Georg Kegel

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Georg Kegel (* 22. September 1857 in Cassel † 26. Dezember 1912 ebenda; vollständiger Name: Georg Karl Wilhelm Kegel) war ein deutscher Architekt und wirkte im Zeichen des Historismus.

Der Kasseler Baumeister und Architekt entwarf zahlreiche katholische Kirchen und Kapellen im Gebiet des Bistums Fulda sowie zahlreiche Profanbauten.

Er bevorzugte neugotische und neuromanische Elemente, aber auch Formen aus der Renaissance.

Zu seinen bedeutendsten Werken gehören die beiden großen katholischen Pfarrkirchen St. Maria (genannt: Rosenkranzkirche) und St. Familia in Kassel.

Georg Kegel junior

Familie kegel.jpg

Georg Kegel jr. wurde am 22.09.1857 als Sohn des Kasseler Fotographen Georg Kegel geboren. Seine Schullaufbahn schloss er 1874 mit dem Abitur am Lycenum Friedericianum (heutiges Friedrichsgymnasium) ab, um anschließend an der Universität Hannover bei Conrad Wilhelm Hase Architektur zu studieren. Sein Lehrer Hase gilt als wichtigster Vertreter der norddeutschen Neogotik und des Historismus, beide Stielrichtungen prägten Kegels Werk als Baumeister bis zu seinem Tod.

Zunächst wurde Kegel als Regierungsbaumeister angestellt und war somit im preußischen Staatsdienst. Diese Tätigkeit führte ihn unter anderem nach Berlin. 1887 wurde er schließlich zum könglichen Baumeister ernannt. Um sein Wissen als Baumeister weiter zu entwickeln reisste Kegel nach Dänemark, Italien, Österreich und England, bei einer dieser Reisen lernte er den Architekten Hugo Schneider kennen, der später den Bau der Martinskirche leitete. Das wichtigste Bauwerk, an dem er mitarbeitete war der protestantische Dom in Berlin.

Kegel war bis zu seinem Tod gläubiger Christ, was ihn dazu veranlasste neben seiner beruflichen Arbeit auch sozial tätig zu sein. Er arbeitete im Kolpingwerk mit und half armen Angeklagten vor Gericht in seiner Heimatgemeinde Wehlheiden, ausserdem war er 10 Jahre Mitglied des Kirchenvorstandes seiner Kirchengemeinde und nutzte auch dieses Amt dafür sozial tätig zu sein.

1889 legte Kegel sein Amt als Regierungsbaumeister nieder um als freiberuflicher Baumeister zu arbeiten. Nachdem der Wirtschaftsaufschwung der Gründerjahre vorüber war, bekam auch Kegel weniger Aufträge. Kegel arbeitete zwischen 1907 und seinem Tod als Gutachter für diverse Kassler Versicherungbüros. Die Pläne für den Umbau des Fritzlarer Doms, die er seit 1889 ausarbeitete, wurden nach seinem Tod realisiert, sie sind nur ein kleiner Teil von Kegels Arbeiten zu bautheoretischen Themen.

Georg Kegel starb am 2. Weihnachtsfeiertag 1912 in seiner Heimatstadt Kassel.

Werk

Endhaltestelle Bad Wilhelmshöhe

Das Gesamtwerk Kegels ist bis heute unbekannt, weil viele Pläne bzw. Aufträge über die Zeit von über 100 Jahren verloren gegangen bzw. bei den Bombenangriffen auf Kassel zerstört wurden. Georg Kegel gilt bis heute als einer der wichtigsten nordhessischen Baumeister.

Zu seinen bekanntesten Werken gehören in Kassel unter anderem die Engelsburg, die Kirche St. Familia, die Rosenkranzkirche aber auch die Endstation der Linie 1 in Bad Wilhelmshöhe aus dem Jahre 1898.

Auswahl

Fotogalerie

siehe auch

Weblinks