Fuldabrücke

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Fulda mit Fuldabrücke vom Finkenherd aus gesehen, mit dem fast fertiggestellten Finanzzentrum rechts

Die Fuldabrücke verbindet die Innenstadt mit dem Osten der Stadt und mit dem Stadtteil Bettenhausen.

Auf der Leipziger Straße, also die Bundesstraße B7 gelangt man durch den "Großen Kreisel" (offiziell Platz der Deutschen Einheit) in Richtung Autobahn A7.

Diese Verbindung hat damit nicht nur für Kassel sondern für ganz Nordhessen erhebliche überregionale Bedeutung.

Die Fulda ist hier zwar ein wichtiger, aber doch kanalisierter Bereich dieses stolzen Flusses, der ab Hannoversch Münden gemeinsam mit der Werra aus Thüringen kommend dann einen der großen - auch für die Schiffahrt - bedeutenden deutschen Flüsse, nämlich die Weser, bildet. Bekanntlich mündet die Weser dann nach Bremen und Bremerhaven in die Nordsee.

Geschichte

Die alte Fuldabrücke verband bis 1794 die Kasseler Altstadt mit der Unterneustadt. Sie führte zwischen der vom Altmarkt in zwei Zügen herführenden Fuldagasse und der alten Leipziger Straße (der späteren Bettenhäuser Straße) auf der Unterneustädter Seite über die Fulda. Auch diese Brücke hatte Vorgängerbauten, denn bereits bei der Erweiterung der Stadt Kassel auf das rechte Fuldaufer (Unterneustadt) im 13. Jahrhundert war eine auf steinernen Pfeilern ruhende Holzbrücke entstanden. Ihr folgte eine Steinbrücke im Jahre 1512.

Ende des 18. Jahrhunderts entstand eine neue Fuldabrücke vom Altmarkt zum Holzmarkt, nachdem die alte Steinbrücke über die Fulda aus 1512 nicht mehr saniert werden konnte und sich Landgraf Wilhelm IX. daraufhin zu einem Neubau nördlich der alten Brücke entschloss. Um den Zugang zu dieser nach dem Landgraf genannten Wilhelmsbrücke zu schaffen, mussten auf beiden Ufern Häuser weichen. Damals galt es, die Front des Platzes nach Osten zu durchbrechen, um so eine Verbindung zum heutigen Unterneustädter Kirchplatz und eine glatte Zufahrt zum Leipziger Tor zu schaffen. Auf der Altmarktseite waren ausschließlich Privathäuser betroffen.

Die Brücke entstand, nachdem Anfang 1788 der Kasseler Baumeister Johann Andreas Engelhardt und sein Kollege Hisner einen Entwurf mit den dazugehörigen Kostenvoranschlägen eingereicht hatten. Der Entwurf mit einem Kostenvoranschlag von 115.369 Reichstalern wurde von Landgraf Wilhelm IX. gebilligt. Dazu kamen noch 25.000 Reichstaler für den Ankauf der abzureißenden Häuser an den Brückenköpfen. [1] Bis zum Jahr 1794 entstand dann diese vierte Kasseler Brücke über die Fulda.

Ihr folgte die fünfte Fuldabrücke (mit einer Spannweite von 57,5 m und Gesamtlänge von 73 m), die in den Jahren 1909 bis 1910 entstand und von deutschen Truppen beim Einmarsch amerikanischer Soldaten am 1. April 1945 gesprengt wurde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde am 1. November 1948 die sechste Fuldabrücke von dem damaligen Oberbürgermeister Willi Seidel dem Verkehr übergeben werden, bevor diese Brücke im Hinblick auf die bevorstehende Bundesgartenschau 1981 und dem erneut gestiegenen Verkehrsaufkommen 1979 abgerissen und neu gebaut werden musste.

siehe auch

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Informationen auf www.erinnerungen-im-netz.de

Weblinks