Geismar (Fritzlar)

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Geismar
Kirche-Geismar2.jpg
Kirche in Geismar
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Schwalm-Eder-Kreis
Stadt: Fritzlar
Einwohner: 943 (31. Dezember 2007)
Vorwahl: 05622
Kfz-Kennzeichen: HR
Stadtverwaltung: Zwischen den Krämen 7
34560 Fritzlar
Bürgermeister: Hartmut Spogat (CDU)
Ortsvorsteher: Klaus-Dieter Mirswa

Geismar ist ein Stadtteil der Stadt Fritzlar im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis mit ca. 940 Einwohnern. In Geismar gibt es acht Vereine.

Lage und Gemarkung

Die Gemarkung Geismar hat eine Fläche von rund 1081 Hektar.

Nordwestlich von Geismar an der Straße nach Züschen befindet sich die Donarquelle. Der Ort liegt an dem Flüsschen Elbe.

Geschichte

Ausgrabungen und Forschungen belegen eine vor- und frühgeschichtliche Siedlungsgeschichte am Ort sowie eine nahezu 1.100 Jahre alte Großsiedlung; danach war Geismar ein wirtschaftlicher Mittelpunkt dieses frühgeschichtlichen Raums. Bei Ausgrabungen südlich von Geismar wurde die Großsiedlung aus der römischen Kaiserzeit - außerhalb des römischen Limes - entdeckt, die bis Ende des 10. Jahrhunderts Bestand hatte.

Die heutige evangelische Dorfkirche wurden zur Zeit des hessischen Landgrafen Friedrich I. in den Jahren 1743 bis 1744 als barocker Saalbau mit einfacher Innenausstattung errichtet. Sie ist der Nachfolgebau einer hier zuvor errichteten Wehrkirche. Einen Blick auf die Überreste aller hier in der Vergangenheit errichteten Kirchbauten erlauben zwei in den Fußboden der Kirche eingelassene "Fenster in die Vergangenheit", die bei der Renovierung der Kirche in den Jahren 2002 bis 2003 geschaffen worden sind.

Die Donar-Eiche in Geismar

Der Mönch Winfrid, genannt Bonifatius, bekam im Jahre 723 von Rom den Auftrag zur Missionsarbeit "in pago hassorum", im Gau Hessen (Althessen), womit Nieder- oder Nordhessen gemeint war.

Bekannt wurde seine Missionsarbeit durch das Fällen der sogenannten Donar-Eiche im Jahre 723 bei dem Ort „Geismar“, die einer heidnischen Gottheit geweiht war. Bonifatius fällte die Eiche, ohne dass ihn der von den Einheimischen erwartete Zorn Donars traf, und baute aus dem Holz eine Kirche, die dem heiligen Petrus geweiht wurde.

Dieses Ereignis gilt als Beginn der Christianisierung, nicht nur in diesem Bereich des heutigen Bistums Fulda.

Kinderfeuerwehr

Die Geismarer Feuerwehrschlümpfe im Sommer 2011. Foto: Zerhau

Im Frühjahr 2011 haben die Verantwortlichen der Feuerwehr Geismar eine Kinder-Feuerwehr aus der Taufe gehoben. 15 fünf- bis neunjährigen Jungen und Mädchen zählen 2011 zu den Mitgliedern der Feuerwehrschlümpfe. Die Kinder treffen sich unter aufsicht alle 14 Tage im Feuerwehrhaus in Geismar. Spielen, Basteln, Kochen, Backen und Ausflüge stehen auf dem Programm. Hintergrund der Aktion ist, dass es vielen Feuerwehren an Nachwuchs mangelt.[1]

siehe auch

Bonifatiusdenkmal

Wandern

Weblinks und Quellen

  1. Aus der HNA vom 4. Juni 2011: Schlümpfe am Schlauch


Stadtteile der Stadt Fritzlar
WappenFritzlar.jpg

Cappel | Fritzlar | Geismar | Haddamar | Lohne | Obermöllrich | Rothhelmshausen | Ungedanken | Wehren | Werkel | Züschen