Freistaat Waldeck

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Nachdem der letzte regierenden Fürst von Waldeck nach dem Ersten Weltkrieg abgedankt hatte, entstand für kurze Zeit der Freistaat Waldeck innerhalb der Weimarer Republik, wobei die Bestimmungen des seit dem 19. Jahrhundert bestehenden Akzessionsvertrages mit Preußen weiterhin in Kraft blieben, bevor dieser 1926 von Preußen gekündigt wurde.

Geschichte

Bereits seit 1867 unterhielt das Land Waldeck keine eigene Verwaltung mehr und die Verwaltungsaufgaben werden durch Preußen wahrgenommen, wobei die Einzelheiten sind in Akzessionsverträgen geregelt waren, die Waldecks Souveränität stark einschränkten.

Vom preußischen Staatsministerium wurde der Landesdirektor ernannt, als oberste Verwaltungsinstanz. Begrenzte Einspruchs- und Mitbestimmungsrecht hatte der Landesausschuss der Landesvertretung.

Am 1. April 1929 wurde der Freistaat Waldeck dann Teil der preußischen Provinz Hessen-Nassau, nachdem bereits im Jahre 1922 Pyrmont an Preußen gekommen war.

Kreise

Der ehemalige Freistaat Waldeck war in die Kreise "Kreis der Eder", "Kreis des Eisenbergs" und "Kreis der Twiste" gegliedert, die 1942 zum Kreis Waldeck (Kreissitz Korbach) vereinigt wurden.

Literatur

  • Gerhard Menk, Das Ende des Freistaates Waldeck, 2. erweiterte Auflage 1998 (Reihe: Waldeckische historische Hefte, Herausgeber: Waldeckischer Geschichtsverein)

Regierungschefs des Freistaats Waldeck während der Weimarer Republik

  • 1918-1920: Karl Hermann Friedrich Wilhelm von Redern
  • 1920-1929: Dr. Wilhelm Schmiedling, Deutsche Volkspartei
  • 1929: Herbert Herberg

Wahlen zur Landesvertretung 1919 - 1925

  • 1919: Sozialdemokratische Partei Deutschlands 30,4% - 7 Sitze | DNVP 23,2% - 6 Sitze | Deutsche Demokratische Partei 21,2% - 4 Sitze | Waldeckischer Volksbund 13,6% - 3 Sitze | Deutsche Volkspartei 7,1% - 1 Sitz
  • 1922: Waldeckischer Landeswahlverband (Landbund (Deutschland) DNVP/Deutsche Volkspartei/Handwerkerbund) 50,2% - 9 Sitze | Sozialdemokratische Partei Deutschlands 20,9% - 4 Sitze | Deutsche Demokratische Partei 12,9% - 2 Sitze | Waldeckische Vereinigung 8,7% - 1 Sitz | USPD 7,4% - 1 Sitz
  • 1925: Landbund (Deutschland]) 33,5% - 7 Sitze | Sozialdemokratische Partei Deutschlands 18,6% - 3 Sitze | DNVP 16,1% - 3 Sitze | Handwerkerbund 12,1% - 2 Sitze | Deutsche Volkspartei 9,6% - 1 Sitz | Deutsche Demokratische Partei 6,7% - 1 Sitz

(an 100% fehlende Stimmen = nicht in der Landesvertretung vertretene Wahlvorschläge)

Waldecker Lied

Weblinks

Blick von Burg Waldeck in das Waldecker Land