Gefängnis

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Das Gefängnis im Stadtteil Wehlheiden wurde im Jahr 1882 als Königlich-Preußische Strafanstalt Cassel-Wehlheiden eröffnet und bot Platz für 498 Gefangene. Zu Beginn des Folgejahres waren bereits 421 dieser Plätze besetzt. Die Häftlinge sollten nicht mehr nur eingesperrt, sondern zu ordentlichen Mitgliedern der Gesellschaft erzogen werden. Sie arbeiteten deshalb nicht nur innerhalb der Gefängnismauern, sondern auch außerhalb als Steinbrecher im Druseltal und auf der ge-fängniseigenen Müllhalde.

Heute hat die Justizvollzugsanstalt Kassel 650 Haftplätze für männliche Erwachsene. Seit 1938 ist dem Gefängnis ein Krankenhaus – heute das einzige Gefängnis-krankenhaus in Hessen – angegliedert.

Zum 125-jährigen Bestehen der Einrichtung buken die Mitarbeiter der Gefängnisbäckerei eine „Gefängnistorte“. Detailgetreu formten sie ihren „Knast“ aus Kuchenteig nach. Der Baumkuchen mit Marzipan wurde von den Festgästen nach dem Festakt gern verspeist.


Wussten Sie schon ...

Beispiel: Dicke Mauern und Stacheldraht sichern die Justizvollzugsanstalt in Siegburg

... dass Berndshausen bis ins 19. Jahrhundert ein eigenes Gefängnis und ein Brauhaus besaß, und dass beide Gebäude erst Anfang der 1970er-Jahre der Dorfsanierung zum Opfer fielen?

Roland Siebert, Neuental

Quelle

  • Uwe Feldner: Stadt-LEXIKON - (Fast) alles über KASSEL, erschienen im Herkules Verlag