Frauenhofer Institut für Windenergie und Systemtechnik

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Das Fraunhofer Institut für Windenergie und Systemtechnik (IWES) arbeitet seit 2009 in den Forschungsgebieten Windenergie und Energiesystemtechnik. Es ist aufgeteilt in den Institutsteil Windenergie (Fraunhofer IWES Nordwest mit mehreren Standorten) und in den Institutsteil Energiesystemtechnik mit Hauptsitz im Kasseler Stadtteil Bad Wilhelmshöhe.[1]. Institutsleiter war im Jahr 2015 Prof. Clemens Hoffmann. Schwerpunkt des Institut ist die Energiesystemtechnik zur Integration der erneuerbaren Energien wie Wind-, Solar- und Bioenergie in Versorgungsstrukturen. Die Kernkompetenzen liegen in den Bereichen Energiewirtschaft, Energienetze, Energiespeicher, Energieverfahrenstechnik, Energieinformatik, Energiemeteorologie, Systemdesign und -integration.

Masterstudiengang Windenergie

Die Universität Kassel und das IWES hatten im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektes einen berufsbegleitenden Online-Masterstudiengang für den Bereich Windenergiesysteme entwickelt. Zum Sommersemester 2015 bot der Online M.Sc. "Wind Energy Systems" zunächst kostenlose Pilotmodule an, bevor er im Wintersemenster 2015/2016 startete. Der englischsprachige Master wendete sich an Naturwissenschaftler sowie Ingenieure aus der Forschung und Industrie, die sich international im Bereich Windenergie weiterentwickeln oder spezialisieren wollten.[2]

Stabilisierung lokaler Stromnetze

IWES hat mit den beiden Fraunhofer-Insituten ISE und IIS die Energiemanagementsoftware "Ogema" entwickelt, die sowohl die Energieflüsse in Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und Privathaushalten kontrollieren und steuern kann. Außerdem hilft die Software, Angebot und Nachfrage nach Strom und Wärme ins Gleichgewicht zu bringen. Das Projekt wurde vom Bundeswirtschaftsministerium mit fünf Millionen Euro gefördert. Es war auf vier Jahre angelegt und endete im November 2015. IWES testete die Software in mehreren Pilotprojekten, unter anderem in seiner Systec-Versuchsanalge in Fuldatal-Rothwesten.

Neubau

Das auf mehrere Standorte verteilte IWES will in ein neues Institutsgebäude auf der Nordseite des Kulturbahnhofs umziehen.[3] Der erste von zwei Bauabschnitten soll Anfang 2017 fertig sein.[4] Die Zahl der Mitarbeiter soll von 350 im Jahr 2013 auf 500 im Jahr 2017 aufgestockt werden. Zudem sollen in das neue Gebäude 50 Mitarbeiter des Kasseler Fraunhofer-Instituts für Bauphysik[5] einziehen, das 2015 insgesamt 25 Mitarbeiter beschäftigte. Neben Bürogebäuden soll es auch ein Kontrollzentrum auf dem 30.000 Quadratmeter großen Areal geben. Der Neubau kostet 100 Millionen Euro.

Das Kontrollzentrum soll in drei Ebenen aufgeteilt werden: Eine, in der sich der Fortschritt der Energiewende an Bildschirmen verfolgen lässt. Auf einer weiteren Ebene sollen Industriepartner wie Eon Mitte[6], Wingas, VW, SMA und Siemens zusammengeführt werden. Auf einer dritten Ebene soll Raum für Büros internationaler Vertreter aus Politik und Institutionen geschaffen werden.

Siehe auch

Quellen und Links

  1. Die Internetseite des Fraunhofer Instituts für Windenergie und Systemtechnik
  2. Academy.Fraunhofer.de: Daten zum Studiengang und Bewerbung
  3. Aus HNA.de vom 13. November 2012: Fraunhofer-Institut: Neubau soll 2016 stehen
  4. Aus HNA.de vom 10. Juni 2013: Fraunhofer-Institut Iwes konkretisiert Pläne für Neubau am Bahnhof
  5. IBP Fraunhofer
  6. Wikipedia-Artikel: Eon.Mitte