Dom zu Fritzlar
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Der Dom zu Fritzlar prägt das Stadtbild der Kleinstadt Fritzlar im Schwalm-Eder-Kreis in Nordhessen, etwa 25 km südlich von der Stadt Kassel gelegen.
Der St. Petri-Dom gilt als eine der schönsten romanisch-gotischen Kirchen in Hessen.
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Bauwerk
Dreischiffige Basilika
Der Dom zu Fritzlar misst 43 Meter (vom Keller bis zur Spitze). Er prägt bis heute das Stadtbild der Kleinstadt im Schwalm-Eder-Kreis (früher: Kreis Fritzlar-Homberg). Die dreischiffige Basilika in Fritzlar gilt als eine der Schönsten in Deutschland.
Ab dem 11. Jahrhundert errichtet und mehrfach umgebaut, vereint der Dom St. Peter romanische und gotische Stilelemente. Im ältesten Teil des Fritzlarer Domes befinden sich die Krypten, die ebenso besichtigt werden können wie der Domschatz, zu dem unter anderem das „Heinrichskreuz“ und einige der ältesten Monstranzen des deutschsprachigen Raumes gehören.
Im Jahre 2004 wurde dem Dom in Fritzlar die Ehre zuteil, den Titel einer Päpstlichen Basilika führen zu dürfen, verliehen durch Papst Johannes Paul II. auf Bitte des Diözesanbischofs von Fulda, Msgr. Heinz Josef Algermissen.
Bedeutenden Kirchen außerhalb der Stadt Rom verleiht der Papst den Titel einer Basilika Minor, wenn solche Kirchen bestimmte Anforderungen erfüllen, die zuvor eingehend geprüft werden.
Doppeltürmige Westfront
Kennzeichnend für das Bauwerk ist die doppeltürmige Westfront und die reiche Ostpartie des Bauwerks mit Hauptapsis und Zwerchgalerie. Nach der Zerstörung von Fritzlar im Jahre 1079 entstand zunächst eine flachgedeckte Basilika, von der noch Teile - etwa im Unterbau der Westtürme - erhalten sind, bevor dann die Kirche ihre heutige Form erhielt.
Ab 1085 wurde mit dem Bau einer romanischen Basilika begonnen. Die zunächst mit einer Flachdecke versehene Basilika wurde im 12. und 13. Jahrhundert mit Gewölbe und Vorhalle ausgestattet.
Vom 12. bis zum 14. Jahrhundert erfuhr das Bauwerk dann Erweiterungen, unter anderem durch ein Südschiff und Stiftsgebäude im Stil der Gotik.
Danach folgte im der Anbau des Kreuzgangs sowie kleinerer Kapellen. Der Kreuzgang an der Südseite der Kirche stammt aus dem 14. Jahrhundert. Ebenfalls im 14. Jahrhundert wurde an die nördliche Langseite die Bonifatiuskapelle angebaut.
Erst im 19. Jahrhundert erhielten die Türme ihre heutigen Helme.
Innenraum
Auch der Innenraum der Kirche zeigt eine teilweise spätromanische besonders aber gotische Bauweise. Die Ausstattung im Innern wird dabei durch Elemente aus der Spätgotik und aus dem Barock bestimmt.
Die Krypta birgt den Gnadenstuhl und das Hochgrab des heiligen Wigberts. Er war der erste Nachfolger des heiligen Bonifatius.
Die Orgel - zwischenzeitlich als Denkmalobjekt klassifiziert - wurde 1929 von dem Bonner Orgelbauer Johannes Klais erbaut und 1995 durch die Fa. Klais umfassend restauriert. Das Orgelwerk umfaßt 43 Register, verteilt auf 3 Manuale und Pedal.
Dom-Museum
Eine beeindruckende sakrale Sammlung enthält das Dom-Museum mit Bibliothek und Domschatz, darunter das "Kaiser-Heinrich-Kreuz", ein Altarkreuz aus dem frühen 11. Jahrhundert und eines der bedeutensten hessischen Kunstwerke.
Galerie
Geschichte
Mit der Errichtung der romanisch-gotischen Stiftskirche St. Peter wurde zum Ende des 11. Jahrhundert begonnen. Hier wurde Heinrich I. zum König gekrönt. Fritzlar war aber zu keinem Zeitpunkt Bischofssitz.
Zum Ende des 12. Jahrhundert entstand dann der Dom als Pfeilerbasilika im gotischen Stil und mit heute reicher Innenausstattung aus den vergangenen Jahrhunderten, darunter der barocke Hochaltar.
Glocken des Doms
Geläut
In den Türmen hängt ein achtstimmiges, zum größten Teil historisches Bronzeglockengeläut in den Schlagtönen ais°-cis'-d'-fis'-gis'-ais'-eis"-fis".
| Nr. | Schlagton | Gussjahr | Gießer | Name | Gewicht | Durchmesser | Turm |
| 1 | ais° | 1972 | Petit & Edelbrock | Martin | 3416 kg | 1,715 m | Südturm |
| 2 | cis' | 1466 | Meister Goswin | Große Osanna | 3400 kg | 1,709 m | Nordturm |
| 3 | d' | 1412 | Henrich Heistirboum | Große Maria | 2150 kg | 1,475 m | Nordturm |
| 4 | fis' | 1972 | Petit & Edelbrock | Wigbert | 1084 kg | 1,140 m | Südturm |
| 5 | gis' | 1456 | Meister Goswin | Kleine Osanna | 980 kg | 1,125 m | Südturm |
| 6 | ais' | 1685 | Johannes Schirnbein | Bonifatius | 480 kg | 0,910 m | Südturm |
| 7 | eis" | 1456 | Meister Goswin | Kleine Maria | 270 kg | 0,707 m | Nordturm |
| 8 | fis" | 1369 | Meister Johannes | Tertia | 190 kg | 0,627 m | Nordturm |
Martinsglocke
Die Martinsglocke ist die größte Glocke des Doms in Fritzlar. Sie wiegt ca. 3500 kg und hat einen Durchmesser von 1715 mm und ist dem heiligen Martin geweiht.
Literatur
- Berthold Hinz, Dom St. Peter zu Fritzlar
- Magnus Backes und Hans Feldtkeller, Kunsthistorischer Wanderführer - Hessen, S. 281 ff.
- Rainer Humbach, Dom zu Fritzlar, Petersberg 2005
Pastoralverbund und Kirchengemeinde
Pastoralverbund
Die Pfarrgemeinde "St. Peter" (Dom zu Fritzlar) gehört zum Pastoralverbund "St. Wigbert und Brigida" - Fritzlar.
Dem Pastoralvberbund gehören als weitere Pfarreien an:
Kirchengemeinde
Katholische Kirchengemeinde Dom zu Fritzlar
Dompfarramt St. Peter
Dr.-Jestädt-Platz 11
34560 Fritzlar
Tel.: 05622/ 99 99 - 0
siehe auch
- Dom-Museum Fritzlar
- Fritzlar
- Bonifatius
- Büraberg
- Heinrich Papen
- Kloster Fritzlar
- Martinsglocke
- Wallfahrtskirche St. Brigida