Georg Kegel senior

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Königsplatz 1833.jpg
Familie kegel.jpg

Georg Kegel (1821-1884) war kurzzeitig Schüler an der Kasseler Kunstakademie, übte aber zunächst den Beruf eines Geometers (ein Mathematiker, der sich mit Geometrie beschäftigt) bei der fürstlichen Landesvermessungsanstalt aus, bevor er mit dem Akademielehrer Georg Koch 1849 eine Lithografie-Werkstatt gründete.

Drei Jahre später eröffnete er im Königstor sein Photographisches Institut für Lichtbilder auf Papier und Daguerreotyp-Portraits. Es war das erste Kasseler Fotogeschäft.

Georg Kegel hatte fünf Söhne. Nur einer, Eugen Kegel (1848-1901), trat in die Fußstapfen des Vaters. Ein weiterer Sohn, Georg Kegel jr. (1857-1912), war ein bekannter Architekt, Erbauer unter anderem der Engelsburg, der St.-Familia-Kirche und der zurzeit wegen Reparaturarbeiten verhüllten Endstation der Linie 1 in Bad Wilhelmshöhe.

Eugen Kegel führte das Geschäft des Vaters fort und erwarb den Titel eines „Hof-Photographen“. Da sich die Fotografier-Technik in jenen Jahren rapide weiterentwickelte und nicht mehr nur aufs Studio fixiert war, so entstand zum Beispiel die Serie „Kassel früher und heute|Ansichten von Cassel und Umgebung“, der das Motiv des Königsplatzes 1833 entstammt.

Das Kegel’sche Atelier wurde auch nach dem Tod von Eugen Kegel noch bis zum Jahre 1930 fortgeführt.

Quelle

  • HNA vom 15.03.2008: Artikel "Kassel im 19. Jahrhundert" von Wilhelm Ditzel