Gedenkstätte Trutzhain

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In Trutzhain, einem Stadtteil von Schwalmstadt, befand sich zur Zeit des Zweiten Weltkrieges ein Gefangenenlager. Daran erinnert heute das dortige „Museum für den Frieden“.

In den Jahren 1939 bis 1945 bestand das Kriegsgefangenen-Stammlager (Stalag) IX A Ziegenhain, eines von insgesamt 83 Kriegsgefangenen-Mannschaftsstammlagern im damaligen Reichsgebiet. Zunächst war ein Gefangenenlager für Mannschaften und Unteroffiziere im Jahre 1939 auf einer Viehweide errichtet worden. Es bestand zunächst aus Zelten, später kamen Holz- und Betonbaracken hinzu. Als das Lager am 30. März 1945 von amerikanischen Soldaten befreit wurde, waren hier etwa 3700 westalliierte und 1000 sowjetische Kriegsgefangene untergebracht.

Nach der Räumung des Lagers siedelten sich hier Flüchtlinge an und es entstand ab dem Jahr 1951 das Dorf Trutzhain.

Gedenkstätte und Museum

Das Museum am Seilerweg 1 in Trutzhain erinnert an die Geschichte des Kriegsgefangenenlager STALAG IX A Ziegenhain (1939-1945), des Internierungs- und DP-Lager Ziegenhain (1945 - 46 bzw. 1946 - 47) und die Gemeindegründung durch Flüchtlinge und Vertriebene.

Am 27. Juni 2003 wurde die Gedenkstätte in der ehemaligen Wachbaracke des Stalag IX A Ziegenhain eröffnet. Die neue Dauerausstellung basiert auf der Sammlung des ehemaligen Museums, das von 1983 bis 2001 im Gemeinschaftshaus von Trutzhain bestanden hatte.

siehe auch

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