Gedenkstätte Moringen

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Die KZ-Gedenkstätte Moringen erinnert an die Konzentrationslager, die in den Jahren 1933 – 1945 im Ortskern von Moringen, etwa 20 km nordwestlich von Göttingen, bestanden.

Geschichte

Im Jahre 1933 wurde in Moringen zunächst ein Konzentrationslager (KZ) für oppositionell und antifaschistisch eingestellte Häftlinge aus der damaligen Provinz Hannover eingerichtet.

Anschließend bestand in Moringen bis 1938 ein Frauen-KZ, in dem neben Angehörigen der Arbeiterbewegung auch „rassisch“ und religiös Verfolgte inhaftiert waren.

In den Jahren 1940 bis 1945 entstand ein Konzentrationslager für männliche Jugendliche im Alter von etwa 12 bis 22 Jahren aus dem deutschen Reichsgebiet und den von deutschen Truppen besetzten Ländern Europas. Unter SS-Leitung waren hier sozial, „rassisch“, religiös oder politisch verfolgte junge Menschen Zwangsarbeit, Hunger und drakonischen „Erziehungsmethoden" ausgesetzt.

Gedenkstätte Moringen

In den 1980-er Jahren begannen Bürgerinnen und Bürger aus Moringen und Umgebung mit der Auseinandersetzung und Aufarbeitung der bis dahin weitgehend verdrängten Geschichte der drei Moringer Konzentrationslager. 1989 entstand der Verein "Lagergemeinschaft und Gedenkstätte KZ Moringen e.V.", der auch Träger der 1993 gegründeten KZ-Gedenkstätte ist.

Weblinks