Garvensburg

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Im 19. Jahrhundert - kurz vor der Wende zum 20. Jahrhundert - errichtete der Unternehmer Wilhelm Garvens bei der ehemals selbständigen Stadt Züschen (heute ein Stadtteil von Fritzlar) eine romantische Burg, die Garvensburg, mit Anklängen an die mittelalterliche Architektur und mit Parkanlage.

Geschichte

Am östlichen Ortsrand entstand ab 1897 ein Jagdschloss im Stil der späten Gründerzeit, umgeben von einem englischen Garten, wobei Reste einer ehemaligen Burg der Herren von Meysenbug in die Anlage einbezogen wurden. Vier Wappen der Familie von Meysenbug aus den Jahren 1500 bis 1600 befinden sich an der Ostseite der Garvensburg.

Die Garvensburg ist eines der jüngsten Schlösser in Hessen und entstand auf dem Wredeschen Gutshof in Züschen.

Konzerte

Hin und wieder finden im Schlosspark Konzertveranstaltungen statt. So sahen im August 2008 etwa 1600 Besucher die Verdi-Oper Aida.

Nicht nur das Schloss war in Licht gehüllt, auch einige hundert Meter Lichtschlangen waren in dem weitläufigen Areal installiert worden. Anders als bei der Aufführung der Oper "Carmen" vor einiger Zeit war die Bühne vor die Burg platziert worden. "So hatten wir uns das ursprünglich gedacht. Das wirkt kompakter mit dem Park im Hintergrund," wurde Schlossherr und Veranstalter Harald Kneier in einem Artikel der HNA zitiert.

Literatur

siehe auch

Umgebung

In der Nähe der Garvensburg liegt das Steinkammergrab Züschen. Das ausgegrabene Steinkammergrab (oder „Galeriegrab“) östlich von Züschen ist eines der bedeutensten vorgeschichtlichen Bodendenkmäler in Mitteleuropa und stammt aus dem 3. bis 4. Jahrtausend vor Christus.

Wussten Sie schon, ...

... dass Wolfgang, der Sohn von Wilhelm Garvens, dem Erbauer von Schloß Garvensburg in Züschen, als Poet hervortrat und im Jahre 1907 ein kleines gebundenes Gedichtband mit Goldschnitt herausgab, das den Titel „Gedichte der Liebe“ trägt? Er widmete dieses schöne Büchlein seiner Mutter, Helene Garvens.
Marlies Heer, Fritzlar

Weblinks