Frankenberg (Eder)

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Frankenberg
Wappen Karte
Wappen von Frankenberg Deutschlandkarte, Position hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Waldeck-Frankenberg
Höhe: 280 - 405 m
Fläche: 124,87 km²
Einwohner: 19.244 (30. Juni 2007)
Postleitzahl: 35066
Vorwahl: 06451
Kfz-Kennzeichen: KB
Adresse der
Stadtverwaltung:
Obermarkt 7 - 13
Website: www.frankenberg.de
Politik
Bürgermeister: Christian Engelhardt

Frankenberg an der Eder (Frankenberg/Eder) ist eine Stadt im Landkreis Waldeck-Frankenberg in Nordhessen mit etwa 20.000 Einwohnern.

Aktuelle Ansichten aus der Stadt gibt es über eine Webcam:

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Lage

Frankenberg gehört zum Ederbergland, einer Urlaubsregion, zu der ein großer Teil des Altkreises Frankenberg gehört, der im Zuge der hessischen Gebietsreform mit dem ehemaligen Kreis Waldeck zum heutigen Landkreis Waldeck-Frankenberg zusammengelegt wurde.

Nachbargemeinden

Nachbarstädte und -gemeinden von Frankenberg sind im Norden Lichtenfels und Vöhl, im Osten Frankenau, im Südosten Haina, im Süden Burgwald und im Westen Allendorf und Bromskirchen.

Stadtteile

(in Klammern die Einwohnerzahlen, Stand 2005, Quelle: www.frankenberg.de)

Stadtteile sind neben der Kernstadt Frankenberg:

Verkehrsanbindung

Geschichte

Es war eine schöne Stadt an der Eder...

Aus der Stadtgeschichte

Luftbild Frankenberg

Der Name der Stadt steht für die fränkischen Befestigungsanlagen, die hier am Burgwald schon im 8. Jahrhundert errichtet worden sind.

Das ehemalige Zisterzienserinnenkloster St. Georgenberg wurde im Jahre 1242 von Konrad von Itter, im Tal der Nuhne, nördlich von Frankenberg gestiftet, aber schon 1249 vor die Tore der von Landgraf Konrad von Thüringen gegründeten Stadt Frankenberg verlegt.

Zum Kloster gehörte auch die romanische St. Mauritiuskapelle aus dem 13. Jahrhundert.

Die erste urkundliche Erwähnung der Stadt stammt aus dem 13. Jahrhundert. Die einstige Burg und die Stadt waren seit dieser Zeit ein Stützpunkt der hessischen Landgrafen, während die benachbarte Grafschaft Battenberg seinerzeit zum Erzbistum Mainz gehörte.

Die ehemalige Burg und die Stadt wurden seinerzeit gegen den Bereich der Mainzer Bischöfe und die Vögte von Keseburg planmäßig mit Ober- und Untermarkt angelegt.

Das älteste Gebäude der Stadt ist das Frankenberger Steinhaus mit Treppengiebel, das als Sitz von Bürgermeistern, Amtmännern, Rentmeistern und Ratsherren um 1240 erbaut wurde.

Von der eínstigen Stadtbefestigung mit zahlreichen Wehrtürmen und Stadttoren ist noch der Hexenturm aus dem 13. Jahrhundert erhalten geblieben.

Mit der Errichtung des dreischiffigen Hallenbaus der Liebfrauenkirche wurde im Jahre 1286 begonnen, in der Anlage der Marburger Elisabethkirche ähnlich.

Der ursprüngliche Chor wurde durch den von Tyle von Frankenberg geschaffenen Chor ersetzt (1359 geweiht), von dem auch das Westportal, das Sakramentshäuschen und die Marienkapelle stammen, letztere eine Stiftung des Johann von Cassel.

Nachdem im 16. Jahrhundert bei einem Brand nur das Steinhaus am Pferdemarkt erhalten blieb, entstand die Altstadt in ihrer heutigen Form mit zahlreichen Fachwerkbauten zwischen dem Unter- und Obermarkt.

Obermarkt in Frankenberg mit dem historischen Rathaus

Sehenswert ist insbesondere das zehntürmige, spätgotische Fachwerkrathaus am Marktplatz, das in den Jahren 1509 bis 1513 entstand und mit Holzfiguren von Philipp Soldan verziert wurde. Die zehn Rathaustürme symbolisieren die zehn Zünfte, die es 1509 bei Baubeginn in Frankenberg gab.

Im Museum Thonet wird an den Tischler Michael Thonet erinnert, der in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts am Ort den Grundstein für ein bedeutendes Unternehmen der Möbelherstellung legte.

Seit 2005 ist Frankenberg hessische Modellkommune Familienstadt mit Zukunft.

Eisenbahngeschichte

Vor mehr als 100 Jahren war man auch im Waldeck-Frankenberger Land mit dem Eisenbahnbau fieberhaft beschäftigt. Galt es doch, mit dem Anschluss an die 1850 eröffnete Main-Weser-Bahn zwischen Kassel, Marburg und Frankfurt/ Main dem schleichenden Niedergang der ohnehin spärlichen Wirtschaft und der damit verbundenen Verarmung der Bevölkerung in unserer Region entgegenzuwirken.

Die erste Eisenbahn überhaupt im Raum Waldeck und Frankenberg war die Verbindung zwischen Wabern und Bad Wildungen, eröffnet im Jahr 1884.

Sechs Jahre später wurde zwei Monate vor der Freigabe der Burgwaldbahn zwischen Marburg, Sarnau und Frankenberg am 1. Mai 1890 die Eisenbahnstrecke von Warburg nach Arolsen eröffnet.

Von Arolsen weiter nach Korbach konnte man ab dem 15. August 1893 fahren sowie von Volkmarsen nach Wolfhagen und weiter in Richtung Kassel im Jahr 1897.

Trotz der übergeordneten Bedeutung, die der 108,4 Kilometer langen Linie Warburg - Marburg damals beigemessen wurde - sie schuf die kürzeste Schienenverbindung zwischen Bremen und Frankfurt/ M. -, wurde mit den Vorarbeiten zum Bau des letzten Abschnitts zwischen Frankenberg und Korbach erst 1898 begonnen.

Kirchen

Blick zur Liebfrauenkirche in Frankenberg
(Foto: Streuff)

Literatur

Medien

Museen

Partnerstädte

Persönlichkeiten

Politik

Bürgermeister

Bürgermeister von Frankenberg ist Christian Engelhardt.

Wahlkreise

MdB: Dr. Edgar Franke

MdL: Günter Rudolph

Sehenswürdigkeiten

Portal der Liebfrauenkirche

In der historischen Altstadt von Frankenberg sind neben zahlreichen Fachwerkbauten zwischen Unter- und Obernmarkt zu besichtigen:

siehe auch

Stadtfeste

Feierlichkeiten "45 Jahre Bundeswehr" am Bundeswehrstandort Frankenberg - im Hintergrund des Frankenberger Rathaus
(Foto: Völker)

Zu den Stadtfesten in Frankenberg gehören unter anderem

Thonet-Museum

Frankenberg beheimatet seit dem Jahre 1989 das Museum Thonet, das dem Lebenswerk des Möbeltischlers und -designers Michael Thonet gewidmet ist, der seit 1819 Möbel nach seinen eigenen Entwürfen produzierte und u. a. ein Verfahren erfand, mit dem Holz mit Hilfe von Dampf gebogen werden konnte.

Im 19. Jahrhundert legte er am Ort den Grundstein für ein bedeutendes Unternehmen der Möbelherstellung (Michael Thonet - Str. 1), die Möbelfabrik Thonet. In Dampfrohren wird hier auf 106 Grad Celsius erhitztes Buchenholz in einem Metallrahmen in Form gebracht, etwa ein noch von Michael Thonet entworfener Kaffeehausstuhl, der nach der Tradition des Hauses mit der Bezeichnung „214“ in alle Welt verkauft wird.

Vereine

Wussten Sie schon ...

Arndt Böttcher, Frankenberg

Karl-Hermann Völker, Wiesenfeld

Dr. Horst Hecker, Historiker, Haubern

Karl-Hermann Völker, Vorsitzender Geschichstverein

Weblinks


Städte und Gemeinden im Landkreis Waldeck-Frankenberg
WappenWaldeckFrankenberg.jpg

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