Fritz Winter

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Das documenta-Lexikon
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Fritz Winter war ein deutscher Künstler (1905-1976), der an der documenta 1, documenta II und der documenta III teilgenommen hat.

Werk

Der Maler Fritz Winter zählt zu den wichtigsten deutschen abstrakten Malern in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Der Bauhaus-Schüler, dessen Mentor Paul Klee war, ging frühzeitig seinen eigenen Weg. Seine Entwicklung wurde durch die Nationalsozialisten unterbrochen, die seine Werke als entartet einstuften und ihm Malverbot erteilten. Nach dem Krieg war er einer der einflussreichsten Maler in Deutschland und wurde mit vielen Preisen bedacht.

1955 wurde er als Professor an die Staatliche Werkakademie in Kassel berufen, an der auch Arnold Bode lehrte. Fritz Winter wurde 1955 zur Teilnahme an der documenta eingeladen, wobei Bode seinem Bild Komposition vor Blau und Gelb einen Ehrenplatz einräumte: Das Bild hing im Fridericianum im großen Malereisaal vor Kopf, direkt gegenüber von Pablo Picassos Mädchen vor einem Spiegel. Diese Konfrontation auf Augenhöhe nutzte Winters internationaler Karriere aber wenig. Er setzte sich nicht international als deutscher Picasso durch.

1959 gehörte Winter zum Ausstellungsbeirat und zur Hängekommission der documenta, 1964 war er Mitglied im documenta-Rat. An beiden Ausstellungen war er ebenfalls mit Bildern beteiligt. Im Vorfeld der 4. documenta zog er sich gemeinsam mit Werner Schmalenbach lautstark aus den documenta-Gremien zurück, weil er die Konzentration auf die aktuelle Kunst nicht mittragen wollte.

siehe auch

Weblinks und Quellen