Georg Christoph Lichtenberg

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Georg Christoph Lichtenberg

Georg Christoph Lichtenberg (* 1. Juli 1742, † 24. Februar 1799) war Schriftsteller, Mathematiker und Professor für Experimentalphysik. Er starb in Göttingen. Das Denkmal des Göttinger Professors steht dort am Alten Rathaus. Lichtenberg galt als bekennender Vertreter der Aufklärung.

Vita und Werk

Lichtenberg war das 18. Kind eines Generalsuperintendenten. Infolge einer Erkrankung in der Kindheit war er bucklig.

Er besuchte das Gymnasium in Darmstadt und verbrachte dort den Großteil seiner Kindheit und Jugend. Er studierte von 1763-1766 Mathematik und Naturwissenschaften an der Universität Göttingen. 1770 wurde er außerordentlicher Professor der Experimentalphysik an der Uni Göttingen.[1]


Aphorismen

Berühmt wurde Lichtenberg durch seine Aphorismen (kurze oft philosophische Gedankensplitter). Dazu gehören unter anderem die Sudelbücher. Dabei handelt es sich um Schreibhefte, in die er seit 1764 über viele Jahre hinweg eine Vielzahl von Gedankensplittern notierte. Seine Gabe, eigene Einfälle und Gedankengänge anderer voller Witz in geschliffener und einprägsamer Form festzuhalten, machten Lichtenberg zum Begründer des deutschsprachigen Aphorismus.

Lichtenberg-Figuren

Als Lichtenberg 1777 den Harzkuchen seines Elektrophors abschliff, bildeten sich im Staub baum- und sternförmige Muster. Mit diesen Gleit-Entladungen auf einem Nichtleiter, nach ihrem Entdecker Lichtenberg-Figuren genannt, gelang es ihm als erstem Menschen, elektrische Ladung sichtbar und repoduzierbar zu machen.

Privates

1789 heiratete Lichtenberg Margarethe Kellner, eine 17 Jahre jüngere Frau, die er ursprünglich als Hausmädchen einstellte. Aus der Ehe gingen acht Kinder hervor.

Denkmal

In Göttingen befindet sich eine Bronzeskulptur, die Lichtenberg darstellt. Das Kunstwerk wurde zum 250. Geburtstag von Lichtenberg am 1. Juli 1992 fertiggestellt. Der Göttinger Verleger Tete Böttger hatte sie in Albanien aus eingeschmolzenen Denkmalen von Lenin, Stalin und des albanischen Diktators Enver Hodscha gießen lassen. Zwei Jahre hatte der albanische Bildhauer Fuat Dushku (1930 bis 2002) in Tirana an der Lichtenberg-Figur gearbeitet, dabei 22 Variationen entworfen und drei Gipsmodelle vorgelegt bis die endgültige Skulptur gegossen wurde. Zur Realisierung des Projektes trug damals eine nicht unerhebliche Spende des Steidl-Verlages aus Göttingen bei. Die Figur war zeitweise wegen Bauarbeiten auf dem Markt und über den Winter 2013/2014 im Städtischen Museum untergebracht worden und stand dort neben dem Gänseliesel.[2]

siehe auch

Weblinks

  1. Georg Christoph Lichtenberg auf gutenberg.spiegel.de
  2. Aus HNA.de vom 5. Mai 2014: Lichtenberg-Skulptur steht wieder an angestammtem Platz am Alten Rathaus