CDU).

Von 1991 bis 1993 saß Lewandowski für die CDU im hessischen Landtag in Wiesbaden.

Von 1993 bis 2005 war er Oberbürgermeister der Stadt Kassel. Besonderes Aufsehen erregte diese Wahl, weil Lewandowski der erste CDU-Mann in diesem Amt in Kassel war. Die Stadt galt bis dahin als Hochburg der SPD.

Beruflicher Werdegang

Mit seiner Familie zog Lewandowski 1950 nach Oberzwehren. Er besuchte von 1951 bis 1959 die Volksschule und wechselte dann auf die Handelsschule. Von 1961 bis 1964 absolvierte er eine Ausbildung zum Großhandelskaufmann in einem Kasseler Textilgeschäft. Im Anschluss an seine Zeit bei der Bundeswehr von 1965 bis 1971 besuchte Lewandowski die Fachschule für Wirtschaft. Den Einstieg in den Beruf absolvierte er 1973 bis 1974 als kaufmännischer Angestellter bei der AEG, danach leitete er von 1974 bis 1988 eine Abteilung für Personalbetreuung. Ab 1988 arbeitete der staatlich geprüfte Betriebswirt als Personalleiter bei der AEG.

Politischer Werdegang

1970 trat Georg Lewandowski der CDU bei. Von 1973 bis 1977 war Lewandowski Stadtverordneter in Kassel. Im CDU-Kreisvorstand Kassel-Stadt saß der gebürtige Ostpreuße seit 1976, ab 1977 war er zudem stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion. Im Ortsbeirat Oberzwehren war Lewandowski von 1979 bis zu seiner Wahl in den Landtag 1991 aktiv - seit 1981 auch als Vorsitzender des CDU-Stadtbezirksverbands Oberzwehren. 1990 übernahm er zudem das Amt des Kreisvorsitzenden Kassel-Stadt.

Seit 1985 ist Lewnadowski Mitglied im Beirat der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kassel mbH.

Vom 5. April 1991 bis 22. Juli 1993 war Georg Lewandowski Mitglied des Landtages Hessen, bevor er 1993 bei der Direktwahl zum Kasseler Oberbürgermeister gewählt wurde.

Während seiner Zeit als Oberbürgermeister war Lewandowski auch von 1999 bis 2001 sowie von 2003 bis 2005 Präsident des Hessischen Städtetages. Lewandowskis Amtszeit als Oberbürgermeister endete 2005.

Seit 2006 ist er wieder Mitglied der Stadtverordnetenversammlung. [1]

Bürgermeister von Kassel

Georg Lewandowski, SPD-UB-Vorsitzender Wolf Diethard Breidenbach und der damalige Oberbürgermeister Wolfram Bremeier (von rechts) am 8.3.1993.

Als Oberbürgermeister von Kassel legte Georg Lewandowski großen Wert auf Bürgernähe. Während seiner Amtszeit verlor etwa die documenta ihre Distanz zu den Bürgern der Region, stattdessen wurde sie zum Imageträger für die Stadt, die seit 1999 den Beinamen „Documenta-Stadt“ führen darf. [2]

Während seiner Amtszeit widmete sich Lewandowski vor allem der Weiterentwicklung Kassels zur wirtschaftlichen und kulturellen Metropole sowie zum Logistikdrehkreuz in Nordhessen. Zu dieser Entwicklung gehörten auch Projekte wie der Flughafenausbau Kassel-Calden, das Güterverkehrszentrum, der Industriepark Waldau oder auch das Technologie- und Gründerzentrum. Lewandowski trieb die Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2010 voran, was dem Selbstbewusstsein vieler Kasseler Bürger Auftrieb gab. [3]

Zudem setzte sich der Oberbürgermeister für mehr Kinder-, Jugend- und Familienfreundlichkeit ein und verbesserte die Zusammenarbeit mit der Universität Kassel. [4]

Lewandowskis Amtszeit endete mit der offiziellen Verabschiedung am 11. Juli 2005 im Bürgersaal des Rathauses. Zum Abschied bekam er eine Reproduktion des Gemäldes „Markt auf dem Königsplatz“ geschenkt, das jahrelang in seinem Amtszimmer gehangen hatte. [5]

siehe auch

Weblinks und Quellen

Einzelnachweise

  1. Porträt von Georg Lewandowski auf der Homepage der Stadt Kassel
  2. Porträt von Georg Lewandowski auf der Homepage der Stadt Kassel
  3. Porträt von Georg Lewandowski auf der Homepage der Stadt Kassel
  4. Porträt von Georg Lewandowski auf der Homepage der Stadt Kassel
  5. Porträt von Georg Lewandowski auf der Homepage der Stadt Kassel

Weblinks