Fuldatal

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Fuldatal
Sternwarte.jpg
Die Sternwarte in Rothwesten
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Kassel
Höhe: 176 m
Fläche: 33,68 qkm
Einwohner: 11.853 (31. Dezember 2011)
Postleitzahl: 34233
Vorwahl: 05607
Kfz-Kennzeichen: KS
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Rathaus 9
34233 Fuldatal
Website: www.fuldatal.de
Bürgermeister: Karsten Schreiber

Fuldatal (aus Richtung Süden betrachtet "das Tor zum Reinhardswald") ist eine Gemeinde im Landkreis Kassel in Nordhessen mit etwa 12.000 Einwohnern.

Geografie

Lage

Das Gemeindegebiet liegt zwischen 125 m und 301 m Höhe im Nordosten der Stadt Kassel und südlich des Reinhardswalds und erstreckt sich vom Stadtgebiet Kassel bis zur Grenze nach Niedersachsen bei Hann. Münden.

Durch das Gemeindegebiet fliessen die Fulda und die Espe.

Ortsteile

Die Ortsteile von Fuldatal sind Ihringshausen (Sitz der Gemeindeverwaltung), Knickhagen, Rothwesten, Simmershausen, Wahnhausen und Wilhelmshausen.

Geschichte

Aus der Ortsgeschichte

Fuldatal entstand im Zuge der hessischen Gebietsreform Anfang der 1970er-Jahre durch den Zusammenschluss früher selbständiger Gemeinden im Fuldatal.

Die Ortsteile von Fuldatal blicken auf eine lange Siedlungsgeschichte zurück und sind bereits in den Jahren zwischen 1000 - 1200 entstanden. Bereits im Jahr 1074 wurde etwa der heutige Ortsteil Simmershausen als Simareshusun urkundlich erwähnt, 1497 auch eine hier gelegene Burg.

Die erste urkundliche Erwähnung des heutigen Ortsteils Rothwesten findet sich im Jahre 1020. Meinwerk, Bischof zu Paderborn, erhielt seinerzeit die Hofanlage in Hruodewarteshusen mit weiteren Besitzungen des Grafen Dodico als Schenkung zugesprochen. Im gleichen Jahr übereignete Kaiser Heinrich II. einen Großteil des Reinhardswalds an das Erzbistum Paderborn.

Im 12. Jahrhundert standen die Güter in Winterebure und Rotwardissen dann unter der Herrschaft von Heinrich dem Löwen, spätere Landesherren waren die Landgrafen von Thüringen und die Landgrafen von Hessen.

Alte Postkarte in Schwarz-Weiß: Blick auf Fuldatal und Kragenhofer Brücke.

Bergbau in Ihringshausen

Als Werner Henschel, Sohn des Kasseler Stück- und Glockengießers Georg Christian Carl Henschel, am 16. November 1820 ein Gesuch zur Erteilung eines Mut- und Schürfscheines für die Feldmarken Kassel, Wolfsanger und Ihringshausen bei der kurfürstlichen Oberrentkammer einreichte, konnte er wohl kaum ahnen, welche wirtschaftliche Bedeutung dies für die Region einmal haben sollte. Mit der Gründung der Braunkohlenzeche auf dem Möncheberg begann eine mehr als 140-jährige Bergbaugeschichte in Ihringshausen.

Am 3. November 1963 wurde die letzte von rund 15 Millionen Tonnen Braunkohle zu Tage gebracht. Allein 6 Millionen Tonnen konnten während des 143 Jahre währenden Bergbaus im Tagebau gewonnen werden. Mit der Sprengung des ehemaligen Betriebsschornsteins, der als Wahrzeichen von Ihringshausen galt, verschwand auch der letzte sichtbare Rest der Möncheberger Industrieanlage für immer.

Im Fuldataler Heimatmuseum sind noch zahlreiche Fotos und Dokumente aus der Geschichte der Braunkohlen- und Ziegelwerke zu sehen.

Friedenskirche in Rothwesten

An der Kirche im Ortsteil Rothwesten

Die Friedenskirche im Ortsteil Rothwesten wurde ab dem Jahre 1964 errichtet und 1966 eingeweiht.

Kulturgeschichtlicher Wanderweg

Der Eco-Pfad Kulturgeschichte Knickhagen - Wilhelmshausen führt den Wanderer unter anderem an zwei Mühlen am Osterbach vorbei nach Wilhelmshausen mit einer bemerkenswerte romanischen Kirche, der Marienbasilika. An der Obermühle in Wilhelmshausen vorbei führt der Weg weiter zu bronzezeitlichen Grabhügeln und über eine mittelalterliche Burganlage zurück nach Knickhagen.

Der Eco-Pfad mit rund 2 Stunden reiner Gehzeit gibt dabei Einblicke in eine 3 000 jährige Kultur- und Regionalgeschichte im Gebiet zwischen Fulda und Reinhardswald. Informationstafeln erleichtern diese Zeitreise und erläutern auch das kulturgeschichtliche Umfeld. [1]

Marienbasilika in Wilhelmshausen

Marienbasilika im Ortsteil Wilhelmshausen

Die Marienbasilika in Wilhelmshausen (Holzhäuser Straße) wurde ursprünglich in den Jahren 1142 - 50 als Klosterkirche (des ehemaligen Klosters Wahlshausen) im romananischen Baustil und urspünglich ohne Kirchturm errichtet.

In den Jahren 1517 - 1527 erfolgte die Auflösung des Klosters, etwa 100 Jahre später (1630 - 1632) wurde die Kirche wieder aufgebaut. 1891 erfolgte der Turmanbau und in den Jahren 2002 - 2007 eine grundlegende Renovierung der Kirche.

Sehenswert im Innern der schlicht gehaltenen Kirche ist im südlichen Querschiff ein Tympanon, das das "Agnus Dei" darstellt. Hinter der Kirche schließt sich ein Kirchgarten an.

Mühlen am Osterbachtal

Vier Mühlen prägten beim heutigen Ortsteil Knickhagen einst das Osterbachtal, wobei die Mittel- und Obermühle schon im Jahre 1483 erwähnt wurden. In der Unter- und in der Spiegelmühle wurden im 16. und 17. Jahrhundert Eisen bzw. Glas hergestellt, bevor sie als Mahlmühlen genutzt wurden.

Museum Währungsreform 1948 in Rothwesten

Eine im Jahre 1993 eingerichtete Ausstellung im Gebäude der ehemaligen Fritz-Erler-Kaserne („Haus Posen“) in Rothwesten informiert über die Währungsreform von 1948.

Vorbereitet wurde die Währungsreform in der Nähe von Kassel - in der Fritz-Erler-Kaserne in Fuldatal-Rothwesten. Hier hatten die Alliierten vom 21. April bis zum 8. Juni den geballten deutschen Währungs-Sachverstand zusammengezogen, um in einer streng geheimen Mission die Geldumstellung vorzubereiten. Rothwesten war zwar kein amerikanischer Luftwaffenstützpunkt mehr, galt aber als bestbewachter US-Stützpunkt in Europa.

Kirchen

Ev. Kirche in Simmershausen

Museen und Sternwarte

Persönlichkeiten

Politik

Bürgermeisterin

Bürgermeister von Fuldatal ist Karsten Schreiber. Er folgte auf Annegret Werderich.

Gemeindevertretung

Ergebnis der Kommunalwahl 27. März 2011 % Sitze
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 28,3 11
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 41,7 15
FDP Freie Demokratische Partei 4,8 2
Grüne Bündnis 90/ Die Grünen 19,0 7
FWG Freie Wählergemeinschaft Fuldatal 6,2 2


Landrat

Landrat im Landkreis Kassel ist Uwe Schmidt, SPD.

Parteien

Radwanderweg

An der Fulda im Ortsteil Wilhelmshausen

Durch Fuldatal verlaufen

Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten am Ort

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

Schulen

siehe auch

Hinweistafel am Eco-Pfad Knickhagen-Wilhelmshausen

Vereine

AWO

Landfrauen

Sportvereine

Weitere Vereine

Wandertipps

Vom Bahnhof in Espenau-Mönchehof über Simmershausen zum Altmarkt in Kassel

Wassererlebnispfad Fuldatal

Der Wassererlebnispfad Fuldatal folgt dem Verlauf von Fulda, Espe und Rohrbach. Schautafeln etnlang des Wegs veranschaulichen die Bedeutung des Wassers für Landwirtschaft, Natur und Menschen.

Interessant ist gerade für jüngere Besucher das "Wassererlebnis-Haus" in Fuldatal - Simmershausen, wo auch Umweltbildungsveranstaltungen für Schulen und Kindergärten stattfinden.

Beginn der Wanderung ist an der Kläranlage in Simmershausen, dann geht es entlang der Fulda flussaufwärts bis zum Lauf der Espe und weiter bis zur Mündung des Rohrbachs in die Espe. Der weitere Wege verläuft entlang des Rohrbachs bis zum Wassererlebnishaus in Simmershausen. Auch das Feuchtgebiet "Bruchsteinwiesen" ist in die Wamderung mit einbezogen.

Wirtschaft

  • Die Firma Rohloff AG in Fuldatal-Ihringshausen ist ein Betrieb auf dem Gebiet der Fahrradantriebstechnik.

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Eco-Pfad Knickhagen-Wilhelmshausen

Weblinks



Städte und Gemeinden im Landkreis Kassel
WappenLkKassel.jpg

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