Fritzlar

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Fritzlar
Fritzlarer Marktplatz - Ansicht - DSC 0158.jpg
Ansicht vom Marktplatz in Fritzlar
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Schwalm-Eder-Kreis
Einwohner: 14.296 (31. Dezember 2011)
Postleitzahl: 34560
Vorwahl: 05622, 05683
Kfz-Kennzeichen: HR
Stadtverwaltung: Zwischen den Krämen 7
34560 Fritzlar
Website: www.fritzlar.de
Bürgermeister: Hartmut Spogat (CDU)

Fritzlar ist eine Kleinstadt im Schwalm-Eder-Kreis in Nordhessen und liegt etwa 25 km südlich von Kassel.

Als Dom- und Kaiserstadt präsentiert sich die Stadt in der Tourismuswerbung. Denn schon zur Zeit Karls des Großen, der hier eine Pfalzanlage errichtet haben soll, lag die Siedlung Fritzlar an einem Kreuzungspunkt wichtiger frühmittelalterlicher Straßen und war dann immer wieder Aufenthaltsort deutscher Könige und Kaiser. Und das Stadtbild wird bis heute durch den Dom geprägt, die heutige romanisch-gotische Stiftskirche St. Peter, mit deren Errichtung zum Ende des 11. Jahrhundert begonnen und die zum Ende des 12. Jahrhundert noch einmal umgebaut wurde.

Aktuelle Bilder vom Fritzlarer Marktplatz liefert eine Webcam:

Geografie

Lage

Fritzlar im nordhessischen Bergland liegt am Nordufer der Eder, südwestlich von Kassel am Südrand der „Fritzlarer Börde“.

Die Stadt ist über die Autobahn Kassel – Marburg (A 49) sowie die Bundesstraßen 3, 253 und 450 zu erreichen, weiter über die Eisenbahnlinie Wabern - Bad Wildungen.

Die Umgebung der Stadt ist gekennzeichnet durch fruchtbare Ackerböden und zahlreiche bewaldete Basaltkuppen.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden von Fritzlar sind Naumburg, Bad Emstal und Niedenstein im Norden, Gudensberg und Felsberg im Osten, an Wabern und Borken im Süden, Bad Zwesten im Südwesten und Bad Wildungen sowie Edertal im Westen.

Stadtteile

Zu Fritzlar gehören neben der Kernstadt die Stadtteile

Umgebung

In der Nähe von Fritzlar liegen die Überreste mehrerer mittelalterliche Burgen etwa die Burg Heiligenberg, die Altenburg oder die Burgruinen in Gudensberg, Homberg, Felsberg und Jesberg.

Geschichte

Aus der Stadtgeschichte

Stadtwappen
Bonifatius-Denkmal vor dem Dom in Fritzlar

Die Gründung der Stadt Fritzlar geht auf das Wirken des heiligen Bonifatius zurück. Unter ihm begann eine planmäßige Missionstätigkeit im Gebiet der Chatten. Aus England kommend, reiste er noch unter seinem früheren Namen Winfried 722 nach Rom, wurde vom Papst zum Bischof berufen und mit der Missionierung vor allem der Chatten, Thüringer, Sachsen und Friesen betraut.

Der Naturglaube der Chatten ist zu dieser Zeit längst nicht mehr unerschüttert. Bonifatius kann es wagen, an heiliger Stätte die Donareiche in Geismar zu fällen und die Chatten zum Empfang der Taufe zu bewegen. Bei dem erwähnten Geismar handelt sich sehr wahrscheinlich um den gleichnamigen heutigen Ortsteil von Fritzlar, der in der damaligen Zeit archäologisch nachgewiesen ist. Aus dem Holz der Donareiche ließ Bonifatius ein St. Peter geweihtes Bethaus erbauen.

Um 723/724 wurde unter dem Abt Wigbert an dem Frideslar (Ort des Friedens) genannten Ort eine St. Peter geweihte Kirche und ein Benediktiner-Kloster gebaut, das ein wichtiger missionarischer Stützpunkt wurde. Man geht davon aus, dass die Kirche bereits an der Stelle des heutigen Fritzlarer Domes stand. Die Kirche und das Kloster wurden zur Keimzelle der späteren Stadt Fritzlar. Der Nachfolger von Bonifatius, der heilige Wigbert, hat dann zwischen 725 und 731 die erste hessische Klosterschule in Fritzlar gegründet.

Dieser Stützpunkt gewann später an Bedeutung, als das zwischenzeitlich errichtete Bistum Büraberg im Jahre 746 aufgelöst und an seine Stelle das Archidiakonat Fritzlar mit einem Probst als Vertreter des Bischofs von Mainz eingerichtet wurde. Fritzlar selbst war jedoch zu keinem Zeitpunkt Bischofssitz.

Zunächst entstand bei der Ederfurt am Schnittpunkt alter Straßen und um das Kloster, das Bonifatius 724 im Schutz der Büraburg gegründet hatte, eine Siedlung und bereits unter Karl dem Großen eine Kaiserpfalz, die im 10. und 11. Jahrhundert zahlreiche Reichsversammlungen erlebte, bevor sie im Jahre 1079 von den Sachsen zerstört wurde. Bis dahin rückte Fritzlar häufig in das Blickfeld der Reichspolitik, was zahlreiche Kaiser- und Königsbesuche, Kirchenversammlungen und Synoden belegen.

Der Dom in Fritzlar. Die Westtürme stammen vom ab 1085 errichteten hochromanischen Neubau und gehören zu den ältesten erhaltenen Teilen des Domes

Nach der Zerstörung von Fritzlar und der Stiftskirche begann um ca. 1085 der heute teilweise noch erhaltene hochromanische Neubau der Stiftskirche St. Peter. Dieser schon nach kurzer Zeit marode Neubau wurde nach 1171 in hochromanischen Formen aufwendig in vielen Teilen umgebaut erneuert und eingewölbt. Der Dom wurde in der Gotik und in der folgenden Zeit weiter ausgebaut und hat noch heute eine reiche Innenausstattung aus den vergangenen Jahrhunderten, darunter der barocke Hochaltar. Eine beeindruckende sakrale Sammlung enthält das Dommuseum mit Bibliothek und Domschatz, darunter das "Kaiser-Heinrich-Kreuz" aus dem frühen 11. Jahrhundert.

Seit dem 11. Jahrhundert gehörte Fritzlar zum Erzbistum Mainz und wurde Anfang des 12. Jahrhunderts als Kaufmannsstadt neben dem alten Siedlungskern planmäßig neu gegründet, die besonders im 13. und 14. Jahrhundert ihre Blütezeit erreichte.

Das Rathaus in Fritzlar entstand ursprünglich in romanischer Zeit (auch als "Vogtei" bezeichnet) und ist das älteste urkundlich erwähnte Amtshaus in Deutschland (1109). Im 15. Jahrhundert erhielt es ein reichverziertes Fachwerkgeschoss. Das Steinrelief des heiligen St. Martin, dem Schutzheiligen der Stadt, ist aus von 1441.

Zur ehemaligen Stadtbefestigung - einst eine nahezu durchgängige Wehranlage um das historische Zentrum - gehörten zahlreiche Türme, von denen der Rosen- und der Grebenturm aus dem 13. Jahrhundert stammen, die beiden ältesten noch erhaltenen Türme Hessens. Der „Graue Turm“ (etwa 38 Meter hoch aus 1274) ist der größte erhaltene städtische Wehrturm in Deutschland (mit einem Verließ im Unterschoss).

Als "schwarzer Tag" in der Stadtgeschichte gilt der 14. September 1232. Konrad von Thüringen und der Ritter von Treffurt, die Fritzlar lange Zeit belagert hatten, erstürmten die Mauern, zerstörten und plünderten und brandschatzten die Stadt. Die Stadt wurde zerstört sowie die Stiftskirche St. Peter geplündert und verwüstet, die zwar beschädigt, jedoch nicht zerstört wurde.

Aufgrund der ständigen Auseinandersetzungen zwischen dem Erzbistum Mainz und der Landgrafschaft Hessen entstanden im Bereich der mainzischen Stadt Fritzlar eine ganze Reihe von Wehrtürmen und Landwarten.

Grauer Turm mit Stadtbefestigung

Auch die Hellenwarte im Norden war eine dieser runden Wachtürme, die mit Ringmauer und Graben umgeben waren. Die Überreste von fünf dieser ursprünglich sieben Warten sind heute noch vorhanden, neben der Hellenwarte die Eckerichswarte, die Galbächer Warte (auch Galberger Warte), die Kasseler Warte und die Obermöllricher Warte.

Auch sie änderten allerdings nicht an der späteren militärischen Niederlage der Mainzer Erzbischöfe gegen die hessischen Landgrafen im 15. Jahrhundert, unter anderem mit einem entscheidenden Sieg von Landgraf Ludwig I. am 23. Juli 1427 bei Kleinenglis.

Nach dem Augsburger Religionsfrieden blieb Fritzlar mit den benachbarten Dörfern Ungedanken und Rothhelmshausen mainzisch und katholisch, was zu einer zunehmenden konfessionellen und damit auch ökonomische Isolierung der Stadt in einem protestantisch geprägten Umland führte.

Gerade rund um den Markt (mit Rolandsbrunnen) wird das Stadtbild durch eindrucksvolle Fachwerkbauten bestimmt, die aus dem 14. bis 17. Jahrhundert stammen.

Im Jahr 1483 wütete die Pest in der Stadt und von etwa 2200 Einwohnern überlebten nur etwa 600. Auch in der Folgezeit kam es immer wieder zu Epidemien, so insbesondere in den Jahren 1472, 1558, 1567, 1585, 1597, 1610/11 und 1624. Erst um 1840 erreichte die Stadt wieder die Zahl von 2000 Einwohnern.

Der Marktplatz in Fritzlar
(Foto: Günther Pöpperl)

Der Dreißigjährige Krieg brachte zudem Plünderungen, Besetzungen und vielfaches Leid. Bei Kriegsende im Jahre 1648 war die Bevölkerung der Stadt auf nur noch 400 gesunken, und es dauerte 70 Jahre ehe Stadt und Stift die Schulden der Kriegsjahre abgetragen hatten.

Der Siebenjährige Krieg brachte weitere schwere Verwüstungen, wobei in häufigem Wechsel feindliche Truppen die Stadt besetzten. Im Jahre 1762 hörte Fritzlar auf, eine „feste Stadt“ zu sein, nachdem Wehranlagen, Türme und Mauerteile abgebrochen wurden. Auch der Weinberg am steilen Edernordhang wurde verwüstet, an den heute nur noch Straßennamen erinnern.

Das heutige Heimat- und Geschichtsmuseum der Stadt befindet sich im "Hochzeits- und Patrizierhaus", einem der grössten Fachwerkgebäude Hessens aus dem Jahren 1580 - 1590. Im Dreißigjährigen Krieg war in dem Haus ein Lazarett untergebracht, von 1839 bis 1863 war es Sitz der Stadtverwaltung, Gerichtsgebäude und Gefängnis und von 1903 bis 1949 auch Schulhaus. Heute ist hier das Regionalmuseum beheimatet - mit vollständigem Namen "das Museum für Vor- und Frühgeschichte, Volkskunde und Stadtgeschichte", das neben der vor- und frühgeschichtlichen Sammlung auch eine umfangreiche Sammlung zur Stadtgeschichte bereit hält.

Auch die Verwaltungsgliederungen erfuhren manche Veränderung. Nach der Wiedererrichtung des Kurfürstentums Hessen wurde 1821 wird im Rahmen der Kurhessischen Verwaltungsreform in Fritzlar ein Justizamt eingerichtet und es entstand der Kreis Fritzlar. Gut hundert Jahre später, im Jahre 1932 wurde aus den Kreisen Fritzlar und Homberg dann der Kreis Fritzlar-Homberg gebildet. Und am 1. Januar 1974 schließlich wurden die Kreise Fritzlar-Homberg, Melsungen und Ziegenhain zum neuen Schwalm-Eder-Kreis zusammenfasst.

siehe auch:

Die Spur der Kachel-Kunst

Haus Brüggemeier aus der Zeit um 1470 (Haustüre mit gotischem Spitzbogen)

In Fritzlar wurde eine Töpferei gefunden und eventuell auch Spuren einer Burg

Anfang 2008 wurden Teile seiner Töpferei auf der Großbaustelle in der Fritzlarer Innenstadt gefunden. Die Funde belegen, dass vor etwa 500 Jahren direkt vor den Toren der Stadt Fritzlar kunstvolle Kacheln geschaffen wurden. Die Kacheln sind von hoher Qualität, urteilte ein Archäologe. Zu den schönsten Funden gehört eine Gussform, auf der Petrus zu erkennen ist, mit fein gearbeiteten Zügen und Details.

Und es gibt immer mehr Hinweise, dass noch einmal zwei- bis dreihundert Jahre zuvor dort eine Burg stand, die bis zu 150 mal 150 Meter groß gewesen sein könnte. So steht es jedenfalls in alten Plänen.

siehe dazu den Regiowiki-Artikel:

Kaiserfest

Schon zur Zeit Karls des Großen, der hier eine Pfalzanlage errichtet haben soll, lag die Siedlung Fritzlar an einem Kreuzungspunkt wichtiger frühmittelalterlicher Straßen und war Aufenthaltsort deutscher Könige und Kaiser. Daran erinnert die Stadt ab 2008 mit dem Kaiserfest. Zur Zeit Konrads I. (911 bis 918) war in der Stadt ein Königshof errichtet worden und 919 wurde der von ihm designierte Heinrich von Sachsen auch in Fritzlar zum König gewählt. Noch bis zum Ende des 11. Jahrhunderts war Fritzlar ein Ort bedeutender Reichstage, Synoden und Kaiserbesuche.

Das Kaiserfest mit mittelalterlichem Treiben findet alle zwei Jahre am dritten Augustwochenende in Fritzlar statt und dauert drei Tage.

siehe dazu den Regiowiki-Artikel:

Kirchen

Der Dom - rückwärtige Ansicht

Literatur

Medien

HNA- Geschäftsstelle in Fritzlar am Marktplatz
  • Die Domstadt Nachrichten (MB-Media Verlag GmbH & Co. KG) erscheinen online mit den „Heimat-Nachrichten Fritzlar“.
    siehe auch: domstadt-nachrichten.de
  • Zeitungsgeschichte: Um 1890 gab es in Fritzlar zwei konkurrierende Zeitungen. Dabei handelte es sich zum einen um die "Fritzlar-Zeitung", gegründet von dem Buchdrucker Paul Pusch und zum anderen um den "Fritzlarer Kreis-Anzeiger", der von Heinrich Hoppe herausgebracht wurde.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

Museen

Das Hochzeitshaus in Fritzlar beherbergt heute das Regionalmuseum Fritzlar
  • Dom-Museum Fritzlar: Eine beeindruckende sakrale Sammlung enthält das Dommuseum am Dom in Fritzlar mit Bibliothek und Domschatz, darunter das "Kaiser-Heinrich-Kreuz" aus dem Jahre 1020, ein Altarkreuz aus dem frühen 11. Jahrhundert und eines der bedeutensten hessischen Kunstwerke.
  • Regionalmuseum Fritzlar: Das heutige Heimat- und Geschichtsmuseum der Stadt Fritzlar befindet sich im "Hochzeits- und Patrizierhaus", einem der grössten Fachwerkgebäude Hessens aus den Jahren 1580 - 1590. Durch seine repräsentative Architektur prägt das Haus bis heute das Stadtbild.

Persönlichkeiten

Pferdemarkt und andere Veranstaltungen

Stadtfest auf dem Marktplatz mit dem mittelalterliche Kaufmannsgildenhaus, dem "Kaufhäuschen" der Michelsbruderschaft (Kaufmannsgilde)

Zahlreiche Veranstaltungen finden im Laufe eines Jahres in Fristzlar statt, sei es in der attraktiven Fritzlarer Altstadt oder in der Ederaue. Zu diesen Veranstatlungen gehören:

  • Rosenmontag mit traditionellem Umzug in einer der Hochburgen Nordhessens.
  • Kulturtreff Marktplatz: eingebettet in den Wochenmarkt an jedem Samstagvormittag von Mai bis Oktober.
  • Reit- und Fahrturnier an Fronleichnam in der Ederaue.
  • Als eines der größten Volksfeste Nordhessens präsentiert sich der Fritzlarer Pferdemarkt auf den Festplatz Ederaue mit Krammarkt, Vergnügungspark, Gewerbeausstellung, aber auch Viehauftrieb und Pferdeschau (zweiter Donnerstag bis Sonntag im Juli).
  • Nordhessischer Kultursommer: in Fritzlar mit der viertägigen Open-air-Veranstaltungsreihe "Vor dem Dom".
  • Kaiserfest: mittelalterliches Treiben in der historischen Altstadt (dreitätig - alle zwei Jahre am dritten Augustwochenende).
  • Stadtfest: Das Fest findet - abwechselnd mit dem Kaiserfest - alle zwei Jahre (ungerade Jahre) am dritten Augustwochenende statt.
  • Weihnachtsmarkt in Fritzlar: am zweiten Adventswochenende.

Politik

Historisches Rathaus - das älteste Amtshaus in Deutschland

Bürgermeister und Magistrat

Bürgermeister von Fritzlar ist Hartmut Spogat (CDU).

Der Magistrat besteht aus dem Bürgermeister und 7 Magistratsmitgliedern. Davon entfallen 5 Sitze auf die CDU, 2 Sitze auf die SPD und jeweils ein Sitz auf Bündnis 90/ Die Grünen.

Wahlkreise

MdB: Dr. Edgar Franke

MdL: Günter Rudolph

Radwege

Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten in Fritzlar

Dom-Museum
Rolandsbrunnen am Markt

Eine Rundwanderung mit Start und Ziel in Fritzlar beginnt am Parkplatz Allee/ Ecke Kasseler Straße, direkt an der Stadtmauer.

Empfehlenswert ist zunächst ein Rundgang durch Fritzlar, entlang der Stadtmauer in östlicher Richtung, vorbei am Edermühlengraben, Domplatz, Marktplatz und wieder zum Ausgangspunkt zurück.

Sehenswert sind etwa

Sehenswürdigkeiten in der unmittelbaren Umgebung sind

Und unter dem Motto "Fritzlar zum Kennenlernen und für Kenner" bietet die Stadtführergilde in Fritzlar zahlreiche Themenführungen, spannende Touren und Stadtgeschichte(n) an, die in keinem Reiseführer stehen.

Einige Beispiele:

  • Der Bürgermeister Melchior Katzmann“ führt an den 15 erhaltenen Türmen der ca. 2,5 km langen Stadtmauer entlang und zeigt das mittelalterliche Verteidigungssystem der Stadt Fritzlar mit seinen Warten, Türmen, Hurden und Zwingeranlagen.
  • Unter dem Thema „Fachwerk in Fritzlar“ berichtet der „Zimmermeister Andreas Tignarius“ von 600 Jahren Entwicklungsgeschichte des hessischen Holzbaus seit dem Mittelalter.
  • Mit dem Handelsherrn der Patrizierfamilie Günst lernt man das Leben in seiner Zeit und die verschiedenen Sammlungen im Regionalmuseum Fritzlar (mit Patrizierhaus und Hochzeitshaus) kennen.

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

siehe auch

Turm der Stadtbefestigung
Gastraum des Brauhauses in Fritzlar (FOTO: ZERHAU)

Städtepartnerschaften

  • Burnham-on-Sea/Highbridge, Großbritannien
  • Casina, Italien

Tourist - Info

Ansicht aus der Fritzlarer Altstadt (vorne links das Spitzenhäuschen mit der Touristen-Information)

Tourist-Information Fritzlar
Zwischen den Kämen 5
34560 Fritzlar
05622-988-643

siehe auch:

Tradition

Vereine

Kulturverein Fritzlar

Der Kulturverein Fritzlar e. V. ist einer der Hauptorganisatoren für kulturelle Veranstaltungen in Fritzlar.

Ansicht - Fritzlar mit Dom
Ansicht - St.Katharinen-Kirche und Ursulinenkloster

Zum 1275-jährigen Jubiläum im Jahre 1998 beauftragte der Kulturverein Fritzlar den Stuttgarter Bildhauer Ubbo Enninga, eine Bronzeplastik zu schaffen, die am 5. Juni 1999 - dem Tag des Heiligen Bonifatius - auf dem Domplatz in Fritzlar aufgestellt wurde. [1]

TuS Fritzlar

Im Jahre 1911 nannte sich der erste Fritzlarer Fußballclub noch Teutonia. Ab dem Jahre 1932 erfolgte dann der Zusammenschluss zum "Turn- und Sportverein 1862/1911 Fritzlar" (Tus Fritzlar). Im gleichen Jahr wurde der Platz an der Obermöllricher Straße gebaut und seiner Bestimmung übergeben. Der erste Sportplatz befand sich übrigens auf dem Exerzierplatz nahe der Kasseler Warte.
Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

Weitere Fritzlarer Vereine

Wandern

Wandertipp

Auf den Spuren von Bonifatius

Ein Wandervorschlag vom Rhönklub Kassel - Rundwanderung mit Start und Ziel in Fritzlar

Die Wanderung ist eine Rundwanderung, sie beginnt und endet in Fritzlar, am Parkplatz Allee/Ecke Kasseler Straße, direkt an der Stadtmauer. Empfehlenswert ist ein Rundgang durch Fritzlar, entlang der Stadtmauer in östlicher Richtung, vorbei am Edermühlengraben, Domplatz, Marktplatz und wieder zum Ausgangspunkt zurück.

> weitere Streckenführung: Auf den Spuren von Bonifatius

Auf dem Barbarossaweg nach Fritzlar

Ein Wandervorschlag des Deutschen Alpenvereins, Sektion Kassel

Die Hellenwarte bei Fritzlar

Am Bad Wildunger Bahnhof suchen wir die Straße Richtung Wenzigerode. Gleich am Verkehrsschild sehen wir unser Wanderzeichen X 8. Es weist uns bergauf, der Straße folgend, aus dem Ort hinaus. Auch nach Unterqueren der Umgehungsstraße geht es auf der relativ viel befahrenen Straße etwa ein Kilometer weiter. Wer die Straße meiden möchte, geht direkt hinter der Unterführung in den Weg nach links, umrundet das Naturschutzgebiet "Blauer Bruch", hält sich am nächsten Weg rechts und trifft an der Straße das Zeichen, das jetzt in das Feld führt.

Dann kommen wir in den Wald und wandern über Mühlenberg, Katze (höchster Punkt der Wanderung), vorbei an der Kreuzeiche Richtung Rothhelmshausen, das wir rechts umgehen. Auf dem "Braunauer Totenweg" wandernd erreichen wir den Büraberg oberhalb von Ungedanken.

Auf dem letzten Wegstück stehen Grenzsteine mit dem Waldecker Stern, Mainzer Rad und dem Petrusschlüssel von Fritzlar im Wald.

> weitere Streckenführung: Auf dem Barbarossaweg nach Fritzlar

Weitere Wanderwege

Wussten Sie schon, dass ...?

  • ... im großen Saal des Hochzeitshauses zu Fritzlar im Dezember 1838 eine Theateraufführung des rheinischen Wachsfigurenkabinetts stattfand ? Dabei wurden 60 lebensgroße Wachsfiguren aus der Bibel, täglich von 9 bis 18 Uhr, szenisch zur Schau gestellt. ?
    Marlies Heer, Fritzlar
  • ... dass es bis kurz nach dem Ersten Weltkrieg in Fritzlar noch den Posten des Nachtwächters gab?
    Clemens Lohmann, Stadtarchivar von Fritzlar
  • ... in Fritzlar Anfang der 1970-er Jahre der Fremdenverkehr boomte? Zu den 60000 Übernachtungen kamen 5000 Übernachtungen in der Jugendherberge, schätzt der Verkehrs- und Verschönerungsverein. Registriert wurden auch 130 Gäste, die bis vier zu Wochen blieben. Um den positiven Trend fortzusetzen, rief Bürgermeister Reinhold Koch die Fritzlarer dazu auf, als ehrenamtliche Museums- und Stadtführer zu arbeiten. Offensichtlich hat dieser Aufruf dazu beigetragen, dass sich Fritzlar touristisch immer weiter entwickelte.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar
  • ... die anlässlich des Hessentages 1974 in der Turnhalle „Am Walterschen Berg“ stattgefundene Veranstaltung „Bürger fragen, Politiker antworten“ im Fernsehen nur in Schwarz-Weiß ausgestrahlt wurde? Grund war, dass der Hessische Rundfunk zu dieser Zeit nur über wenige elektronische Farbkameras verfügte und diese bereits im damaligen Frankfurter Waldstadion aufgestellt waren, um das wenige Tage später dort stattfindende Weltmeisterschaftsspiel zwischen Deutschland und Polen (in die Fußballgeschichte als das „Wasserspiel“ eingegangen) zu übertragen.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

Weitere Informatioen unter:

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Informationen zum Bonifatius-Denkmal in Fritzlar auf kulturvereinfritzlar.de

Video

Weblinks



Stadtteile der Stadt Fritzlar
WappenFritzlar.jpg

Cappel | Fritzlar | Geismar | Haddamar | Lohne | Obermöllrich | Rothhelmshausen | Ungedanken | Wehren | Werkel | Züschen


Städte und Gemeinden im Schwalm-Eder-Kreis
WappenSchwalmEderKreis.jpg

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