Günter Lingelbach

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Günter Lingelbach (* 30. August 1928) war in den 1950-er Jahren ein bekannter Handballspieler, zunächst auf Halblinks beim SV Harleshausen, später dann auf der gleichen Position als Süd- und Südwestauswahlspieler. [1]

Auf Halblinks in der Sutter-Elf

Die Sutter-Elf der Feldhandballer des SV Harleshausen 1951
Die Handballmanschaft des Vaters von 1917
Handballer aus Harleshausen
Nationalspieler im Jahr 1958 (v. l. Günter Lingelbach, Karl Lumm und Kurt Führer) bei einem Lehrgang der Nationalmannschaft

Schon der Vater von Günter Lingelbach, Heinrich Lingelbach, spielte in jungen Jahren in der Handball-Mannschaft des Harleshäuser Vereins. Ein erhaltenes Mannschaftsfoto aus dem Jahr 1917 zeigt ihn nach einem 4:2-Sieg gegen Einbeck. Ebenfalls auf dem Bild zu erkennen sind zwei Onkel von Günter Lingelbach, die Handballer Georg und Konrad Weckesser sowie Martin Knobel, ein weiterer weitläufiger Verwandter.

Besonders der Handballsport hat in Harleshausen eine lange und erfolgreiche Tradition. Bis heute ist die SV Harleshausen Kassel im Handball einer der Traditionsvereine in Nordhessen. Hier spielte Günter Lingelbach von 1948 bis 1955 auf Halblinks (Nr. 10) in der Sutter-Elf des SV Harleshausen.

Für den SVH absolvierte er zahlreiche Handballspiele auf dem Daspel in Harleshausen, aber auch in der voll besetzten Hessenkampfbahn oder im Kasseler Auestadion. Den süddeutschen Meistertitel im Jahre 1952 holte die Mannschaft in der Frankfurter Festhalle.

Nach den Jahren in der Harleshäuser "Sutter-Elf" war Günter Lingelbach dann auf halblinker Position Süd- und Südwestauswahlspieler und verdiente sein Geld als kaufmännischer Angestellter bei den Farbenfabriken Bayer Leverkusen. Am 30. Juni 1956 gewann er mit der SV Bayer 04 Leverkusen das Endspiel um die Deutsche Feldhandball-Meisterschaft gegen die SG Leutershausen mit 15:8 Toren, vor rund 30.000 Zuschauern. Die Endrunde um die Deutsche Feldhandball-Meisterschaft 1956 wurde seinerzeit in der Zeit vom 3. bis zum 30. Juni 1956 ausgespielt und das Endspiel am 30. Juni fand im Wuppertaler Zoostadion statt. [2]

Günter Lingelbach meldete sich im Jahre 2010 von seinem Wohnort in Bad Schönborn, in der Nähe von Bruchsal und erinnerte sich in einem kurzen Brief: "Ich spielte von 1948 bis 1955 auf Halblinks (Nr. 10) in der Sutter-Elf. In 1956 wurde ich deutscher Feldhandballmeister mit Bayer 04 Leverkusen." (Bayer 04 Leverkusen spielte im Endspiel mit Dr. Stoffels (Tor) - Tiemann (3), Särchinger, Boll, Wübbe, Horchler, Kösters, Schiefer (2), Will (7), Lingelbach (1), Weber (2), Trainer Klein und Albert Sumser.)

Im Jahre 2013 steuerte Günter Lingelbach - inzwischen 85-jährig - auch eine Reihe von Fotos für Regiowiki bei:

Auf einem der Fotos sind im Jahr 1958 Günter Lingelbach, Karl Lumm und Kurt Führer beim Lehrgang der Nationalmannschaft zu sehen. Sie wurden später auch in Lüttich gegen Belgien eingesetzt.

Literatur

  • Claus Feldner, Harleshausen: Sutter-Elf und Sulperknochen - Lederhosen, lange Strümpfe ... ; über 300 Bilder, Geschichten und Anekdoten, Herkules-Verlag, Kassel 2005

siehe auch

1920-lingelbach.jpg

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. HNA-online vom 14.8.2013: Günter Lingelbach spielte früher in der Sutter-Elf Feldhandball in Harleshausen - Mit der Jugend Meister
  2. Informationen auf www.bundesligainfo.de/Archiv: danach sahen 20.000 Zuschauer das Endspiel im Wuppertaler Stadion am Zoo

Weblinks

Zeitungsartikel