Geismar (Frankenberg)

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Geismar ist ein Stadtteil der nordhessischen Kleinstadt Frankenberg an der Eder mit etwa 1.000 Einwohnern. Der Ort liegt im Landkreis Waldeck-Frankenberg in Nordhessen.

Geografie

Die Stadt Frankenberg und ihre Stadtteile gehören zum Ederbergland, einer Urlaubsregion, zu der ein großer Teil des Altkreises Frankenberg gehört, der im Zuge der hessischen Gebietsreform mit dem Kreis Waldeck zum Landkreis Waldeck-Frankenberg zusammengelegt wurde.

Geschichte

Im Jahre 1196 wurde der Ort im ehemaligen Kreis Frankenberg erstmalig urkundlich erwähnt.

Die Dorfkirche ist in den Jahren 1829 - 30 anstelle einer romanischen Vorgängerkirche entstanden.

Ab dem 16. Jahrhundert (bis zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts) wurde Kupfererzbergbau betrieben. Nachdem ein Kupfererzvorkommen zwischen Geismar und Frankenberg entdeckt worden war, wurde ein Berg- und Hüttenwerk gegründet.

Funde von Braunstein und Kupfer in Laisa und Geismar verhalfen der Grenzregion am Schiefergebirgsrand im 19. Jahrhundert zu einer kurzen Blüte.

Wahrzeichen des Dorfs ist die Friedenseiche, die am 6. August 1876 zur Erinnerung an den deutsch-französischen Krieg 1870/ 71 gepflanzt wurde.

siehe auch

Wussten Sie schon ...

  • ...was es mit der „Königshöhe“ in Frankenberg-Geismar für eine Bewandtnis hat? Wie kommt dieser außergewöhnlich Name hierher? Ein älterer Mitbürger verweist darauf, dass es in einer mündlichem Überlieferung eine Ortsbezeichnung „Königshöhe“ gebe: sie befindet sich in der Nähe des heutigen Forsthauses Louisendorf. Dort deuten Flora und Boden auf sumpfiges Gelände hin. Man könne annehmen, dass hier eine Wasserburg war, die als Vorposten des sächsischen Königs gedient habe. Nach Wigand Gerstenberg sollen um 800 Kämpfe zwischen Sachsen und Franken auf dem Alten Feld (s. Straßenname: Zum Altefeld) bei Geismar stattgefunden haben.

(aus: H. Hecker, Geismar-Chronik, S. 8)

...dass man den Geismarer Golgweg mit dem Galgen in Verbindung bringen kann ? Wie ein älterer Bürger dieses Frankenberger Stadtteils erzählt hat, habe er 1951 bei Erdarbeiten auf seinem Acker in der Nähe des Dorfes in ca. 1,5 Meter Tiefe Menschenknochen gefunden. Wie er von Geismarer Bauern erfahren habe, hätte sich eine Hinrichtungsstätte auf dem Seelenhard (Berg im Dreieck B 252/ 253) befunden, zu der man über den Golgweg gelangte.

(aus: H. Hecker, Geismar-Chronik, 1996, S.19)

Recherche: Arndt Böttcher, Frankenberg

Weblinks