Gemünden (Wohra)

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Gemünden
Wiki214.jpg
Gemünden
(Foto: zgm)
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Waldeck-Frankenberg
Höhe: 249 m
Fläche: 58,67 qkm
Einwohner: 3.873 (31. Dezember 2011)
Postleitzahl: 35285
Vorwahl: 06453
Kfz-Kennzeichen: KB
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktstraße 10
Website: www.gemuenden-wohra.de
Bürgermeister: Frank Gleim (parteilos)

Die Stadt Gemünden liegt im Tal der Wohra zwischen dem Burgwald und dem Kellerwald mit 4.445 Einwohnern (Stand: 15.09.2006).

Die Stadtteile

Im Rahmen der hessischen Gebietreform wurden in den Jahren 1972 bis 1974 die ehemals selbständigen Gemeinden Grüsen, Schiffelbach, Sehlen, Lehnhausen, Herbelhausen und Ellnrode zur Stadt Gemünden eingemeindet.

Geschichte

Gemünden.jpg

Gemünden kann auf eine mehr als sieben Jahrhunderte alte Stadtgeschichte zurückblicken. Die Stadt, die aus den sieben Dörfern Holzbach, Giebelingsbach, Burghardshausen, Ernstdorf, Steigershausen, Osterbach und Katzbach entstanden sein soll, wird in einer Urkunde aus dem Jahre 1223 erwähnt, im Jahre 1253 dann erstmals als Stadt.

Bereits im 8. Jahrhundert begegnet man in ersten urkundlichen Nachweisen dem Ort „Zegemunde“.

Die Zugehörigkeit zum ehemaligen Herrschaftsgebiet der Grafen von Ziegenhain zeigt sich in Form einer ehemaligen Burg und im Stadtwappen mit dem schwarzen Hahn mit Ziegenkopf.

Nachdem das Ziegenhainer Grafengeschlecht ausgestorben war, wurde Gemünden im Jahre 1450 eine Stadt der Landgrafschaft Hessen. Von der ehemaligen Stadtbefestigung existieren nur noch Reste ("Hexenturm").

Ein "Kulturhistorischer Rundgang" bietet heute Informationen zur Geschichte und erhaltenen Baudenkmälern.

Bis zum Jahr 1485 entstand die heute evangelische Stadtkirche, deren Schiff im Barock verändert wurde. Nur der Westturm ist von der ehemaligen Kirche erhalten gebliben. Fachwerkhäuser am Ort stammen noch aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Das Fachwerkrathaus aus 1823/ 24 verfügt über ein Gefängnisgewölbee aus 1546.

In den reichen Jahren des 16. Jahrhunderts entstanden unter anderem ein großer Brunnen, die Schule und das Rathaus auf dem Marktplatz. Auch ein jüdischer Friedhof aus dieser Zeit ist nachgewiesen.

Unter dem Dreißigjährigen Krieg und dem Siebenjährigen Krieg im im 17. bzw. 18. Jahrhundert hat die Stadt sehr gelitten. Etwa zwei Drittel der Bevölkerung starben durch die Pest.

Nach der Annexion des Kurfürstentums Hessen durch Preußen im Jahre 1866 wurde Gemünden ein Teil der preußischen Provinz Hessen-Nassau.

Die in den Jahren 1909 bis 1914 entstandene Eisenbahnlinie wurde 1972 (Personenverkehr) bzw. 1980/ 81 (Güterverkehrs) eingestellt.

Ortskundige Gästeführer erzählen heute bei einem Stadtrundgang über das Leben der Töpfer, Leineweber, Tuchmacher, Färber und Müller die einst das Handelsleben Gemündens prägten. Tradition, Ursprünglichkeit und Kultur sind in einer modernen Infrastruktur eingebettet.

Gemünden heute

Gemünden als Erholungsort

Gemünden bietet Erholungssuchenden einen 900 ha großen Stadtwald mit zahlreichen ausgeschilderten Wanderwegen und Nordic-Walking-Strecken. Die Sport- und Kulturvereine haben für nahezu alle Interessengebiete etwas anzubieten: Ein beheiztes Freizeit- und Erlebnisbad, eine große Sporthalle, Reitplatz und -halle, Campingplatz, Tennisanlage mit 4 Plätzen, 4 Sportplätze, eine Leichtathletik-Sportanlage, um nur einige Schwerpunkte zu nennen.

Eine reizvolle Landschaft, eine unverbrauchte Natur und vielfältige Vegetation bieten die Basis für eine erlebnisorientierte Freizeit. Hier kann man entspannen und Atmosphäre genießen.

Sehr zu empfehlen ist die örtliche Gastronomie.

Informationen

Stadtverwaltung, Marktstraße 10, 35285 Gemünden (Wohra), Telefon 06453/9123-0, Fax 9123-22, E-Mail: Ordnungsamt@gemuenden-wohra.de

Kirchen

Literatur

Politik

Wahlkreise

MdB: Dr. Edgar Franke

MdL: Günter Rudolph

siehe auch

Wussten Sie schon ...

  • ... dass Gemünden 1253 seine Stadtrechte erhalten hat? Das Wappen von Gemünden (750/ 79 bzw. 1223 urkundlich erstmals genannt) belegt, dass es bis 1450 dem Grafen von Ziegenhain gehört hat. Gemündens Name ist leicht zu erklären, wenn man die sieben Bäche betrachtet, an deren Ineinandermünden die kleine Stadt in dem offenen Tale liegt.(Else Wissenbach, Gemünden 1953)
    Arndt Böttcher, Frankenberg
  • ... dass es in Gemünden im Jahr 1854 226 Wohnhäuser mit 271 Familien gab? Die Zahl der Einwohner betrug damals 1428, wovon 690 männlich und 738 weiblich waren.
    Horst Hecker, Frankenberg
  • ... dass die Grüsener Juden erst seit 1895 eine eigene Gemeinde bildeten? Bis dahin gehörten sie zur Synagogengemeinde Gemünden.
    Horst Hecker, Frankenberg
  • ... dass es in Gemünden im Jahr 1854 226 Wohnhäuser mit 271 Familien gab. Die Zahl der Einwohner betrug damals 1.428, wovon 690 männlich und 738 weiblich waren.
    Horst Hecker, Frankenberg
  • ... dass es östlich von Sehlen (Stadtteil von Gemünden) ein Naturdenkmal gibt, das im Volksmund als die "Donisse" bezeichnet wird? Der noch heute sichtbare Turmhügel gehörte zu einer altkarolingischen Wallanlage aus dem 9. Jahrhundert. Er soll noch im 19. Jahrhundert sechs bis acht Meter hoch und ziemlich steil gewesen sein.
    Arndt Böttcher, Frankenberg

Weblinks




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WappenWaldeckFrankenberg.jpg

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