Friedrich Wilhelm Murnau

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Schautafel in Kassel
Der Stummfilmregisseur Friedrich Wilhelm Murnau (*28.12.1888, +11.03.1931) wuchs als Friedrich Wilhelm Plumpe in einer gutbürgerlichen Familie auf. Von 1898 bis 1902 lebte er mit seiner Familie in Kassel und besuchte die Oberrealschule, die heutige Albert-Schweitzer-Schule.


Werdegang

Während seines Studiums der Philologie und Kunstgeschichte begegnete er dem berühmten Regisseur Max Reinhardt – ein Zusammentreffen, das sein Leben völlig veränderte. Er arbeitete bald als Schauspieler und Regieassistent, änderte seinen Namen.

Der Erste Weltkrieg unterbrach seine künstlerische Tätigkeit. Erst 1919 kehrte er nach Berlin zurück und arbeitete nun als Filmregisseur.

Relief an der Elfbuchenstraße 4
Seine Stummfilme wurden große Erfolge. 1926 ging Murnau nach Amerika, gewann bei der allerersten Oscar-Verleihung gleich drei der begehrten Statuetten. Als er bald danach Probleme mit seiner Filmfirma bekam, kehrte er 1929 nach Berlin zurück.

Weil er keinen Geldgeber fand, verschuldete er sich hoch und drehte auf Tahiti und Bora Bora einen Film, der so gut wurde, dass ihn eine amerikanische Firma übernahm und vertrieb. Murnau bot sie einen langfristigen Vertrag als Regisseur an.

Noch vor der Uraufführung seines Films im August 1931 verunglückte Friedrich Wilhelm Murnau tödlich mit dem Auto.

Filme

Murnaus (vermutlich) erster Spielfilm "Der Knabe in Blau" nach Motiven des Gemäldes "The Blue Boy" gilt als verschollen. Es folgten Filme wie "Der Bucklige" und "Die Tänzerin" in Zusammenarbeit mit dem Drehbuchautor Carl Mayer. Murnaus berühmtester Film aus dieser Zeit ist "Nosferatu, eine Symphonie des Grauens" von 1922 mit Max Schreck in der Titelrolle, eine Verfilmung von Bram Stokers Dracula, die aber aufgrund von Lizenzproblemen umbenannt werden musste.

Murnau im Vorderen Westen

An dem Haus in der Elfbuchenstraße im Kasseler Westen, in dem der Regisseur als Junge lebte, erinnert eine Gedenktafel an den großen Künstler. Gerüchte besagen, dass das Relief am Haus sein späteres Filmschaffen beeinflusst haben soll.

Quelle

  • Uwe Feldner: Stadt-LEXIKON - (Fast) alles über KASSEL, erschienen im Herkules Verlag