Gelsterburg

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Gelsterburg ist eine ehemalige Spornburg, von der heute nur noch wenige Reste verblieben sind. Sie lag einst nördlich von dem heutigen Ort Weißenbach und südöstlich von Trubenhausen über dem Tal der Gelster auf etwa 380 m Höhe.

Bauwerk und Geschichte

Die wenigen Überreste der Burg auf einem Bergsporn sind durch einen Halsgraben vom Hang getrennt. Ein Burggraben trennte einst Vor und Hauptburg.

Über die Entstehung der Burg werden verschiedene Mutmaßungen angestellt. Möglicherweise war sie der Stammsitz der Ritter von Hundelshausen. Nach anderen Vermutungen ist sie eine Burg der Grafen von Bilstein, die in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts zum Schutz einer alten Salzstraße erbaut worden sein könnte.

Literatur

  • Rudolf Knappe, Mittelalterliche Burgen in Hessen, 3. Auflage, Gudensberg-Gleichen 2000, S. 51 f.

Sage von der Belagerung der Gelsterburg

Von einer Belagerung der Gelsterburg ist eine ganz ähnliche Sage überliefert, wie sie mit der Sage von der hessischen Weibertreue von der Weidelsburg im Landkreis Kassel bekannt ist:

Über der bei Witzenhausen in die Werra mündenden Gelster, unfern von dem Dorfe Trubenhausen, lag ehemals auf einem steilen Hügel die Gelsterburg, von welcher jetzt nichts mehr übrig ist, als der Wall und der Graben. Diese Burg wurde einst belagert; aber weder mit den Waffen noch durch die engste Umschließung war man im Stande, sie zu bezwingen. Ein geheimer Gang führte aus der Burg ins Freie hinab; durch diesen ritt der Burgherr ein und aus wann er wollte und er brauchte dabei nur die Vorsicht, seinem Pferde die Hufeisen verkehrt aufzulegen. Doch endlich wurde der Gang entdeckt, und bald blieb den Belagerten nur noch die Wahl zwischen dem Hungertode und freiwilliger Unterwerfung. Da wagte es die schöne Hausfrau des Ritters, zu den Belagerern hinab zu gehen und um Gnade nur für sich zu bitten. Die Thränen des Weibes bewältigten des Feindes Herz, die Gnade ward ihr zugestanden und nun flehte sie noch um die Erlaubniß, so viel aus der Burg mitnehmen zu dürfen, als sie in der Schürze tragen könne. Auch das ward ihr gestattet. Sofort eilte sie zur Burg zurück, nähete sich eine große Schürze, trug darin ihren Mann herab und rettete ihm dadurch Freiheit und Leben. [1]

Weblinks und Quellen

Einzelnachweise

  1. Die Sage auf http://wiki-de.genealogy.net

Weblinks